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Nah an den Menschen, immer am Puls: Was für MT und OV galt, gilt auch für OM-Medien

Die Münsterländische Tageszeitung erschien erstmals 1881, die Oldenburgische Volkszeitung wurde 1895 gegründet. 2020 folgte die Fusion – und der Wandel zu einem digitalen Medienhaus.

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Ob Print, E-Paper oder Online: Die OM-Mediengruppe kommt mit ihren Titeln auf vielen Wegen zu den Leserinnen und Lesern. Foto: Berg

Ob Print, E-Paper oder Online: Die OM-Mediengruppe kommt mit ihren Titeln auf vielen Wegen zu den Leserinnen und Lesern. Foto: Berg

Wer zwischen der A1 und Cloppenburg auf der stark frequentierten Bundesstraße 72 unterwegs ist, kann es nicht übersehen: das neue Zuhause von OM-Medien im interkommunalen Gewerbegebiet Ecopark. Das moderne Bürogebäude besticht nicht nur durch seine Optik, es ist auch das sichtbare Zeichen des Zusammenwachsens zweier traditionsreicher Verlage zu einem digitalen Medienhaus. Aus der Münsterländischen Tageszeitung in Cloppenburg und der Oldenburgischen Volkszeitung in Vechta ist die OM-Mediengruppe geworden, inklusive der im Grenzgebiet der beiden Landkreise Cloppenburg und Vechta liegenden Zentrale.

So viel vorerst zur Gegenwart, spannend ist und bleibt trotz des digitalen Wandels in der Branche aber auch die Geschichte der beiden einst eigenständigen, mittlerweile vereinten Häuser. Die Münsterländische Tageszeitung (MT) erschien erstmals 1881 als „Wochenblatt für Stadt und Amt Cloppenburg“, die Oldenburgische Volkszeitung (OV) wurde 1895 in Vechta gegründet. Ab 1984 gab es bereits eine intensive Kooperation. Seitdem produzierte die Redaktion der OV auch für die MT die regionalen und überregionalen Mantelseiten im Printbereich.

Jahrzehntelang wurden die Papierrollen mit dem Pferdefuhrwerk abgeholt und von Hand zur Druckmaschine im Verlagsgebäude an der Lange Straße in Cloppenburg gerollt. Foto: MT-ArchivJahrzehntelang wurden die Papierrollen mit dem Pferdefuhrwerk abgeholt und von Hand zur Druckmaschine im Verlagsgebäude an der Lange Straße in Cloppenburg gerollt. Foto: MT-Archiv

Mehr als 100 Jahre vor Beginn der Kooperation nahm alles seinen Anfang, als erstmals das bereits erwähnte „Wochenblatt für Stadt und Amt Cloppenburg“ herausgegeben wurde. 1886 übernahm die Familie Imsiecke die Geschicke, 1906 wurde der Titel „Münsterländische Tageszeitung“ eingeführt. Wie sah Journalismus in den Anfangsjahren aus? Ein Beispiel aus dem Jahr 1888: Es ist der 15. Juni. In die Redaktion flattert ein Telegramm aus der Hauptstadt Berlin. Der Inhalt sorgt im Verlagshaus für Bestürzung. Nach nur 3 Monaten im Amt ist Kaiser Friedrich III. gestorben.

Was nun? Die Redakteure müssen schnell handeln, denn die Produktion der neuen Ausgabe ist eigentlich schon abgeschlossen, auch die Titelseite ist bereits fertig gesetzt. Eine komplett neue Seite 1 schreiben und setzen zu lassen, ist zeitlich gar nicht mehr möglich. Gleichwohl darf diese wichtige Nachricht in der damals zweimal wöchentlich erscheinenden Zeitung nicht fehlen. Letztlich entscheiden sich die Redaktionsmitglieder dafür, eine auffällige Eilmeldung auf Seite 3 zu platzieren. Sie lautet: „Cloppenburg, 15. Juni. Soeben bringt der Telegraph die erschütternde Trauer-Nachricht, daß Se. Majestät der Kaiser Friedrich um 11 1/2 gestorben ist.“

Das Redaktionsteam der OV des Jahres 2006 positioniert sich rund um das damals auf dem Neuen Markt in Vechta stehende Denkmal des Straßenarbeiters Martin. Acht der Kolleginnen und Kollegen sind noch heute bei OM-Medien angestellt, vier weitere sind jetzt als Kolumnisten aktiv. Archivfoto: KokengeDas Redaktionsteam der OV des Jahres 2006 positioniert sich rund um das damals auf dem Neuen Markt in Vechta stehende Denkmal des Straßenarbeiters Martin. Acht der Kolleginnen und Kollegen sind noch heute bei OM-Medien angestellt, vier weitere sind jetzt als Kolumnisten aktiv. Archivfoto: Kokenge

Wie lief es in Vechta? Dort hatte die OV nicht nur einen, sondern gleich mehrere Vorläufer. Und das kam so: Anfang der 1830er Jahre ließ sich der Buchdruckergeselle Carl-Hermann Fauvel in der Stadt nieder, erwarb das Bürgerrecht und setzte zügig seine Idee um, eine eigene Zeitung zu gründen. Sie erschien ab April 1834 unter dem Titel „Sonntagsblatt – eine Wochenschrift für alle Stände“. Amtliche Bekanntmachungen und kleine Anzeigen kamen zahlreich vor, aktuelle Nachrichten jedoch weniger.


Alle Informationen zum neuen OM-Medienhaus finden Sie auf unserer Themenseite


Aus dem Sonntagsblatt wurde im Anschluss auch unter dem Einfluss katholisch-religiöser Kreise die „Neue Zeitung“ (1859) und ab 1882 die „Vechtaer Zeitung“, die zudem unter dem zweiten Titel „Dammer Nachrichten“ erschien. Jetzt fanden auch vermehrt lokale Nachrichten den Weg ins Blatt. Aber: Verleger Enno Fauvel, der Sohn des Zeitungsgründers, zog sich den Unmut der Vechtaer Bürger und Bewohner umliegender Orte zu, weil er sich immer intensiver in die redaktionelle Arbeit einmischte und eine Meinungsvielfalt nicht zuließ. Sie gründeten schließlich am 4. September 1894 einen eigenen Verlag und gaben ab dem 1. Januar 1895 die „Oldenburgische Volkszeitung“ heraus.

Waren schon die ersten Jahre von einem steten Wandel geprägt, so hat sich daran in der Folgezeit im Prinzip nie etwas geändert. Davon zeugt etwa die Entwicklung vom Bleidruck über Fotosatz mit Klebeumbruch sowie von analoger Fotografie mit Dunkelkammer bis hin zur digitalen Technik. Journalistinnen und Journalisten schreiben heute nicht mehr nur; sie fotografieren, filmen und podcasten mitunter auch. Smartphone und Laptop sind jetzt ihre Werkzeuge.

Paul von Hindenburg wurde am 26. April 1925 im zweiten Wahlgang zum Reichspräsidenten gewählt. Tags darauf stand es in der MT. Repro: BergPaul von Hindenburg wurde am 26. April 1925 im zweiten Wahlgang zum Reichspräsidenten gewählt. Tags darauf stand es in der MT. Repro: Berg

Inmitten dieser sich stetig verändernden und weiterentwickelnden Welt hatten MT und OV ihren Platz gefunden, sich den Herausforderungen und Transformationen gestellt – und diese gemeistert. Um das auch für die Zukunft zu gewährleisten, schlossen sich die beiden Verlage vor vier Jahren zur OM-Mediengruppe zusammen. Im ersten Schritt wurde seinerzeit das regionale Online-Portal OM-Online aus der Taufe gehoben, das aktuell von mehr als 400.000 Nutzerinnen und Nutzern pro Monat besucht wird. Und: Die begleitende Berichterstattung per Video und Podcast ist mittlerweile Standard.

„Wir versuchen konsequent neu zu denken – etwa indem wir unsere Strukturen und Prozesse hinterfragen – sei es in der Redaktion im Hinblick auf das Thema Online First oder in der Vermarktung im Hinblick auf das erweiterte crossmediale Portfolio“, erklärt OM-Medien-Geschäftsführer Dr. Michael Plasse. Dabei wird die Kernkompetenz aber nicht aus den Augen verloren: „Über unsere Ortsreporter spielen wir flächendeckend unsere lokale Stärke aus und berichten aus allen 23 Städten und Gemeinden.“ Heißt: OM-Medien ist – wie einst schon OV und MT – vor Ort verwurzelt und bleibt nah an den Menschen.

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