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Molbergen: St.-Franziskus-Stift setzt auf mehr Testungen

Am Montag soll ein Reihentest stattfinden. Für diesen Freitag sind Schnelltests bei den Mitarbeitern vorgesehen. Neue Coronafälle meldet auch das Altenpflegeheim in Cappeln.

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Im St.-Franziskus-Stift in Molbergen soll am kommenden Montag ein Reihentest für die Bewohner und Mitarbeiter stattfinden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im St.-Franziskus-Stift in Molbergen soll am kommenden Montag ein Reihentest für die Bewohner und Mitarbeiter stattfinden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nachdem 28 Coronafälle aus dem Seniorenstift St. Franziskus in Molbergen gemeldet worden waren, will die Einrichtung, die zum St.-Pius-Stift in Cloppenburg gehört, mit weiteren Testungen die Infektionskette durchbrechen. Das berichtete Stiftungsvorstand Matthias Hermeling auf Nachfrage der Redaktion. Am kommenden Montag soll demnach in Absprache mit dem Landkreis die nächste Reihentestung stattfinden, bei der alle Bewohner und Mitarbeiter in Molbergen mit bislang negativem Befund erneut getestet werden.

Da die Ergebnisse wahrscheinlich erst am Mittwoch vorlägen, habe man sich dazu entschieden, an diesem Freitag innerhalb der Belegschaft zusätzliche Schnelltestungen durchzuführen. „Die schieben wir von unserer Seite dazwischen“, so Hermeling. Von den insgesamt 60 Mitarbeitern waren elf bereits positiv getestet worden.

Zusätzlich zu den Mitarbeitern haben sich 17 Bewohner infiziert. Drei von ihnen befinden sich Hermeling zufolge im Krankenhaus. Insgesamt gebe es 52 Bewohner im St.-Franziskus-Stift, weitere acht lebten im betreuten Wohnen.

Situation für alle "sehr belastend"

Mit Bekanntwerden der Coronafälle seien am Freitag ein sofortiger Besuchsstopp und eine Ausgangssperre verhängt worden, so Hermeling. „Die Bewohner befinden sich alle in Zimmerquarantäne. Wir haben die Gemeinschaft komplett aufgelöst“, sagte der Stiftungsvorstand. Immerhin könnten Bewohner mit einem positiven Befund zusammen mit anderen ab und an nach draußen – in einer solchen Kohorte dürfe dann aber niemand sein, der ein negatives Testergebnis hat. Insgesamt sei die Situation für alle – Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige – „sehr belastend“.

„In allen unseren Einrichtungen gehen wir jetzt massiv in die Mitarbeitertestungen“, kündigte Hermeling an. Diese sollen nun alle drei Tage stattfinden. In den Einrichtungen des St.-Pius-Stifts in Cloppenburg sollen ab kommender Woche auch die Besucher getestet werden.

Weitere Coronafälle vermeldet auch das Altenpflegeheim in Cappeln: Aktuell sei das Virus bei 13 Bewohnern und elf Mitarbeitern durch Schnelltests nachgewiesen worden, sagte Bernhard Rössler, Pressesprecher der Residenz-Gruppe, die das „Haus Cappeln“ betreibt. „Wir richten gerade einen Isolationsbereich ein.“ Zudem sei ein Besuchsverbot ausgesprochen worden. Rössler zufolge wünscht sich die Einrichtung, dass in Absprache mit dem Gesundheitsamt zeitnah eine Reihentestung durchgeführt werden kann.

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