Mit sauberen Füßen ist es nicht zu haben
Der Barfußpark in Harkebrügge hat wieder geöffnet. Er bietet den Besuchern 60 verschiedene Stationen und eine Übernachtung im Baumzelt
Hans Passmann | 02.06.2020
Der Barfußpark in Harkebrügge hat wieder geöffnet. Er bietet den Besuchern 60 verschiedene Stationen und eine Übernachtung im Baumzelt
Hans Passmann | 02.06.2020
Ein besonders Erlebnis: Viel Spaß haben die Besucher im wieder geöffneten Barfußpark in Harkebrügge. Foto: M. Passmann
Barfuß durch einen Wald gehen und an 60 verschiedenen Stationen erleben, wie sich die unterschiedlichsten Materialien an den Füßen anfühlen: All das kann man im Barfußpark erleben, den es seit fünf Jahren in Harkebrügge gibt. Schon seit Mitte April hätten die Besucher eigentlich wieder über Glassplitt laufen, durch Matschgruben waten und auf Baumstämmen balancieren können. Covid-19 machte diesem Naturerlebnis jedoch einen Strich durch die Rechnung. Doch seit dem vergangenen Wochenende können Kinder, Jugendliche oder Erwachsene das Naturerlebnis „Am Fuhrenkamp“ in Harkebrügge wieder in vollen Zügen genießen. Neben den bisherigen Stationen sind mehrere neue hinzugekommen. Betreiber Marcel Mammen und Mitarbeiterin Anita Pastoor sind froh und freuen sich, wieder viele Gäste im Wald begrüßen zu können. „Wir haben schon wieder eine gute Resonanz und Anfragen“, sagt Mammen. Natürlich habe er Einnahmeverluste hinnehmen müssen. Da viele Menschen jetzt aber wieder in der Heimat Urlaub machen, hofft er, dass auch sein Barfußpark stärker frequentiert wird. Die Hygienevorschriften gelten allerdings auch im Barfußpark. „Wir haben dafür alle Vorkehrungen getroffen. So ist an der Kasse ein Nasen-Mund-Schutz zu tragen. Den brauchen die Besucher allerdings nicht beim Durchlaufen der Stationen. Allerdings ist hier auch die Abstandsregelung einzuhalten“, sagt Anita Pastoor. Zusätzlich zu den Stationen gibt es verschiedene Spielstationen für Kinder. Sie können ihre Sprungkraft testen, an Fühlkästen ihren Tastsinn herausfordern oder auch ihre Nase an Riechstationen auf die Probe stellen. „Es ist einfach auf einer Fläche von rund 4,5 Hektar ein Urlaub auf Füßen. Schuhe und Socken aus und barfuß geht es Schritt für Schritt durch den Barfußpark“, sagt Marcel Mammen. Holz und Tannenzapfen, Stein, Gras und Glassplitt sorgen für unterschiedliche Gefühlslagen unter der Sohle. Allerdings erfordere manche der Stationen auch etwas Überwindung. Zum Beispiel, wenn es platschend und schmatzend durchs Moor oder durch den Lehmmatsch gehe. Mit sauberen Zehen sei das komplette Fußerlebnis nicht zu haben. Entlang des Erlebnispfades können die Gäste auf Picknickbänken Pausen einlegen. Nach dem Rundgang sorgen Duschen wieder für saubere Füße. Dem Besucher wird zudem Wissen über die Natur und den Wald vermittelt. Kinder sowie Erwachsene lernen im Barfußpark viel über die heimische Flora und Fauna. „Neben dem Spaß, den der Barfußpark Harkebrügge am Barfußlaufen vermittelt, ist dies auch gut für die Gesundheit, denn damit wird das Immunsystem gestärkt, Stress abgebaut und auch das Herz-Kreislauf-System angeregt“, erklärt Mammen. Auch Gelenke, Bänder sowie die Muskeln der Füße würden gestärkt. Barfußlaufen helfe, vom Alltag abzuschalten und neue Energie in der Natur zu tanken. Das taten am Pfingstsonntag auch Willi Langolt und Frau Natalie aus Cloppenburg. Für das Ehepaar eine Premiere. „Es ist toll, barfuß über Wege zu laufen. Ein ganz anderes Gefühl“, so die Cloppenburger. Der Barfußpark ist auch mit Bollerwagen, Kinderwagen und Buggys gut befahrbar. Für Rollstuhlfahrer ist der Barfußpark bedingt befahrbar. Ein Handtuch zum Füßeabtrocknen sollte mitgebracht werden. Picknicken ist im Barfußpark erlaubt. Doch der Park bietet auch noch eine abenteuerliche Übernachtung im Baumzelt mitten im Wald. Ein außergewöhnliches Outdoor-Erlebnis, wie Mammen meint. Er preist den Park als einzigartig in der Region an – mit dem Ferienhausgebiet am Harkebrügger See eine runde Erholungsgeschichte."Manche der Stationen erfordern auch etwas Überwindung.“Marcel Mammen, Betreiber des Barfußparks
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