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Markthalle: Cloppenburger Unternehmer fordern Abriss

Die Wirtschaftsgemeinschaft sieht Chancen in einem Neubau. Den Planungen für die Südtangente könnte unterdessen ein Neustart drohen.

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Gebäude mit Geschichte: Die hölzerne Dachkonstruktion ist gefährlich marode. Aktuell stehen Abriss oder Sanierung zur Debatte. Die Cloppenburger Kaufleute wollen einen Neubau. Foto: Hermes

Gebäude mit Geschichte: Die hölzerne Dachkonstruktion ist gefährlich marode. Aktuell stehen Abriss oder Sanierung zur Debatte. Die Cloppenburger Kaufleute wollen einen Neubau. Foto: Hermes

Die Wirtschaftsgemeinschaft Cloppenburg sieht keine Zukunft für die denkmalgeschützte Markthalle. Die Vereinigung fordert den Abriss des maroden Baus – und einen Neubau. Die deutliche gemeinsame Botschaft der Gemeinschaft nach ihrer Mitgliederversammlung: Der Abriss biete eine große Chance, etwas für die Zukunft zu schaffen.

Gleichzeitig forderten die Unternehmensvertreter Fortschritte bei den Planungen für die Südtangente, um das Cloppenburger Verkehrschaos in den Griff zu bekommen. Das vom Stadtrat zur Verfügung gestellte Budget für die Stärkung der Innenstadt wird unterdessen nur zögerlich abgerufen.

Schnelle Entscheidung zur Münsterlandhalle eingefordert

Laut Mitteilung der Wirtschaftsgemeinschaft hatten die Mitglieder bei ihrer Versammlung gegenüber Cloppenburgs Bürgermeister Neidhardt Varnhorn eine schnelle Entscheidung zur Münsterlandhalle eingefordert. Die Halle fehle an „allen Ecken und Enden“. Ob Hobbymarkt oder Abi-Bälle, Seniorenkaffee bei den Märkten oder Geflügelausstellung, alles müsse verlegt oder anderswo durchgeführt werden.

Schlimmer sei aber, dass große Messen nicht mehr stattfinden können und die Veranstalter in andere Städte abwandern. „Das ist ein Verlust für die ganze Stadt, den wir schnell auffangen müssen“, hieß es in der Versammlung. Die Kaufleute sprachen sich dabei eindeutig für einen Neubau aus, der auf dem Marktplatz zentral hinter dem Denkmal entstehen könnte. Die Stadt habe mitten in der Stadt einen hervorragenden Platz, den sie auch nutzen sollte.

„Wer nach Cloppenburg fährt, egal aus welcher Richtung, steht im Stau. Und das ist nicht gut.“Hubert Breuer, Unternehmer

Die Südtangente bleibt für die Cloppenburger Wirtschaft unterdessen ein Dauerthema: „Wer nach Cloppenburg fährt, egal aus welcher Richtung, steht im Stau. Und das ist nicht gut“, fragte Unternehmer Hubert Breuer nach dem Stand der Planungen für die Umgehungsstraße im Süden der Stadt – die ist aus Sicht vieler Kaufleute dringend notwendig.

Die Antwort von Bürgermeister Neidhard Varnhorn war für sie allerdings eher ernüchternd: „Wir arbeiten gerade an einem Sachstandsbericht, aber vermutlich sind die Planungen schon so alt, dass das Verfahren komplett neu aufgerollt werden muss“, sagte Varnhorn laut Bericht. Auf einen zeitlichen Rahmen für den Bau der Straße wollte er sich daher auch nicht festlegen lassen.

Varnhorn berichtete allerdings auch, dass von den vom Stadtrat zur Verfügung gestellten 1 Million Euro zur Stärkung der Innenstadt erst knapp ein Drittel abgerufen wurde. Es sei aber Wunsch der Politik, das auf 2 Jahre begrenzte Programm zu verlängern. Vorschläge zur Stärkung der Innenstadt könnten weiterhin im Rathaus oder bei der Cloppenburg Marketing-Gesellschaft eingereicht werden.

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