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Marion Blome aus Lohne organisiert Flohmärkte – und das seit 20 Jahren

Wider die Wegwerfkultur – so könnte das Motto der 57-Jährigen lauten. Den Erlös der Veranstaltungen spendet sie stets an den Kindergarten St. Stefan beziehungsweise die Stegemannschule.

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Organisationstalent: Marion Blome richtet seit 20 Jahren Flohmärkte aus. Die Erlöse kommen dem Kindergarten St. Stefan und der Stegemannschule zugute. Foto: Timphaus

Organisationstalent: Marion Blome richtet seit 20 Jahren Flohmärkte aus. Die Erlöse kommen dem Kindergarten St. Stefan und der Stegemannschule zugute. Foto: Timphaus

Kinder werden ja so schnell groß – ja, das merken Eltern oft beim Blick in den Kleiderschrank. Zack, sind die Kleinen schon wieder ihrer Klamotten entwachsen. Den Anspruch, alle Pullover, Hosen und Co. neu zu kaufen, geben die meisten Eltern rasch auf. Dies ist wohl einer der Gründe, warum Flohmärkte sich schon länger großer Beliebtheit erfreuen. Secondhand liegt aber auch aus Gründen der Nachhaltigkeit im Trend.

Wider die Wegwerfkultur – so könnte das Motto von Marion Blome lauten. Seit 20 Jahren organisiert die Lohnerin erfolgreich Flohmärkte. Für die 57-Jährige begann alles damit, dass drei ihrer vier Kinder den Kindergarten St. Stefan besuchten. Eines Tages hatte sie die Idee, einen Flohmarkt auszurichten, um Geld für die Einrichtung zu sammeln. Bei der damaligen Leiterin Monika Ellert rannte Blome damit offene Türen ein. "Sie hat mir freie Hand gelassen und mir viel Vertrauen geschenkt", erinnert sich die Mitarbeiterin der Komfortstation im St. Marienhospital in Vechta.

Vor der Arbeit war die Mutter von vier mittlerweile erwachsenen Kindern – Philipp, Christina, Julian und Michael – laut eigener Aussage nie bange. "Ich habe gerne diesen Stress. Ich organisiere gerne", sagt Blome und begründet dies auch mit dem Umstand, dass sie in Kindheit und Jugend ihre Eltern viel unterstützt habe; die Eltern hatten damals eine Diskothek in Twistringen.

Ihre Familie bindet sie in die Organisation ein

Gleichzeitig vertritt Blome aber auch die Auffassung, dass man sich als Mutter einbringen muss, damit sich der Nachwuchs gut entwickelt. So sei es für sie eine Selbstverständlichkeit gewesen, sich an der Stegemannschule als Schulelternratsvorsitzende einzubringen. "Ich bin heute noch Mitglied im Förderverein. Das ist eine tolle Schule mit tollen Lehrern."

Seit nunmehr zwei Jahrzehnten organisiert Blome also jährlich zwei Flohmärkte im Kindergarten St. Stefan. Ihre Familie hat sie von Anfang an eingebunden. So sind ihre Eltern, inzwischen beide über 80 Jahre alt, weiterhin bei jedem Flohmarkt dabei, unter anderem im Café. Ihre Kinder unterstützen sie. Und auch ihr Lebensgefährte Benno Perner "muss ordentlich anpacken", sagt Blome lachend.

Die Lohnerin hat sich über die Jahre ein festes Netzwerk an Verkäuferinnen aufgebaut. Schließlich müssen im Kindergarten stets 43 Tische bestückt werden. Blome hat gerne die Kontrolle. "Dann kann ich mir selbst in den Hintern treten." Selbst die Plakate verteilt sie persönlich, auch in Bakum oder Steinfeld, obwohl sie zugibt, dass diese Aufgabe "wirklich keinen Bock" mache. 

„Da ist über die Jahre eine Menge Geld zusammengekommen.“Marion Blome

Doch damit nicht genug: Seit sechs Jahren organisiert Blome zudem zweimal pro Jahr den Flohmarkt "Von Frau zu Frau" an der Stegemannschule. An 60 Verkaufstischen können die Besucherinnen nach Herzenslust shoppen und nach dem einen oder anderen "Schnapper" fahnden. "Zunächst hatte ich über einen Damen- und Herrenflohmarkt nachgedacht. Aber das funktionierte nicht." Das klassische Flohmarkt-Publikum sei eben weiblich.

Laut Blome ist der Zuspruch für ihre Flohmärkte groß. Das liegt daran, dass die Qualität der angebotenen Waren meist gut sei. Zudem sorgt der Austausch bei Kaffee, Tee und Kuchen für eine angenehme Atmosphäre. 

Blome dankt allen, die sie in ihrem Tun unterstützen

Blome nimmt Eintritt für ihre Flohmärkte, erhebt eine Standgebühr und betreibt das Café. Die Kuchen backen übrigens immer die Eltern, Erzieherinnen und Lehrer. Der Erlös der Flohmärkte geht am Ende voll und ganz an den Kindergarten und die Hauptschule. "Da ist über die Jahre eine Menge Geld zusammengekommen", sagt Blome, ohne ins Detail zu gehen.

Sie nutzt die Gelegenheit, um sich bei den Kita- und Schulleitungen für das Vertrauen zu bedanken. Sie erhalte viel Unterstützung von den Erzieherinnen, Lehrern und Eltern. Ohne ihre Familie könne sie die Organisation nie stemmen, sagt Blome. Und einen letzten Dank erhält Hausmeister Norbert Kenkel, der den Aufbau im Gros leistet.

  • Info: Der nächste Flohmarkt "Von Frau zu Frau" findet am 28. November (Sonntag) von 11 bis 14 Uhr in der Stegemannschule in Lohne statt. Für Kaffee, Tee und Kuchen ist gesorgt. Es gilt die 2G-Regel.

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