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Lüske setzt auf ländliches Gartencenter

Das Familienunternehmen in der vierten Generation bemüht sich trotz einer Gebäudefläche von rund 15000 Quadratmetern um eine bäuerlich geprägte Architektur mit Satteldächern und Ständerwerk.

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Ein Hauch von Scheune neben den Gewächshäusern: So könnte der neue Frischemarkt aussehen. Der Entwurf stammt von Architekt Udo Scheffler, der bundesdweit 85 Gartencenter geplant hat. Dieses sei „außergewöhnlich“,  meinte Scheffler im Planungsausschuss.

Ein Hauch von Scheune neben den Gewächshäusern: So könnte der neue Frischemarkt aussehen. Der Entwurf stammt von Architekt Udo Scheffler, der bundesdweit 85 Gartencenter geplant hat. Dieses sei „außergewöhnlich“, meinte Scheffler im Planungsausschuss.

Große Gewächshäuser in Satteldach-Optik, eine Frischemarkt gestaltet wie eine üppige Scheune, dazu ein großes Café mit Außenterrasse: Die Entwürfe für das neue Gartencenter der Familie Lüske in Stapelfeld sind im Planungsausschuss des Cloppenburger Rates auf einhellige Zustimmung gestoßen.

Der Ausschuss empfahl, den bestehenden Flächennutzungsplan im Dreieck zwischen der E 233 und der B 68 zu ändern, damit das Vorhaben realisiert werden kann. Von den 7,4 Hek­tar, die bisher der Landwirtschaft gewidmet waren, gibt die Familie rund 1,4 Hektar zum Ausbau der Europastraße ab. Auf den verbleibenden sechs Hektar will Lüske die eigene Aufzucht von Pflanzen und den Verkauf mit einem touristischen Angebot verbinden.

Rund 4000 Quadratmeter neue Gewächshäuser sind für die Produktion vorgesehen. Der Frischemarkt mit Obstgemüse und Fleisch wird auf rund 800 Quadratmeter wachsen. Dieser Gebäudeteil erinnert mit einem Ständerwerk und der Balkenkonstruktion an eine große Scheune. Auch die verglasten Trakte daneben lehnen sich mit ihrer Dachform an bäuerliche Bauweise an. „Wir wollen den ländlichen Charakter hervorheben“, erklärte Mitinhaber Henning Lüske auf Nachfrage. Architekt Udo Scheffler betonte, der Neubau werde „kein gewöhnliches Gartencenter“. Hinter einem 280 Quadratmeter großen Eingang erstrecken sich ein „Warmhaus“ mit Zimmerpflanzen (2257 Quadratmeter) und eine „Kalthalle“ mit Bett- und Balkonpflanzen (2647 Quadartmeter). Der teilüberdachte Baumschul-Bereich mit dem Verkauf von Jungbäumen und Gehölzen soll rund 2060 Quadratmeter umfassen. Die gesamte Verkaufsfläche addiert sich nach Angaben des Architekten auf 7240 Quadratmeter.

Die Familie unterstreicht die regionale Verwurzelung und Ausrichtung ihres neuen Vorhabens. Die Kombination aus Direktvermarktung von Lebensmitteln und Pflanzen aus eigener Produktion sei in Deutschland einmalig. „Wir sind Gärtner und Landwirt“, betonte Juniorchef Henning Lüske gestern in einer Pressemitteilung. „Wir wollen die Produktion von Pflanzen und Nahrungsmitteln nicht verfremden, sondern diese in ihrer ganzen Faszination und Vielfalt zugänglich machen.“

Um selbst erzeugte und regional gewachsene landwirtschaftliche und gärtnerische Produkte in einem Objekt anbieten zu können, führe an einer Betriebsvergrößerung „kein Weg vorbei“. Der alte Standort an der B 68 biete dazu nicht genug Entwicklunsgpotenzial. „Der Fokus auf natürliche Produkte und Service wird bleiben, nur die Art der Präsentation ändert sich und wird durch Erlebniselemente ergänzt“, teilte das Familienunternehmen mit, das von Joachim Lüske mit seiner Frau Elisabeth und seinem Sohn Henning geführt wird.

Das Konzept beinhaltet Kooperationen mit Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Auch Vereine und Freizeitgruppen sollen in Seminaren, vom Anbau bis zum Kochtopf, kreativ werden. Unter dem Motto „Land(er)leben“ entstehe ein integriertes Hof-Café sowie ein Erlebnisspielplatz mit einer Tierwiese, die als Ausflugs­ziel dienen werde, teilte die Familie mit.

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