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Lohner Grundschüler lernen auch in den Ferien

Seit 3 Wochen läuft das Sommercamp der Stadt Lohne und des Ludgerus-Werkes. Die Pädagogen erkennen bei den Kindern viele Defizite, die jetzt aufgeholt werden sollen.

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Zusammenarbeit gefragt: Die 4. Klasse des ersten Sommercamp-Durchgangs spielt mit ihren Betreuern Nils Bührmann und Sina Ripke in der Von-Galen-Schule das Geschicklichkeitsspiel "Team-Kran". Foto: Kessen

Zusammenarbeit gefragt: Die 4. Klasse des ersten Sommercamp-Durchgangs spielt mit ihren Betreuern Nils Bührmann und Sina Ripke in der Von-Galen-Schule das Geschicklichkeitsspiel "Team-Kran". Foto: Kessen

Eigentlich sollte es auf den Fluren der Von-Galen-Schule Lohne momentan ganz still sein: Es sind Sommerferien. Doch beim Gang durch die Schule sieht man immer wieder Klassenräume, in denen viele Kinder spielen und lernen. Ein ungewöhnliches Bild zur Ferienzeit, das bei genauerem Betrachten aber Sinn ergibt, denn der erste Teil des Lohner Sommercamps hat für 2 Wochen in der Von-Galen-Schule stattgefunden.

Organisiert wird das Sommercamp von der Stadt Lohne in Zusammenarbeit mit dem Ludgerus-Werk. "Fast ein halbes Jahr Corona-Lockdown und Distanzunterricht haben Spuren bei den Schülerinnen und Schülern hinterlassen", meint Ulrike Ripke, die als pädagogische Mitarbeiterin des Ludgerus-Werks zuständig für die Organisation des Camps ist. Diese Defizite sollen nun mit dem insgesamt 4-wöchigen Sommercamp für Grundschüler aufgeholt werden.

Insgesamt finden 2 Durchläufe statt

In den Sommerferien werden zwei Camps angeboten: Der erste Durchlauf in der Von-Galen-Schule für die Schüler der Grundschule Kroge, der Franziskus-Schule und der Von-Galen-Schule ist nach 2 Wochen bereits am Freitag (6. August) zu Ende gegangen. Das 2. Camp findet für die Schüler der Ketteler-Schule, der Grundschule Brockdorf sowie der Gertrudenschule ab Montag (9. August) ebenfalls für 2 Wochen immer von 8 bis 13 Uhr in den Räumen der Ketteler-Schule statt.

Bis zu 60 Kinder hätten in den Camps jeweils teilnehmen können, schlussendlich wurden etwa 40 Kinder pro Camp angemeldet. "Es hätte zwar noch mehr Zuspruch geben können, aber wir sind damit zufrieden", sagt Ripke. Einige Familien hätten ihren Urlaub schon gebucht, da hätte es zeitlich nicht mehr gepasst. Aufgeteilt sei das Camp, wie auch in der Grundschule, in 4 Klassen. Betreut werden diese von Lehramtsstudenten in der Endphase ihrer Ausbildung. "Wir konnten da auf einen großen Pool zurückgreifen, da viele der Studenten schon vorher an den Schulen ausgeholfen haben", erklärt Ripke. 

Grundschüler bringen viele Defizite mit

Die Pädagogische Mitarbeiterin berichtet, dass "relativ schnell große Defizite bei den Kindern" festgestellt werden konnten. So würden den Schülerinnen und Schülern vor allem Kompetenzen im Bereich Lesen und dem sozialen Miteinander fehlen. "Bei der 1. Klasse merkt man zudem, dass sie den Schulalltag noch gar nicht richtig kennen." Diese Kompetenzen sollen den Teilnehmern im Camp vermittelt werden - einerseits mit klassischem Unterricht wie Rechnen und Schreiben, andererseits aber auch spielerisch mit Sport, Spiel und Ausflügen. „Der Spaß darf natürlich in den Ferien nicht fehlen“, sagt Ulrike Ripke.

Das Sommercamp, das eine Premiere für das Ludgerus-Werk ist, geht auf einen Antrag der CDU-Fraktion im Stadtrat zur Unterstützung von Kindern in den Sommerferien zurück. Für die Eltern der Kinder ist das Camp kostenlos; finanziert wird das Projekt durch die Stadt. Dabei kann die Verwaltung mit Förderungen des Niedersächsischen Kultusministeriums planen, die das Sommercamp über ihr Projekt "Lernräume" unterstützen.

Corona-Bestimmungen werden berücksichtigt

Auf Trab gehalten wird das Camp von der Corona-Pandemie. "Wir testen die Kinder 2-mal in der Woche und die Klassen machen versetzt Pause", sagt Ripke. Da der Schulhof so groß sei, könnten sich die Kinder auch gut verteilen. Bei einer Testung am vergangenen Mittwoch habe es einen "falsch positiven" Corona-Fall gegeben: "Es mussten aber alle Kinder der Klasse nach Hause und einen PCR-Test machen", erläutert Ripke. Sollte die Inzidenz des Landkreises über 35 steigen, wären laut der Organisatorin wohl schärfere Hygienemaßnahmen erforderlich: "Unabhängig davon werden wir beim Camp in der Ketteler-Schule 3-mal wöchentlich testen."

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