Wegen eines medizinischen Notfalls wäre es am Mittwochabend (14. Januar) beinahe zu einem Unfall auf der Autobahn 1 gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag berichtet (15. Januar), fuhr gegen 18.45 Uhr ein Sattelzug auf der Autobahn 29 in Schlangenlinien und immer wieder auf dem Seitenstreifen. Die Beamten entschlossen sich daher, den Fahrer auf dem Parkplatz an der Bundesstraße 213 zu kontrollieren.
Als Autobahnpolizisten die Tür der Fahrerkabine öffneten, sahen sie, dass der 42-jährige Lkw-Fahrer aus Höltinghausen einen medizinischen Notfall erlitt und unter anderem nicht mehr sprechen konnte.
Alkoholeinfluss oder Betäubungsmittel seien nicht auszuschließen
Die Beamten alarmierten umgehend einen Rettungswagen und leisteten Erste Hilfe. Fachkräfte versorgten den Höltinghauser und brachten ihn in ein Krankenhaus.
Kurz bevor die Beamten auf den Mann aufmerksam wurden, kam es auf der Autobahn 1 beinahe zu einem Unfall mit einem Auto-Anhänger-Gespann. Der Lkw-Fahrer aus Höltinghausen überholte laut Mitteilung das Gespann und kam dabei nach rechts ab, sodass der 54-jährige Fahrer des Autos auf den Seitenstreifen ausweichen musste, um nicht mit dem 40-Tonner zu kollidieren. Der Autofahrer aus Dinslaken blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Polizei sei nicht auszuschließen, dass Alkohol oder Betäubungsmittel, neben dem medizinischen Notfall, zur Fahrweise des Höltinghauser beigetragen hätten. Ob die Verkehrskontrolle und das Stoppen des Lkw Schlimmeres verhindert haben, ist unklar. Gegen den 42-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.