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LIFE etabliert sich als feste Größe der frühkindlichen Bildung

Die Lohner Initiative zur Förderung des Elementarbereichs unterstützt die Umsetzung von MINT-Projekten. Der Verein sieht sich auf dem richtigen Weg.

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Setzen sich für den Verein ein: (von links) Herbert Winkel, Walter Sieveke, Ferdinand Fössing, Ursula gr. Holthaus, Ulrich Pelster und Martin Kreyenschmidt. Foto: Fössing

Setzen sich für den Verein ein: (von links) Herbert Winkel, Walter Sieveke, Ferdinand Fössing, Ursula gr. Holthaus, Ulrich Pelster und Martin Kreyenschmidt. Foto: Fössing

Die Lohner Initiative zur Förderung des Elementarbereichs – kurz LIFE – hat sich zu einer festen Größe der frühkindlichen Bildung in der Stadt entwickelt. So urteilte jüngst der neue erste Vorsitzende des Vereins, Martin Kreyenschmidt, während der Generalversammlung des Vereins. „Unser Ansatz geht voll auf, gemeinsam mit den örtlichen Kindergärten die kindliche Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene zu wecken und durch spielerisches Lernen die Kinder anzuregen und zu unterstützen, als kleine Abenteurer Natur und Umwelt zu entdecken.“

Kreyenschmidt dankte laut einer Mitteilung den Erzieherinnen und Erziehern der beteiligten Kindergärten sowie den Eltern für ihren Einsatz und ihr Engagement bei der Umsetzung von vielfältigen LIFE-Projekten. „Wir sind sehr stolz auf die hervorragende Zusammenarbeit mit den Kindergärten, denn davon lebt das innovative Konzept der kindgerechten und spielerischen Bildungsförderung durch LIFE.“

Einen besonderen Dank richtete Kreyenschmidt an die langjährige Vorsitzende Ursula gr. Holthaus. Diese habe sich stets mit außerordentlichem Engagement und Herzblut für LIFE und damit auch für die frühkindliche Bildung in Lohne eingesetzt.

Das Ziel: Die Neugierde der Kinder wecken und fördern

Der außergewöhnliche Ansatz von LIFE besteht nach Angaben des Vereins darin, dass Erzieherinnen beziehungsweise Eltern in die Lage versetzt werden, sogenannte MINT-Projekte – Projekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik – mit vielfältigen Aktionen und Wissensinhalten selber zu entwickeln und umzusetzen. Die Projektideen entstünden dabei häufig aus Fragen und Impulsen, die von den Kindern selbst ausgehen. „Unser Ziel ist es, die natürliche Neugier von Kindern und das kindliche Staunen über die vielfältigen Phänomene der Natur sowie technische Fragen wach zu halten und zu stärken“, wird Kreyenschmidt zitiert.

Die MINT-Förderung im Kindergarten eröffne einen neuen und entscheidenden Zugang zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, dessen Basis die kindliche Lust am Entdecken sei. „Wir setzen ganz bewusst in dieser entscheidenden Phase der kindlichen Entwicklung an, um unsere Kinder dabei zu unterstützen, Begeisterung für naturwissenschaftliche Fächer aufzubauen und ein auf den kindlichen Erfahrungshorizont zugeschnittenes, grundlegendes Verständnis zu entwickeln“, teilt der Vorsitzende zum Konzept mit.

Dabei stellt LIFE nach eigenen Angaben nicht nur finanzielle Förderungen zur Verfügung, die beispielsweise für die Anschaffung von Materialien oder die Finanzierung von Ausflügen eingesetzt werden können, sondern schafft auch die Rahmenbedingungen, um Kontakte herzustellen, Vernetzung zu ermöglichen und Impulse für die Projektgestaltung zu liefern. Zudem biete der Verein eine umfangreiche Projektdatenbank, die von allen Erzieherinnen der Kindergärten eingesehen werden könne, um den Erfahrungsaustausch zu unterstützten.

Eltern und Erzieherinnen geben positives Feedback

Der stellvertretende Vorsitzende Ferdinand Fössing blickte auf die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Geschäftsjahres zurück. „Coronabedingt konnten in diesem Jahr nicht alle Vorhaben wie geplant durchgeführt werden“, teilt er mit. Das Fazit falle dennoch positiv aus. „Das durchweg positive Feedback, das uns von Erziehern, Eltern und Kindern erreicht, zeigt uns, dass wir mit dem Konzept auf dem richtigen Weg sind“, betont der stellvertretende Vorsitzende.

LIFE hat sich aber nicht nur der Förderung naturwissenschaftlich orientierter Projekte verschrieben. Laut Kreyenschmidt unterstützt der Verein seit 2018 zusätzlich auch Initiativen im Bereich der sprachlichen Entwicklung.

Um weitere Einrichtungen für Kooperationen zu gewinnen, trafen sich in der vergangenen Woche einige LIFE-Mitglieder im Lohner Rathaus mit Vertretern der Lohner Kindergärten zum Austausch.


Fakten:

  • Der Verein „Lohner Initiative zur Förderung des Elementarbereichs“ – kurz LIFE – wurde 2007 auf Initiative des Physikers Ferdinand Fössing und des Chemikers Martin Kreyenschmidt gegründet.
  • Seit der Vereinsgründung wurden mehr als 80 Projekte gefördert, davon profitierten in den Lohner Kindertagesstätten fast 1500 Kinder.
  • Ziel des Vereins ist es, die Heranwachsenden für mathematische, technische und naturwissenschaftliche Phänomene zu begeistern.
  • Die Stadt fördert den Verein mit einem jährlichen Zuschuss von 12.000 Euro.
  • Für Fragen steht der Vorsitzende Martin Kreyenschmidt per E-Mail an life@lohne-life.de zur Verfügung.

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