Lernzeit folgt aufs „Grüne Abitur“
Die Cloppenburger Kreisjägerschaft freut sich über 55 erfolgreiche Prüfungsabsolventen bei der jüngsten Jägerprüfung.
Hans Passmann | 21.10.2020
Die Cloppenburger Kreisjägerschaft freut sich über 55 erfolgreiche Prüfungsabsolventen bei der jüngsten Jägerprüfung.
Hans Passmann | 21.10.2020

Als Prüfungsbeste erhielten Tobias Timphaus (Zweiter von links) und Dr. Stefanie Sievers aus den Händen des Jägerschaftsvorsitzenden Bernd Kurmann (rechts) ein Jagdmesser mit Widmung überreicht. Zum Erfolg gratulierten Harald Nienaber (links) und Kursleiter Günter Wangerpohl. Foto: M. Passmann
Jedes Jahr führt die Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg einen Vorbereitungskurs auf die Jägerprüfung durch. Dieser endete nun vor der Prüfungskommission. Insgesamt stellten sich 63 Anwärter der Prüfung, von denen 55 erfolgreich abschlossen. Der ursprünglich auf fünf Monate ausgelegte Vorbereitungskurs hatte sich durch die Corona-Pandemie um rund drei Monate verlängert. „Alle Teilnehmer zeigten durch ihre Beharrlichkeit und Ausdauer den Willen, den Kurs mit einer erfolgreichen Prüfung abzuschließen. Mit Recht wird die Jägerprüfung auch als ‚Grünes Abitur‘ bezeichnet“, sagte der Vorsitzende der Cloppenburger Jägerschaft, Bernd Kurmann aus Friesoythe. Gemeinsam mit Harald Nienaber, stellvertretend für Kreisjägermeister Herbert Pitann, beglückwünschte er die Absolventen und bedankte sich gleichzeitig bei den Ausbildern für die Vorbereitung auf die Prüfung. Kurmann fordert die Jungjäger auf, sich als Mitglieder der Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg und der örtlichen Hegeringe einzubringen. Die Jägerschaft biete dazu die Nutzung des Schießstands in den Bührener Tannen in Cloppenburg an. Dort kann mittwochs und samstags geschossen werden. Die Jäger halten auf dem Schießstand ferner eine Ausstellung insbesondere heimischer Tierarten, aber auch anderer jagdlicher Arten vor. Den Jungjägern wurde für ihr zukünftiges jagdliches Tun mit auf den Weg gegeben, dass sie mit der Prüfung zunächst die Lehrzeit abgeschlossen hätten, für sie nun aber die Lernzeit beginne. Auch müssten sie sich bewusst sein, dass sie nun mit Privilegien ausgestattet seien, die nur wenigen zustünden. Dies seien der Erwerb und Gebrauch einer Schusswaffe sowie das Töten von wild lebenden, jagdbaren Tieren zur nachhaltigen Nutzung. Dieses beinhalte eine „große Verantwortung“. Als Prüfungsbeste erhielten Tobias Timphaus aus Ahausen, der mit der Gesamtnote 1,0 abschnitt, und Dr. Stefanie Sievers aus Harkebrügge, die mit 1,6 bestand, ein Jagdmesser mit Widmung überreicht. Die Cloppenburger Jägerschaft bietet Anfang kommenden Jahres wieder einen Vorbereitungskurs auf die Prüfung an. Der Termin für einen Schnupperabend mit Informationen über Inhalte und Termine der Ausbildung und Prüfung werde rechtzeitig bekannt gegeben. Vorgesehen sei der Abend für den November. Der Ausbildungsbeginn ist – soweit coronabedingt möglich – für Anfang Januar 2021 geplant.Mit dem Jagdschein geht Verantwortung einher
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