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Langförden: Recyclingbetrieb steht in Flammen

Das Dach einer Halle ist durch die Flammen eingestürzt. Insgesamt 318 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bei dem Brand im Einsatz. Der Brand entstand wohl durch einen technischen Defekt.

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Über 300 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand in Holtrup. Foto: M. Niehues

Über 300 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand in Holtrup. Foto: M. Niehues

Bei einem Recyclingunternehmen für Kunststoffe in Holtrup bei Langförden kam es Montagmittag zu einem Großbrand, bei dem eine Produktionshalle völlig zerstört wurde. Darin befanden sich drei Recycling-Mühlen, mit denen Alt-Kunststoffe zur Wiederverwendung zu Granulat vermahlen werden. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bereits in Vollbrand.

Die Dachkonstruktion brach unter der Einwirkung von Flammen und Hitze sowie dem Gewicht der Solaranlage nach und nach zusammen. Die brennenden Photovoltaik-Elemente stürzten so in das Innere der Halle. Für die Feuerwehr erwies sich die Löschwasser-Versorgung vor Ort als große Herausforderung. Um mit Tanklöschfahrzeugen sowie aus Bächen und Teichen der Umgebung schneller Wasser zum Einsatzort zu bekommen, erhöhte Einsatzleiter Peter Eckhardt schnell die Alarmstufe auf 4. Die Freiwilligen Feuerwehren Langförden, Vechta, Visbek, Goldenstedt, Rechterfeld, Lutten, Dinklage, Bakum und Lohne waren mit insgesamt 318 Feuerwehrkräften vor Ort. Die Feuerwehrleute verlegten über große Distanzen Schläuche und errichteten Pumpen, um mit entsprechendem Druck das Wasser zum Brandort zu befördern. Zum Einsatz kamen auch die beiden Drehleitern aus Vechta und Lohne. Um Glutnester aus der Luft aufzuspüren, wurde zudem eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt.

Den Feuerwehrleuten gelang es, das angrenzende Wohnhaus der Eigentümerfamilie sowie weitere Produktionshallen des Recyclingbetriebes vor einem Übergriff der Flammen zu retten. Auch ein großer Dieseltank, der Treibstoff zur Stromerzeugung bevorratet, konnte so geschützt werden. Nachbarn der Umgebung wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Alle Einsatzkräfte am Brandort trugen FFP2-Masken, weil zu befürchten war, dass durch die zerstörten Eternit-Dächer der Halle Asbest freigesetzt worden sein könnte.

Die Brandursache sei mittlerweile klar: Ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden. Es handele sich womöglich um einen technischen Defekt, der zu dem Brand führte. Nach Angaben der Polizei wurde durch das Feuer niemand verletzt. Die geschätzte Schadenshöhe bewegt sich demnach im sechsstelligen Bereich. Vor Ort informierte sich auch Vechtas Bürgermeister Kristian Kater über die Einsatzlage.


Foto: M. Niehues
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