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Krieg in der Ukraine: Garreler Schüler laufen für den Frieden

Die Motivation ist hoch, die Garreler Oberschüler haben ein klares Ziel: Möglichst viele Runden des Hindernisparcours absolvieren, um viele Spenden zu sammeln.

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Hochmotiviert: Die Schüler der 9a und 9b drehen ihre Runden. Foto: Hoff

Hochmotiviert: Die Schüler der 9a und 9b drehen ihre Runden. Foto: Hoff

9.15 Uhr: Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 9a und 9b der Oberschule Garrel haben schon hochrote Köpfe. Der Puls geht schnell. Schweißperlen haben sich auf der Stirn gebildet. Das Herz pumpt und pumpt und pumpt. Doch die Motivation, weiterzumachen, ist enorm hoch. Seit 15 Minuten laufen die Jungen und Mädchen beim Sponsorenlauf, um Spenden für die Ukraine zu sammeln. Halbzeit. Weitere 15 Minuten haben sie noch vor sich.

Vor dem Lauf hatten die Jugendlichen Laufkarten bekommen, um sich im Familien- und Freundeskreis Sponsoren zu suchen, die festgesetzte Beträge pro gelaufener Runde spenden. Es bestand aber auch die Möglichkeit, einen Höchstbetrag festzulegen.

Das Geld, das am Ende bei der Aktion zusammenkommt, wird dem Hilfsangebot „Wir lassen euch nicht allein“ der Caritas und der Diakonie zugute kommen. Mit den Spenden sollen insbesondere Flüchtlinge und Hilfsbedürftige im Oldenburger Land unterstützt werden. Der Oberschule war bei der Auswahl des Hilfsprojekts wichtig, den Menschen direkt vor Ort helfend unter die Arme greifen zu können. Aber auch der Nachhaltigkeitsgedanke hat eine große Rolle gespielt, weil die Flüchtlinge längerfristig unterstützt werden sollen und nicht nur für den Augenblick.

„Der Durchschnitt hat etwa 25 Runden geschafft, die Bestleistung lag bei 33.“ Cengizhan Demir

Bei dem Lauf müssen die Schüler eine Vielzahl an Hindernissen überwinden, um eine 120 Meter lange Runde zu absolvieren. Erst geht es durch einen Mattentunnel, dann müssen die Jungen und Mädchen über einen hohen Mattenberg klettern, ist das geschafft, geht es durch ein Spinnennetz. Nächster Halt ist eine Slalom-Station, gefolgt von einem Sprunghindernis. Zum Ende einer jeden Runde müssen die Schüler sich noch mit einem Seil über ein Hindernis schwingen und über eine Schiffschaukel laufen. Dann geht's wieder von vorne los. An jeweils zwei Stationen können sich die Jugendlichen abstempeln lassen, damit auch jede Runde ordnungsgemäß gezählt wird. Diese Aufgabe übernehmen ebenfalls Schüler. Vor Ort sind zudem Johanniter, die von den Schulsanitätern unterstützt werden. "Zum Glück gab es bislang keine größeren Ausfallerscheinungen, lediglich kleine Wehwehchen. Eine Blase zum Beispiel", berichtet Oberschuldirektor Markus Berssen. 

Bereits 2 Tage zuvor hatten sich die jüngeren Jahrgänge dem Sponsorenlauf gestellt. "Der Durchschnitt hat etwa 25 Runden geschafft, die Bestleistung lag bei 33", berichtet Sportlehrer Cengizhan Demir, der die Organisation von Kai Schmid übernommen hat, der krankheitsbedingt ausgefallen war. Immer wieder feuert Demir die Schüler an, die sich zwischendurch keine Pausen gönnen.  "Es ist toll zu sehen, wie motiviert die Schüler sind und mit welchem Engagement sie sich um Sponsoren gekümmert haben. Dass wir hier einen so tollen Spendenlauf auf die Beine stellen können, ist – neben der akribischen Vorbereitung durch die Kollegen – die Leistung der Schüler. Es ist ihr alleiniger Verdienst und darauf sind wir als Kollegium sehr stolz", betont Berssen. 

Noch können Gebote für Gartenbänke abgegeben werden

Parallel zum Sponsorenlauf findet auch immer noch eine Auktion seitens der Oberschule Garrel (OM-Medien berichtete) statt. Der Erlös soll ebenfalls der Ukraine-Hilfe zugutekommen. Der Wahlpflichtkurs Technik der Klasse 10a hatte unter der Anleitung von Konrektor Stefan Hack drei Gartenbänke gebaut, die nun meistbietend für den guten Zweck versteigert werden, die Auktion endet am 25. März (Freitag). Die aktuellen Gebote für die Bänke liegen bei zweimal 500 Euro und einmal 150 Euro. Noch können höhere Summen per E-Mail an konrektor@oberschule-garrel.de oder telefonisch im Sekretariat unter 04474/89960 abgegeben werden.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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