Kreis Cloppenburg: Impfungen haben begonnen
In Barßel und Essen wurden die ersten Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen geimpft. (Update 20:36 Uhr)
Thomas Vorwerk | 27.12.2020
In Barßel und Essen wurden die ersten Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen geimpft. (Update 20:36 Uhr)
Thomas Vorwerk | 27.12.2020

Kühl transportiert: Das Serum wurde in Isolierbehältern zu den Einrichtungen gebracht. Foto: Thomas Vorwerk
Die Corona-Impfung ist im Landkreis Cloppenburg angelaufen. 2 Teams haben am Sonntag damit begonnen, Bewohner und Personal im St.-Leo-Stift in Essen sowie in der Facheinrichtung für Intensivpflege in Barßel zu impfen. Am Montag soll es dann mit 3 Teams in weiteren Alten- und Pflegeheimen weitergehen. 120 Impfungen sollen bis zum Abend erfolgen. Damit werden noch nicht alle Adressaten in den beiden Einrichtungen erreicht, weshalb die Reihe in den Folgetagen fortgesetzt wird. Grundsätzlich gebe es eine hohe Impfbereitschaft, sagte Cloppenburgs Erster Kreisrat Ludger Frische auf der Pressekonferenz in der Jugendherberge an der Thülsfelder Talsperre. Insgesamt habe es 2800 Rückmeldungen von Menschen aus 25 Einrichtungen gegeben, die sich impfen lassen wollen. Das entspricht einer Quote von 80 Prozent. Die beiden Häuser in Barßel und Essen waren gewählt worden, weil die Altersstruktur und Vorerkrankungen der Patienten eine hohe Priorität bedeuteten, erklärte Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg. „Die Impfung verhindert zuverlässig schwere Verläufe“, sagte Ministerialdirigentin Claudia Schröder, stellvertretende Krisenstabsleiterin des Landes Niedersachsen. Es sei zwar unklar, ob die Impfung alleine ausreicht, die Kette zu unterbrechen, sie helfe aber, Kapazitäten auf den Intensivstationen freizubekommen. „Wir brauchen trotzdem eine Therapie, falls der Impfstoff nicht anschlägt oder die Impfung verweigert wird“, mahnte Prof. Dr. Joachim Schrader, ärztlicher Leiter des Impfzentrums an der Talsperre. In der Nacht war das Serum in einem speziellen Lieferwagen nach Petersfeld gebracht worden, um die Kühlkette sicherzustellen. Wachpersonal ist rund um die Uhr vor Ort. Unter anderem mit der Polizei war zuvor eine Ortsbegehung gemacht worden, um potenzielle Angriffspunkte für Einbrecher auszumachen und gegebenenfalls zu sichern. Alle, die am Sonntag die Impfung bekommen haben, werden die zweite Dosis in exakt 21 Tagen verabreicht bekommen, also ebenfalls an einem Sonntag. Eine Woche später sollte der Schutz aufgebaut sein, so Claudia Schröder. Bis die Gruppe mit der höchsten Priorität - über 80-Jährige, Heimbewohner sowie alle Personen, die ambulant oder stationär in der Pflege tätig sind - durchgeimpft wurden, können rund drei Monate vergehen. Genaue Zahlen ließen sich aktuell nicht verlässlich nennen. Sobald aber die erste Gruppe behandelt wurde, kommt die zweite Prioritätsstufe an die Reihe, unabhängig davon, wie weit man in anderen Landkreisen ist.Zweite Dosis kommt in exakt 21 Tagen
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