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Kleines Kaufhaus Neuenkirchen hat ein neues Lager

Für den Transport der Waren vom Lager in den Verkaufsraum sind Autos nun überflüssig. Das erleichtert die Arbeit der Leiterin des Kleinen Kaufhauses, Hilda Große Holthaus, und der Ehrenamtlichen.

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Viel geschafft: Den Umzug der Waren in das neue Lager haben (von links) Hilda Große Holthaus, Birgit und Ferdinand Conze sowie viele weitere Ehrenamtliche erledigt. Foto: Lammert

Viel geschafft: Den Umzug der Waren in das neue Lager haben (von links) Hilda Große Holthaus, Birgit und Ferdinand Conze sowie viele weitere Ehrenamtliche erledigt. Foto: Lammert

Dienstagmittag war Schluss: Da hatten die Leiterin des Kleinen Kaufhauses an der Neuenkirchener Bahnhofstraße, Hilda Große Holthaus, und ihre 35 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer den gut 2 Monate dauernden Umzug des Lagers der Einrichtung von der Großen Straße ins Gebäude 8a an der Bahnhofstraße abgeschlossen.

Das Unternehmen Geo-tex Textilverwertung holte die letzten ausrangierten Textilien beim bisherigen Lager ab.
Ab kommenden Mittwoch können Bürgerinnen und Bürger nun Sachen, die sie dem Kleinen Kaufhaus, eine Einrichtung des Sozialdienstes katholischen Frauen (SkF) Vechta, zur Verfügung stellen wollen, im neuen Lager abgeben. Geöffnet ist es immer mittwochs in der Zeit von 15 bis 17.30 Uhr und donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr.

Das neue Lager liegt, darüber freut sich Hilda Große Holthaus, im Nachbargebäude des Kleinen Kaufhauses. Somit sind die Wege von der einen zur anderen Einrichtung nun deutlich kürzer als zuvor. "Damit brauchen wir auch keine Autos mehr für den Transport der Waren vom Lager zum Kaufhaus", erklärt die Leiterin.

Bisheriger Verpächter half bei Suche nach neuen Räumen mit

Der SkF hatte mit tatkräftiger Hilfe Olaf Möllers, dem Verpächter des bisherigen rund 100 Quadratmeter messenden Lagerraumes, das Erdgeschoss des Wohnhauses Escher gemietet. Nun stehen 110 Quadratmeter zur Verfügung.

Dass die Räume bis vor Kurzem noch als Wohnung dienten, bezeugen der offene Kamin und zahlreiche Gehörne, die an einer der Wände hängen. "Die dürfen wir mitverkaufen", sagt Hilda Große Holthaus beim Rundgang durch die Zimmer.

Die Raumaufteilung gefällt der Leiterin des Kleinen Kaufhauses in Neunkirchen, das am 7. März 2016 seine Pforten öffnete, sehr gut. Das ehemalige Kaminzimmer dient für die Lagerung von Porzellan, Gläsern und Heimtextilien wie Tischdecken und Bettwäsche.

Textilien lagern sorgfältig getrennt in Regalen

Im größten Raum sind – in den im alten Lager abgebauten und hier wieder aufgestellten Regalen – unter anderem Textilien – sorgfältig getrennt nach Geschlecht und Jahreszeiten – zu finden, zudem auch Spiele, Dekorationsartikel und "Bilder in Hülle und Fülle", wie Birgit Conze sagt, die zusammen mit ihrem Mann Ferdinand zum Kreis der Ehrenamtlichen, unter denen sich fünf Männer befinden, zählt.

Direkt an das Kaminzimmer grenzt der Raum an, in dem die Mitarbeiter die eingegangene Ware kontrollieren und festlegen, ob sie ihren Weg ins Kaufhaus findet oder an einen Verwerter geht, weil sie nicht den qualitativen Anforderungen genügt. Dann kommen Unternehmen wie etwa Geo-tex ins Spiel.

Alles, was reinkommt, wird kontrolliert. Bei Puzzles prüfen die Helfer sogar, ob die Zahl der Teile mit der auf dem Deckel angegeben übereinstimmt.

"Wir nehmen nur Kleingeräte an, weil uns für große der Platz fehlt."Hilda Große Holthaus, Leiterin des Kleinen Kaufhauses

Ein weiterer Raum steht für die Überprüfung der Elektrogeräte bereit, die Bürger abgeben. Elektriker Helmut Tiltmann testet sie alle. Bestehen sie den Test, erhalten sie einen Aufkleber mit dem Aufdruck "Geprüft nach VDE". "Wir nehmen nur Kleingeräte an, weil uns für große der Platz fehlt", sagt Hilda Große Holthaus. Dazu gehören etwa Waffeleisen, Toaster, Radios, aber auch Brotbackmaschinen, von denen derzeit viele im Lager eintreffen.

Einen Platz für die Automaten finden Birgit und Ferdinand Conze und die anderen im Lager Tätigen auch für diese Automaten immer. Dass ihre Arbeit zukünftig weniger werden könnte, befürchtet Hilda Große Holthaus nicht.

Pro Tag finden sich im Schnitt 30 bis 35 zahlende Kunden ein

Denn das Kleine Kaufhaus an der Bahnhofstraße laufe gut. Im Schnitt fänden sich auch nach der Wiedereröffnung vor gut 2 Wochen wie vor der durch Corona bedingten Schließung ab 15. Dezember 30 bis 35 zahlende Kunden pro Tag ein.

Auch das Engagement der Ehrenamtlichen ist wie deren Zahl konstant hoch geblieben. Wegen der Pandemie und der damit verbundenen Schließung ist niemand ausgeschieden.

Ein Grund dafür dürfte sein: Hilda Große Holthaus hat zu jedem während der Schließung Kontakt gehalten und am 7. März, dem 5. Jahrestag der Eröffnung, jedem persönlich eine Blume überreicht. Außerdem, so Ferdinand Conze, hatten alle Ehrenamtlichen wegen des Umzuges des Lagers trotz der Schließung viel zu tun.

  • Info: Das Kleine Kaufhaus in Neuenkirchen ist montags, dienstags, donnerstags und freitags zwischen 9.30 und 12.30 Uhr sowie 14.30 und 18 Uhr geöffnet, mittwochs 9.30 und 12.30 Uhr.

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