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Kirchensanierung in Osterfeine: Start soll am 1. November sein

Am Osterfeiner Gotteshaus wird einiges gemacht – insgesamt 567.000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Bei der Finanzierung soll eine Spendenaktion helfen.

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Bald sollen die Handwerker erscheinen: Die Innensanierung der Osterfeiner Kirche soll am 1. November beginnen und knapp 9,5 Monate dauern. Foto: Lammert

Bald sollen die Handwerker erscheinen: Die Innensanierung der Osterfeiner Kirche soll am 1. November beginnen und knapp 9,5 Monate dauern. Foto: Lammert

Die Arbeiten zur Innensanierung der katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt im Dammer Ortsteil Osterfeine sollen am 1. November starten. Am 15. August 2023 sollen sie abgeschlossen sein. Das teilte St.-Viktor-Pfarrer Heiner Zumdohme bei der Gemeindeversammlung der Pfarrgemeinde für den Kirchort Osterfeine am Donnerstag im Pfarrheim mit. Die geschätzten Kosten für die Maurer-, Elektro-, Tischler-, Naturstein-, Heizungs- und Windfangarbeiten belaufen sich auf 173.000 Euro. Hinzu kommen Nebenkosten in Höhe von 81.000 Euro. An diesen Kosten beteiligt sich das Bischöflich Münstersche Offizialat mit 165.000 Euro.

Nicht förderfähig sind nach Angaben des Kirchenprovisors Ralf Meyer-Hülsmann die Investitionen in Höhe von 313.000 Euro für die Ausmalung und Ausstattung der Kirche und die Überholung der Orgel. Die trägt die Pfarrgemeinde alleine. Ob es allerdings bei den derzeit noch angenommenen Kosten von insgesamt 567.000 Euro bleibt, sei derzeit noch nicht bekannt. Am 7. Juli finde die Submission statt. Erst dann seien verlässliche Angaben über die Höhe der Investitionssumme möglich, sagte der Provisor.

Derzeit fehlen der Pfarrgemeinde noch rund 19.000 Euro. Um die aufzubringen, regte Josef Gravemeyer, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Osterfeine, eine weitere Spendensammlung an, bei der die Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft Hand in Hand abreiten wollen. Problematisch werde es, wenn die Ausschreibung einen Kostenrahmen ergebe, der weit über den bisherigen Schätzungen liegt, sagte Pfarrer Zumdohme.

"Wir stehen vor einem kirchengeschichtlichen Einschnitt, von dem ich nicht weiß, wie es weitergeht."Pfarrer Heiner Zumdohme

"Die Kirche muss saniert werden. Ich wäre unglücklich, wenn wir jetzt etwas streichen müssten", betonte der Geistliche. Er wolle auch am Windfang und an den Arbeiten an der Orgel festhalten. Die 48.000 Euro für die Überholung des Instruments seien als erste Mittel vorhanden gewesen.

Ferner ging der Pfarrer auf den Strukturprozess der Katholischen Kirche im Bistum Münster und die geplanten Pastoralen Räume ein, die dem Umstand der sinkenden Zahl von Priestern Rechnung tragen. "Wir stehen vor einem kirchengeschichtlichen Einschnitt, von dem ich nicht weiß, wie es weitergeht."

Allerdings würden sich für die einzelnen Kirchengemeinden, an deren Bestand Münsters Bischof Dr. Felix Genn nicht rütteln wird, aus dem Prozess auch Chancen ergeben. "Wenn die Menschen vor Ort die Freiheit haben, Gemeinde zu gestalten, kann viel Gutes entstehen." Die Kirche werde Ehrenamtliche noch viel stärker einbinden und ihnen Aufträge erteilen müssen, dazu gehöre nach einer entsprechenden Ausbildung auch die Feier von Wortgottesdiensten mit der Verteilung der Kommunion.

Keine Missbrauchsfälle in Osterfeine bekannt

Dazu stellte Marlies Enneking aber klar: Die Gemeinde brauche auf diesem Weg Hilfestellungen. Zum Beispiel dabei, wer welche Aufgabe übernehmen könne. Pfarrer Zumdohme versprach, dass sich die Gremien der Pfarrgemeinde Gedanken machen werden, wie solche Hilfestellungen erfolgen können.

Wie bei den 3 anderen Gemeindeversammlungen in Damme, Neuenkirchen und Osterfeine sprach der Pfarrer über die Studie zum sexuellen Missbrauch von Kindern im Bistum Münster durch Priester. Die Ergebnisse seien grausam. Aus Osterfeine seien aber keine Fälle bekannt, sagte er.

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