Kinderrechte als Thema eines Workshops für Kinder
Angeleitet wurden die 10- bis 16-Jährigen von Nils Freye, Designpädagoge und Sozialarbeiter aus Bremen. Anbieter des Kurses war der Verein „Zukunft für Jugend“ Holdorf.
Heinrich Vollmer | 12.04.2026
Angeleitet wurden die 10- bis 16-Jährigen von Nils Freye, Designpädagoge und Sozialarbeiter aus Bremen. Anbieter des Kurses war der Verein „Zukunft für Jugend“ Holdorf.
Heinrich Vollmer | 12.04.2026

Am Ende der zwei Seminartage trugen die jungen Künstler auf Bitten des Referenten Nils Freye ihre Werke vor dem Jugendtreff zusammen. Foto: Vollmer
Farbenfroh, kreativ und mit einer klaren Botschaft: Zwölf Kinder und Jugendliche aus Holdorf haben sich jetzt 2 Tage lang im Jugendtreff des Vereins „Zukunft für Jugend“ mit dem Thema Kinderrechte auseinandergesetzt – und ihre Erkenntnisse mit Spraydosen auf Leinwände gebracht. Angeleitet wurden die 10- bis 16-Jährigen von Nils Freye, Designpädagoge und Sozialarbeiter aus Bremen. Er vermittelte den Teilnehmenden nicht nur die Grundlagen der Graffitikunst, sondern sprach mit ihnen auch über Rechte und Pflichten von Kindern und Jugendlichen. Themen waren unter anderem der Anspruch auf ein altersgerechtes Taschengeld ebenso wie die Pflicht, sich im Haushalt zu beteiligen. Spielerisch näherten sich die Jugendlichen dem Thema und setzten ihre Gedanken kreativ um. Vor dem Holzhaus des Jugendtreffs bot sich Passanten ein ungewohnt buntes Bild: Auf der Wiese arbeiteten die jungen Künstlerinnen und Künstler an ihren jeweils 1 Meter mal 1,20 Meter großen Leinwänden. Mit leuchtenden Farben, Schablonen und viel Fantasie entstanden Motive mit klaren Konturen – vom Sonnenuntergang am Strand über abstrakte Figuren bis hin zu Schriftzügen mit Botschaft. „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement die Jugendlichen bei der Sache sind.“ Jugendpfleger Timo Donner, der das Projekt organisiert hatte, begleitete die Gruppe und gab Anregungen bei der Motivwahl. „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement die Jugendlichen bei der Sache sind“, war aus dem Umfeld zu hören. Auch das Thema legale Graffitikunst kam nicht zu kurz: Referent Freye erklärte, wo Sprayen erlaubt ist – und wo nicht. Die meisten Leinwände wurden am Ende stolz mit nach Hause genommen und dürften dort künftig als Wandschmuck dienen. Larissa Büscher (16) ist nicht das erste Mal dabei. Die Schülerin findet diese Art der kreativen Auseinandersetzung mit jugendgerechten Themen nach eigenen Worten „cool“. Bereits im vergangenen Jahr war sie dabei. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Bürgerstiftung Holdorf, von der es große Anerkennung gab. Geschäftsführerin Stephanie Schlotmann zeigte sich beeindruckt vom Einsatz der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und den entstandenen Kunstwerken. Bereits zum 4. Mal stellte die Stiftung für diese Form der Jugendbildung 1000 Euro bereit – für Material, Verpflegung und das Honorar des Referenten. „So bleibt das Taschengeld der Kinder geschont und kreative Projekte wie dieses werden möglich“, hieß es vonseiten der Stiftung.
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