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Keine Mehrheit für Umwandlung der Bekenntnisschulen in Lohne

Der status quo in der Lohner Schullandschaft bleibt erhalten: Bei der Abstimmung über die Umwandlung der katholischen Bekenntnisschulen in Gemeinschaftsschulen gab es genau dafür keine Mehrheit.

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Sollen Bekenntnisschulen umgewandelt werden? In Lohne erreichten Befürworter keine Mehrheit.   Symbolfoto: dpa/Wüstneck

Sollen Bekenntnisschulen umgewandelt werden? In Lohne erreichten Befürworter keine Mehrheit.   Symbolfoto: dpa/Wüstneck

Die Stimmen wurden am Montag (22. November) im Lohner Rathaus ausgezählt. Demnach wurde an allen sechs Lohner Grundschulen das erforderliche Quorum nicht erreicht. Mehr als die Hälfte aller Eltern hätten für eine Umwandlung, also mit „Ja“ stimmen müssen. Insgesamt taten dies aber nur knapp 20 Prozent aller Eltern, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Zum Hintergrund: Wenn der Anteil nicht katholischer Schüler an einer Schule an vier aufeinanderfolgenden Jahren 30 Prozent überschreitet, sieht das Niedersächsischen Schulgesetz eine Abstimmung der Erziehungsberechtigten der Grundschüler darüber vor, ob sie eine Umwandlung der Bekenntnisgrundschule in eine Grundschule für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse wünschen. Aktuell trifft dies für alle Lohner Grundschulen, mit Ausnahme der Grundschule Kroge, zu. Um alle Erziehungsberechtigten am Meinungsbildungsprozess und an einer Entscheidung zu beteiligen, hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Lohne beschlossen, auch in der Grundschule in Kroge eine Befragung durchzuführen.

Drei Informationsabende zur Vorbereitung

Insgesamt waren die Eltern von 1181 Grundschülern zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Stadt Lohne hatte Informationsschreiben an alle Eltern verschickt. Diese wurden in zehn verschiedene Sprachen übersetzt, damit sich auch Eltern mit Migrationshintergrund korrekt über das Abstimmungsverfahren informieren konnten. Außerdem lud die Stadt alle Eltern zu drei Informationsabenden in die Realschule ein.

Letztlich gaben 540 Erziehungsberechtigte gaben ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag somit bei 45,72 Prozent. An vier Schulen fielen zwar mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf „Ja“ und damit pro Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule. Für eine tatsächliche Umwandlung hätten aber mehr als 50 Prozent aller Eltern mit „Ja“ stimmen müssen. Nicht abgegebene Stimmen zählten somit formal als „Nein“.

Über die Ergebnisse berät am Mittwoch (1. Dezember) der Schulausschuss der Stadt und schließlich der Rat am 15. Dezember. Zuletzt wurden die Lohner Eltern im Jahr 2015 zur Abstimmung über die Bekenntnisschulen aufgerufen. Auch damals wurde das erforderliche Quorum an keiner der sechs Grundschulen erreicht.

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