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Kein Corona: Feuerwehrleute atmen auf

Nach der Erkrankung eines Kameraden mussten 18 Cloppenburger Einsatzkräfte getestet werden. Dafür wurde die Fahrzeughalle umfunktioniert.

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Abstrich am Autofenster: In der Fahrzeughalle der Feuerwehr wurde eine „Straße“ eingerichtet, an der sich die Einsatzkräfte auf Covid-19 testen ließen.   Foto: Lichtfuß

Abstrich am Autofenster: In der Fahrzeughalle der Feuerwehr wurde eine „Straße“ eingerichtet, an der sich die Einsatzkräfte auf Covid-19 testen ließen.  Foto: Lichtfuß

Ein Corona-Fall in den eigenen Reihen hat seit vergangenem Donnerstag die Cloppenburger Feuerwehr beschäftigt. Eigentlich war es ein Einsatz, der mittlerweile schon vergessen wäre – nichts Aufregendes. Wenn nicht einer der Feuerwehrleute ein paar Tage später ein positives Coronatest­ergebnis bekommen hätte.

Dann begannen die Fragen: Hat sich jemand angesteckt? Kann es einen K1-Kontakt gegeben haben? „Eigentlich nicht. Im Einsatz tragen wir Masken, und die Fahrzeuge sind nur spärlich besetzt. Während der Löscharbeiten stehen wir eh im Freien. Trotzdem wollten wir Sicherheit haben, um uns nicht leichtfertig zu großen Teilen selber lahmzulegen“, erklärt Björn Lichtfuß, zuständig für die Pressearbeit der Feuerwehr.

Fahrzeughalle wird zur "Teststraße"

Am Donnerstagnachmittag wurde die Wehrführung informiert. Danach ging es ganz schnell. Am Freitagvormittag wurden 18 Kameraden im Feuerwehrhaus getestet. Dafür war eine Teststation im Feuerwehrhaus eingerichtet worden. Mit dem Auto konnten die zu Testenden in die Fahrzeughalle hinein- und wieder hinausfahren. Die Abstriche wurden von Kreisfeuerwehrärztin Almut Opolka genommen.

Die gute Nachricht folgte am Samstagabend: Stadtbrandmeister Horst Lade konnte mitteilen, dass alle Tests negativ ausgefallen waren. Erleichterung für die Kameraden, die sich vorsichtshalber schon einmal in die Isolation begeben hatten. Der Stadtbrandmeister zeigte sich zufrieden mit dem Corona-Einsatz: „Jetzt muss nur noch unser erkrankter Kamerad wieder gesund werden, dann ist tatsächlich alles gut abgelaufen. Alle Beteiligten haben bemerkenswert schnell und engagiert zusammengearbeitet. Die Feuerwehr Cloppenburg einsatzbereit zu halten, und vor allem die Gesundheit der Mannschaft haben für mich unbedingte Priorität.“

Dass man glimpflich davongekommen sei, habe man womöglich auch den eigenen Hygienemaßnahmen zu verdanken. Fahrzeuge würden nur zum Teil besetzt, nach dem Einsatz sämtliche Kontaktflächen in den ­Wagen desinfiziert. „Auch wenn es mitunter lästig ist, mit der Maske zu arbeiten, wir tun es. Der Aufwand lohnt sich, das haben wir jetzt ganz deutlich vor Augen geführt bekommen“, so Lade.

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