Kameradschaft trotzt Corona: Feuerwehr Langförden bittet zur Jahreshauptversammlung
Geschafft – trotz Corona! Die Feuerwehr Langförden hat ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Mit Maske und auf Abstand fanden Ehrungen, Wahlen und Beförderungen statt.
Endlich wieder zusammen: Fast alle Mitglieder erschienen zur Jahreshauptversammlung. Foto: E. Wenzel
"Feuerwehr ist auch Gesellschaft", meinte Vechtas Bürgermeister Kristian Kater (SPD). Umso schöner sei es, dass die Jahreshauptversammlung der Langfördener Feuerwehr jetzt als Präsenztermin stattfinden konnte. 62 aktive Mitglieder hat die Wehr; 52 kamen. Und: Innenminister Boris Pistorius (SPD) schickte eine Videobotschaft.
Trotz Corona leistete die Feuerwehr letztes Jahr 58.43,77 Dienststunden. Insgesamt wurde sie 68 Mal alarmiert; in 10 Fällen waren es Fehlalarme. Alle Tagungen fanden online statt.
Die Jahresberichte waren bereits im Vorfeld an die Damen und Herren zwecks Lektüre verschickt worden. Da die Versammlung 2020 ausgefallen war, gab es viel nachzuholen. Das hätte den zeitlichen Rahmen gesprengt, sagte Ortsbrandmeister Peter Eckhardt.
Als Gäste begrüßten Eckhardt und sein Stellvertreter Thomas Gerken besonders Bürgermeister Kristian Kater, Ortsbürgermeister Josef Kläne, die Erste Stadträtin Sandra Sollmann sowie Stefan Thole und Stefan Bussmann vom Fachdienst Bürger und Ordnungsdienste. Vor Ort waren außerdem Kreisbrandmeister Matthias Trumme, Stadtbrandmeister Jan Arthur-Müller und sein Stellvertreter Thomas Meyer.
Geehrt wurden rückwirkend für das Jahr 2020:
Werner Ostendorf für eine 60-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen
Klaus Heckmann für eine 50-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen
Gottfried Gerken für eine 50-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen
Werner Ostermann für eine 50-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen
Mario Faske für eine 25-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen
Tobias Ostendorf für eine 25-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen
Peter Eckhardt für eine 25-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen
Bereits Urkunden für 40 Jahre Treue bekommen hatten Rüdiger Holzenkamp und Günter Tölking.
In diesem Jahr wird Andreas Scheele für eine 40-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrlöschwesen geehrt. Eine ganz besondere Ehrung findet Anfang Juli im kleinen Kreis statt. Otto Niemann erhält eine Ehrung für seine 80-jährige Mitgliedschaft. Weitere Auszeichnunge sind für den Herbst angesetzt.
Werner Ostendorf erhält die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes. Foto: Ella Wenzel
Befördert wurden:
Feuerwehrfrauanwärterin Leona Tegenkamp zur Feuerwehrfrau
Feuerwehrmannanwärter Max Meyer zum Feuerwehrmann
Feuerwehrmann Alexander Ott zum Oberfeuerwehrmann
Oberfeuerwehrfrau Mindy-Maria Punte zur Hauptfeuerwehrfrau
Brandmeister und stellvertretender Stadtbrandmeister Thomas Meyer zum Oberbrandmeister
Die Wahlen liefen geheim ab. Josef Kläne und Sandra Sollmann dienten als Wahlhelfer. Foto: E.Wenzel
Wahlen: Zum ersten Sicherheitsbeauftragten wurde Bodo Lücking ernannt; er ist der Nachfolger von Michael Asbrede. Zum Gerätewart wurde Torsten Siemer auserkoren. Eckhardt bedankte sich zuvor bei dem scheidenden Gerätewart Alfons Diekmann. Sein Fachwissen habe in den letzten 6 Jahren beeindruckt und "der Stadt Vechta viel, viel Geld gespart".
Mit Rebeka Gerken hat Langförden nun eine erste Gruppenführerin. Sie folgt auf Florian Ostmann. Wiedergewählt als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart ist Lukas Surmann.
Corona-Fazit: Der Ausbildungsdienst und der Jugendfeuerwehrdienst hätten eingestellt werden müssen, bedauerte Eckhardt. Auch die Einweihung des neuen Tanklöschfahrzeuges TLF 4000 habe nicht wirklich gefeiert werden können. Kurz: Viel zu viel habe ausfallen müssen. Aber: Gesundheit gehe vor. Umso wichtiger sei die stets gute Unterstützung durch die Stadt, lobte Eckhardt.
Und: Die Feuerwehrleute seien durchaus kreativ gewesen. Die Langfördener boten Videoschulungen in Fahrzeug- und Gerätekunde an. "Das hat super geklappt", meint Eckhardt. Trotzdem fehle es an Dienstzeit. Der Stadtbrandmeister Jan-Arthur Müller appellierte daher auch, das Versäumte zügig nachzuholen.
Beendet wird die Veranstaltung von Eckhardt voller Zuversicht: "Nächstes Mal wird's anders. Mit ein bisschen mehr Party. Mit ein bisschen mehr Essen." Dennoch: "Ich bin froh, dass heute so viele da waren." Das sei in Zeiten der Pandemie nicht selbstverständlich.