Von der rohen Kartoffel zum leckeren Salat: Lars Bünnemeyer (links) und Kai Plog-Papenjohann kennen alle Produktionsschritte. Fotos: Wernsing
Zwischen modernen Produktionsanlagen und dem Duft nach Kartoffelspezialitäten in Addrup bei Essen starten Karrieren oft ganz unspektakulär – und enden in der Führungsebene. Die Geschichte von Kai Plog-Papenjohann und Lars Bünnemeyer zeigt, was möglich ist, wenn Vertrauen auf echte Chancen trifft. Den Namen Wernsing kennt hier jeder – spätestens beim Blick auf die bekannten Salate im Supermarkt-Kühlregal. Doch hinter den Kulissen verbirgt sich weit mehr als nur ein Lebensmittelhersteller. Es ist eine Welt der Möglichkeiten, die Kai und Lars auf ganz unterschiedlichen Wegen für sich entdeckten.
Der Weg ins Team: Unkompliziert & direkt
Ursprünglich wollte Kai Koch werden, doch die Arbeitszeiten schreckten ihn ab. Die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei Wernsing war die perfekte Alternative. Lars’ Weg war noch direkter: Auf der Suche nach einem Platz als Mechatroniker gab ihm sein Onkel den entscheidenden Tipp. Ein kurzer Anruf, ein Vorstellungsgespräch – „dann musste ich nur noch überzeugen“, erinnert sich Lars schmunzelnd. Was beide sofort beeindruckte, war die schiere Größe: „Diese Dimensionen, die Anlagen, die Abläufe – einfach riesig.“ Doch trotz der Größe herrscht familiäre Nähe. „Dann kommt Stefan Wernsing und sagt: Ich bin Stefan – nicht Herr Wernsing. Das schafft sofort eine entspannte Atmosphäre“, erzählt Kai.
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Ausbildung ohne langweilige Standards: Die „Riesenspielwiese“
Die Ausbildung bei Wernsing ist kein bloßes „Mitlaufen“. Alle drei Monate wechseln die Azubis die Abteilung. Das Spektrum ist gewaltig:
Technik pur: Von der Rohwarenannahme über Kältetechnik bis zur Automatisierung.
Handwerk: Zerspanung, Schweißen, Fräsen und Drehen – alles in der eigenen Zentralwerkstatt. „Kleinere Betriebe können das nicht bieten“, schwärmt Lars.
Wissens-Check: Ob Feinkost, Desserts oder TK-Produkte wie Pommes und Kroketten – durch das breite Portfolio haben Wernsing-Azubis in der Berufsschule einen echten Vorsprung gegenüber anderen Industrien. Ergänzt wird das durch innerbetrieblichen Unterricht und gezielte Prüfungsvorbereitung.
Karriere-Turbo: Vom Studenten zur Führungskraft
Wernsing lässt Talente auch nach der Ausbildung nicht fallen. Während ihres anschließenden Studiums hielten beide Kontakt zum Betrieb. In den Semesterferien kam oft der Anruf: „Hast du nicht Lust zu arbeiten?“ Kai nutzte die Zeit, um an neuen Anlagen mitzuarbeiten und schrieb schließlich seine Abschlussarbeit im Unternehmen.
Schmeckt gut: Kai und Lars überlassen die Qualitätskontrolle nicht nur Maschinen und Apparaten.
Das Ergebnis dieser Förderung: Mit nur 25 Jahren wurde Kai Abteilungsleiter – und das mitten in der Corona-Krise. „Natürlich war das ein Risiko, ich war jung. Aber ich bekam Vertrauen und Unterstützung.“ Lars startete als Projektleiter und verantwortet heute als stellvertretender Betriebsleiter Technik zentrale Bereiche.
Eine sehenswerte Galerie: Die Menschen, ihre Arbeit und ihre Produkte bei Wernsing. Fotos: Wernsing
Sicherheit ist unbezahlbar
„Gerade wenn man Verantwortung übernimmt – Haus, Familie, Verpflichtungen – braucht man Sicherheit“, betont Lars. Kai nickt: „Ich habe Studienkollegen gesehen, die trotz Master nichts gefunden haben oder in Zeitarbeit gelandet sind. Da merkt man erst, wie wertvoll Arbeitsplatzsicherheit ist.“ Bei Wernsing wird es zudem nie langweilig. „Hier steht ständig ein Kran auf dem Hof“, lacht Kai über die stetige Weiterentwicklung des Standorts. Der Rat von Lars und Kai an künftige Azubis? „Sei offen, trau dich und nutze die flachen Hierarchien, um daran zu wachsen.“
Übrigens: Das Werk von Wernsing liegt nur 3 Autominuten von der Vechtaer Kreisgrenze entfernt. Und hier geht es lang zur Lebensmittel-Metropole im Oldenburger Münsterland:
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