Jäger sehen Perspektive bei Schießstand
Die Jägerschaft des Kreises Cloppenburg hat sich in Thüle zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammengefunden. Der Vorstand wurde bei den Wahlen im Amt bestätigt.
Hans Passmann | 19.07.2021
Die Jägerschaft des Kreises Cloppenburg hat sich in Thüle zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammengefunden. Der Vorstand wurde bei den Wahlen im Amt bestätigt.
Hans Passmann | 19.07.2021

Zufrieden: Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Bernd Kurmann (rechts), zog eine positive Bilanz der Jagdjahre 2019/20. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder (von links) Herbert Pitann, Georg Flerlage und Harald Nienaber sahen eine gute Entwicklung. Foto: C. Passmann
Aufatmen bei der Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg. Der in den vergangenen Jahren sowohl unter der Bevölkerung als auch Jägern umstrittene Bau des Schießsportzentrums Ahlhorner Heide auf dem ehemaligen Bundeswehrschießstand in Ahlhorn hat eine große Hürde genommen. „Wir haben nun Ende Mai die Baugenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) erhalten“, teilte der Vorsitzende der Cloppenburger Jägerschaft, Bernd Kurmann, den Weidfrauen- und männern auf der Jahreshauptversammlung im Festzelt in Thüle mit. Somit würden nun weitere Bautätigkeiten erfolgen. "Wir brauchen den Schießstand für unsere Jäger dringend, denn in Zukunft wird von uns der Schießnachweis gefordert, um auf Jagd gehen zu können", sagte der Rechtsanwalt. Kurmann wird auch in den kommenden vier Jahren als Vorsitzender die Geschicke der Jägerschaft leiten. Er wurde ebenso im Amt bestätigt wie Stellvertreter Harald Nienaber, Kassenwart Georg Flerlage und Schriftführerin Monika Gansel. Ebenso soll Herbert Pitann weiterhin für 5 Jahre im Amt des Kreisjägermeisters verbleiben. Der Kreistag muss der Wahl noch zustimmen. In seinem Jahresbericht verwies der Vorsitzende unter anderem auch auf den Ankauf einer Grundstücksfläche beim Schießstand Bührener Tannen in Cloppenburg. Außerdem habe die Jägerschaft die Aussicht auf eine weitere Fläche. Sorgen bereitet derzeit der von den Jagdschützen im Hegering Barßel in Pacht betriebene Schießstand in Barßel. Hier gebe es Probleme mit der Verpachtung“, so Kurmann. Das "grüne Abitur" erhielten 2019 insgesamt 47 und in 2020 sogar 63 Nachwuchsjäger. "Unsere Ausbildung der Jungjäger über einen längeren Zeitraum ist bedeutend umfangreicher als in einem Schnellkurs", warb Kurmann. Insgesamt verzeichnet die Jägerschaft Cloppenburg 2800 Mitglieder. Eine gute Resonanz erfuhr die Ausbildung von Naturpädagogen und Standaufsichten. Die "Rollende Waldschule" habe bei den Gymnasien in Cloppenburg und Friesoythe Werbung für die Jägerschaft betrieben. Eine leichte Verbesserung sei beim Rückgang des Niederwildes zu beobachten - zum einen zurückzuführen auf Biotopverbesserungen und zudem auf die intensive Bejagung der Prädatoren (Raubtiere). In diesem Zusammenhang verwies Kurmann auf die starke Bejagung von Nutrias. Sowohl auf Kreis-, Bezirks- Landes- und Bundesebene erzielten die Cloppenburger Jäger im jagdlichen Schießen große Erfolge, so Kurmann. Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ermahnte der Vorsitzende die Jäger, das Schwarzwild weidgerecht zu erlegen. Das gehöre zum jagdlichen Anstand. In seinem Grußwort betonte Landrat Johann Wimberg, dass sich Jagd und Naturschutz hervorragend ergänzten und die Vorurteile gegen Jäger unberechtigt seien. "Wir haben in vielen Dingen, sei es die Afrikanische Schweinepest oder Vogelgrippe, eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Jägerschaft", betonte der Landrat.2019 und 2020 machten 110 Jäger das "grüne Abitur"
Fakten:
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