Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

In Damme fehlen Kindergartenplätze: Notgruppe soll in Container ziehen

Entspannen dürfte sich die Situation erst, wenn der Kindergarten Holter Kapelle fertig ist. Das wird aber noch dauern. Die Einrichtung soll zum Kindergartenjahr 2024/25 eröffnen.

Artikel teilen:
Noch steht dort ein Bauwagen: Auf dem unbebauten städtischen Grundstück an der Josefstraße sollen Container für eine weitere Notgruppe für Kinder über 3 Jahre sowie für eine Krippengruppe entstehen. Foto: Lammert

Noch steht dort ein Bauwagen: Auf dem unbebauten städtischen Grundstück an der Josefstraße sollen Container für eine weitere Notgruppe für Kinder über 3 Jahre sowie für eine Krippengruppe entstehen. Foto: Lammert

Damme wird unter anderem Container aufstellen lassen, um ausreichend Kindergartenplätze bieten zu können. Das hat der zuständige Ausschuss jetzt empfohlen. Damit soll die Zeit bis zur Fertigstellung der neuen und dann 9. Kindertagesstätte im Wohngebiet Holter Kapelle überbrückt werden.

Für mindestens 17 Kinder fehlen Plätze

In einem ersten Schritt will die Stadt für eine zum Beginn des Kindergartenjahres 2022/23 benötigte Notgruppe für Mädchen und Jungen ab 3 Jahren auf einem städtischen Grundstück bei der Kindertagesstätte St. Martin an der Josefstraße mobile Container aufstellen lassen.

Zudem sollen so auch schon Räume für eine weitere Krippengruppe geschaffen werden, die bei Bedarf ab dem 1. Januar nächsten Jahres zur Verfügung stehen sollen. Das alles haben die Mitglieder des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses in ihrer von Natalie Schwarz (CDU) geleiteten Sitzung am Mittwoch im Rathaus dem Stadtrat einstimmig als Beschluss empfohlen.

Josefstraßen-Anwohner befürchten noch mehr Verkehr

Zuvor hatten Anwohner der Josefstraße allerdings Bedenken geäußert. Sie fürchten eine wachsende Verkehrsbelastung auf der Straße. Schon jetzt seien die Zustände von montags bis freitags ab 7.30 Uhr chaotisch, wenn die Eltern ihre Kinder zu den Kindertagesstätten St. Martin und St. Katharina bringen, hieß es. Der Zustand werde sich verschlimmern, wenn es weitere Kindergartengruppen an der Josefstraße geben werde.

Die Problematik sahen auch Ausschussmitglieder sowie Siegfried Böckmann, der den Geschäftsbereich Kindergärten beim Andreaswerk verantwortet. Das Andreaswerk ist Träger der Kindertagesstätte St. Martin, an die die neue Notgruppe für die über 3 Jahre alten Kinder angedockt werden soll – ebenso wie die neue Krippengruppe, wenn sie denn ab Anfang 2023 zustande kommen muss.

Andreaswerk dockt Notgruppe an Kindergarten St. Martin an

Vereinbart sei zwischen der Stadt und dem Andreaswerk, dass diese Gruppen nach deren Fertigstellung in die Kindertagesstätte Holter Kapelle umziehen, die ebenfalls das Andreaswerk betreiben wird, hieß es. Die neue Kindertagesstätte soll nach Worten von Bürgermeister Mike Otte (CDU) mit Beginn des Kindergartenjahres 2024/25 ihre Türen öffnen.

Mit Blick auf die bis zum Umzug noch angespanntere Verkehrssituation auf der Josefstraße sagten der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Hörnschemeyer und Siegfried Böckmann übereinstimmend, hier müssten sich die Verantwortlichen mit den Anwohnern zusammensetzen und nach einer Lösung suchen.

Kosten für Containerlösung sind noch offen

Noch keine Angaben konnte Bürgermeister Otte zu den Kosten für die mobilen Räume machen. Allerdings zögen die Preise derzeit wegen des Krieges in der Ukraine und der hohen Zahl an Flüchtlingen deutlich an. Die Ausgaben finanzieren wolle die Stadtverwaltung aus einer Kostenstelle mit einem Volumen von 200.000 Euro für die Kindertagesstätte Holter Kapelle für die Einrichtung von Notgruppen.

Birgit Herzog, die in der Stadtverwaltung auch für die Kindertagesstätten zuständig ist, hatte zu Beginn der Beratung erklärt, dass beim jüngsten Anmeldeverfahren für das nächste Kindergartenjahr 17 Mädchen und Jungen, die älter als 3 Jahre sind, keinen Platz erhalten haben. Hinzu komme, dass es nicht möglich sei, die Notgruppen in den Einrichtungen St. Benedikt und St. Katharina fortzusetzen.

Kindergarten St. Christophorus soll Integrationsgruppe bekommen

Außerdem: Die Pfarrgemeinde St. Viktor als Trägerin des Kindergartens St. Christophorus hat beantragt, in dieser Einrichtung zwei Integrationsplätze zu schaffen, wodurch sieben Plätze weniger zur Verfügung stehen würden, weil eine Integrationsgruppe nicht aus 25 Kindern wie eine Regelgruppe besteht, sondern aus 18.

Auch im Krippenbereich sei die Nachfrage nach Plätzen im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren erheblich gestiegen, sagte Birgit Herzog. Ob aber tatsächlich eine weitere Krippengruppe notwendig sein wird, lasse sich erst in einigen Wochen abschätzen.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

In Damme fehlen Kindergartenplätze: Notgruppe soll in Container ziehen - OM online