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"Ich mag Menschen – eine gute Eigenschaft"

Sehr persönliche Ansichten: Zehn Fragen an Björn Lichtfuß. Der Cloppenburger ist Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Cloppenburg.

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Björn Lichtfuß.   Foto: Vorwerk

Björn Lichtfuß.   Foto: Vorwerk

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Gut ist es gegangen. Ja, trotz Corona. Ich habe keinen Grund, zu jammern. Wenn ich auf die letzten zwei Jahre zurückblicke, dann kann ich sagen, ich habe viel Glück gehabt. Beruflich hat es sich gut entwickelt, meine Familie ist bislang von Corona verschont geblieben. Wir haben alle fast durchgehend arbeiten können und das Home-Schooling der Kinder hat gut geklappt. Ab und zu zwickt´s im Rücken, aber das vergeht auch wieder.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Ich gönne es mir manchmal einfach faul zu sein. Ein Wochenende ganz ohne etwas Produktives zu tun, das ist wunderbar. Auch ein freier Tag mitten in der Woche. Ansonsten gönne ich mir nur selten wirklich große Sachen. Ein Tonbandgerät habe ich mir vor einiger Zeit gekauft. Völlig überflüssig, aber es macht mir große Freude. Es muss nur noch geklärt werden, wo es stehen darf...

Wenn Sie König/in von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?
Ich würde meinem Volk raten, die Monarchie abzuschaffen und mich mit einem ordentlichen Ehrensold in die Karibik zu schicken. Aber gut, darüber sollte ich noch einmal nachdenken. Was schaffe ich zuerst ab? Kinderarmut und ungleiche Chancenverteilung. Das wäre mir wichtig. Sozialarbeiter und gute Angebote für Kinder und Alleinerziehende vor allem in benachteiligten Gegenden. Dann schaffe ich auch noch Schulgebühren für angehende Pflegekräfte ab. Wo sind wir denn?!

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Wenn alles gut geht, dann wird in zwei Wochen der Traum von unserer ersten Stammtischfahrt Wirklichkeit. Das wird nach gefühlt 20 Jahren auch mal irgendwie Zeit. Hoffentlich lässt die Coronalage das auch zu.

Was tun Sie am liebsten?
Was für eine Frage. Kann ich gar nicht konkret beantworten. Was ich aber unheimlich gerne tue, ist ein Ausflug nach Dangast. Dann bei Kuchen und heißer Schokolade im Alten Kurhaus, das tue ich sehr gerne.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich mag Menschen, da bin ich ganz glücklich drüber. Eine gute Eigenschaft. Auf der anderen Seite lasse ich es manchmal schleifen, wenn es darum geht, hier und da mal wieder anzurufen oder ein paar Zeilen zu schreiben. Hier könnte ich fleißiger sein. Hoffentlich verzeiht man mir das!

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Ich habe dem Hund gesagt, wenn Einbrecher kommen, dann soll er sich nicht unglücklich machen. Zumindest nicht wegen des Fernsehers, aber wegen der Stereoanlage und des Radios unbedingt. Die bleiben hier. Ok, das war nicht die Antwort auf die Frage. Muss ich mir jetzt eine Antwort ausdenken? Fernsehen wird mir halt immer unwichtiger.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
All diejenigen, denen ich viel zu selten schreibe, oder die ich zu selten anrufe. Und, nach zwei Jahren ohne Cityfest, natürlich auch die Menschen, die man ansonsten nur genau dort trifft. Ach ja, dann ist da noch der Freund in Lübeck. Den muss ich doch auch bald einmal wiedersehen. Vielleicht rufe ich ihn erst einmal an...

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Also, Lasagne wie meine Frau sie macht und unseren früheren Favoriten „schnelles Fleischgericht“. Eier in Senfsauce, Rindfleisch in Dillsauce beides von meiner Mutter, Szegediner Gulasch, die Wildsauce von Thomas Taphorn – notfalls mit dem Löffel, falls die Beilagen aufgegessen sind. Gemüsedöner von Mustafa Demir in Berlin und Palatschinken mit Wildfüllung. Bratwurst mit allen Feuerwehrkameraden. Selbst gefangenen Hering mit Pellkartoffeln und Quark mit gesalzener französischer Rohmilchbutter. Bevor es ein Kochbuch wird, schließe ich mit Schwarzwurzeln, Grünkohl (mit alles) und Rosenkohl.

Welches Thema von OM-Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Als Pressesprecher der Feuerwehr Cloppenburg interessiert mich natürlich die Berichterstattung über unsere Einsätze und unser Leben in der Wehr im Allgemeinen ganz besonders. Da freue ich mich über die Aufmerksamkeit, die man uns entgegenbringt.


Zur Person:

  • Björn Lichtfuß wurde 1975 in Rinteln an der Weser geboren, 1979 kam er mit seinen Eltern nach Cloppenburg.
  • Nach der Schule und der Lehre war er vier Jahre lang Zeitsoldat bei der Marine in Tarp und Nordholz.
  • Seit 1993 ist er Mitglied der Feuerwehr Cloppenburg und ist dort unter anderem als Pressewart tätig.
  • Er lebt in Cloppenburg mit Frau, zwei Kindern und Hund Lotte.
  • Seit Mai 2021 arbeitet er bei der Stadt Cloppenburg. Zum August 2021 wurde Lichtfuß zum Standesbeamten bestellt. Daneben betreibt er einen kleinen mobilen Wein und Whiskyhandel: „Ein liebgewonnenes Überbleibsel aus alten Zeiten“.

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