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Herbert Winkel genießt die Natur und sein "neues Leben"

Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Herbert Winkel. Der ehemalige Landrat hat mehr Freizeit – und neue Tätigkeiten.

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Weiter aktiv für die Region: Herbert Winkel zeigt eine Grußkarte der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Er ist Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der PHWT gGmbH. Foto: Tzimurtas

Weiter aktiv für die Region: Herbert Winkel zeigt eine Grußkarte der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Er ist Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der PHWT gGmbH. Foto: Tzimurtas

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Gut! Nach mehr als einem Jahr nach meinem Ausscheiden aus dem Amt als Landrat des Landkreises Vechta bin ich gut in meinem neuen Leben angekommen. Es hat erst etwas gebraucht, sich umzustellen. Ich bin sehr zufrieden, dass ich noch Tätigkeiten im EWE-Verband und bei der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik Diepholz/Vechta und ehrenamtlich beim Lohner Jugendtreff und im Vorstand der CDU-Lohne wahrnehmen darf. Außerdem habe ich mehr Zeit für Freizeitgestaltung und stehe nicht mehr so unter Termindruck wie früher.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Im Juni dieses Jahres haben meine Frau und ich uns einen Traum erfüllt und sind knapp 3 Wochen in einem Wohnmobil und mit einem befreundeten Ehepaar über Schweden bis zu den Lofoten durch Norwegen gefahren und von Bergen aus mit dem Schiff zurückgekehrt. Die Landschaft Norwegens ist atemberaubend schön, und es hat sehr viel Freude gemacht.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Da hätte ich einiges abzuschaffen oder zu ändern. Als Erstes gehört dazu sicher das Gießkannenprinzip zum Beispiel bei den jetzigen Energiezuschüssen. Es kann nicht richtig sein, dass wir in Deutschland nicht in der Lage sind, Förderungen zielgerichtet an bedürftige Menschen auszuschütten und stattdessen angeblich mangels digitaler Möglichkeiten mehrere Milliarden Euro an Menschen zahlen, die nicht in Not sind. In Estland durfte ich kennenlernen, wie Digitalisierung in der heutigen Zeit funktionieren kann. Da gibt es in Deutschland noch viel Aufholbedarf. Weiterhin ist der Breitbandausbau bis in die letzten Ecken Deutschlands nicht umgesetzt, und selbst auf den Autobahnen gibt es nicht immer Mobilfunkempfang. Außerdem hat ein Bürokratieabbau noch nie wirklich stattgefunden. Im Gegenteil!

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen können?
Wir haben fest vor, nochmal den Süden Norwegens zu erkunden. Ich hoffe, dass wir dieses in 2024 schaffen. Ein Traum wäre, unser Haus energetisch auf den neuesten Stand zu bringen und unabhängiger von fossilen Energien zu werden. Erste Schritte sind begonnen, aber es ist ein langer und kostspieliger Weg.

Was tun Sie am liebsten?
Am liebsten bewege ich mich in der Natur. Das können vielfache Arten von sportlicher Bewegung sein: vom Spazierengehen über Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen bis hin zum Skifahren oder auch Gartenarbeit. Außerdem bin ich gerne mit Menschen zusammen und mag Reisen. Mein Interesse für Politik spielt ebenfalls eine große Rolle.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Das können andere Menschen sicher besser beurteilen. Mir wird immer gespiegelt, dass ich gut mit Menschen umgehen und gut vermitteln kann mit meiner ruhigen Art. Innerlich ist das allerdings nicht immer so. Da fühle ich mich manchmal zu kritisch und ungeduldig.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Fernsehen steht bei mir nicht oben auf der Agenda. Nachrichten sind ein tägliches Muss sowie andere politische Sendungen. Ein guter Film aus der Mediathek der öffentlichen Sender darf es auch gerne mal sein oder Reisedokumentationen.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Da habe ich lange überlegt, weil ich doch einige bekannte Menschen aus der Politik schon kennenlernen durfte. Ich habe große Anerkennung für Frau von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission. Mit ihr würde ich gerne mal über ihre jetzige Position und die damit verbundenen Aufgaben und wie sie an diese herangeht sprechen.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Bei der Essenauswahl bin ich nicht so wählerisch. Generell habe ich meinen Fleischkonsum in den letzten Jahren reduziert. Allerdings esse ich gerne in dieser Zeit mal ein deftiges Grünkohlgericht mit Kassler, Mettwurst und Pinkel. Da dieses Gericht zu Hause nicht so beliebt ist, bereite ich es für mich alleine auch meist nicht zu.

Welches Thema bei OM-Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
In diesem Jahr sicher der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die Not der Menschen dort. Außerdem die damit verbundenen Auswirkungen auf uns vor Ort unter anderem durch die Flüchtlingsströme und die Energiekrise.


Zur Person:

  • Herbert Winkel wurde am 28. Juli 1956 in Euskirchen geboren.
  • Familienstand: Verheiratet, zwei Kinder.
  • Der Jurist war zunächst in der Finanzverwaltung und im niedersächsischen Finanzministerium tätig.
  • Von Dezember 1992 bis August 1998 war er im Dienst der Stadt Lohne. Er war Stadtkämmerer und stellvertretender Stadtdirektor.
  • Am 1. September 1998 wurde er Erster Kreisrat des Landkreises Vechta
  • Von November 2014 bis zum 1. November 2021 war Winkel Landrat des Landkreises Vechta.
  • Seit November 2021 ist er Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der PHWT gGmbH.und damit Bindeglied zwischen den Gesellschaftern und der Hochschule.
  • Im Februar 2022 ist er von der Versammlung des EWE-Verbandes, zu der alle 21 kommunalen Mitglieder (Landkreise und kreisfreie Städte) gehören, für 5 Jahre zum Verbandsgeschäftsführer gewählt worden.
  • Weiterhin ist er im Vorstand des Lohner Jugendtreffs und des CDU-Stadtverbands Lohne aktiv.

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