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Helmaktion zieht von Cloppenburg aus weitere Kreise

Der Kreiselternrat Cloppenburg stattet Kinder seit 2016 regelmäßig zum Schulstart mit Fahrradhelmen aus. Nun sind weitere Kommunen dabei, unter anderem auch der Landkreis Vechta.

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Verlosung: Der Auftakt zur Aktion hat in der Albert-Schweitzer-Schule stattgefunden.   Foto: Hermes

Verlosung: Der Auftakt zur Aktion hat in der Albert-Schweitzer-Schule stattgefunden.   Foto: Hermes

Mit einer ersten Verlosung ist die Aktion "Schlaue Köpfe tragen Helm" am Montagvormittag in Cloppenburg gestartet. Auf Initiative des Kreiselternrates haben sich in diesem Jahr auch die Kreise Vechta, Friesland, Oldenburg und Wersermarsch sowie die Städte Delmenhorst und Wilhelmshaven angeschlossen. Insgesamt erhalten so 4000 Grund- und Förderschulkinder zum Start ins neue Schuljahr einen Helm.

"Es ist schon zu einer tollen Tradition geworden und zieht nun weitere Kreise", berichtete Kreiselternratsvorsitzender Arwid Romey am Vormittag in der Albert-Schweitzer-Schule vor geladenen Gästen. Ziel sei es, jedes Kind besser zu schützen. Er mahnte gleichzeitig, dass die Eltern gute Vorbilder sein und ebenfalls Helm tragen sollten. "Fahrradfahren ist nicht risikolos. Deswegen spielt auch die Verkehrserziehung eine wichtige Rolle", so Romey weiter. Er bat die Eltern, die Kinder erst alleine fahren zu lassen, wenn sie sich sicher im Verkehr bewegen könnten.

Einen Segen sprachen Bischof Thomas Adomeit, Leitender Geistlicher der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, und Cloppenburgs Dechant Bernd Strickmann aus. "Wir segnen keine materiellen Dinge, sondern die künftigen Träger der Helme", so Strickmann. Adomeit nannte die Aktion wunderbar. "Es ist schön, dass jetzt weitere Städte und Kreise dabei sind", sagte er.

Prävention: Achim Wach zeigte mit einem rohen Ei, wie ein Helm vor Verletzungen schützen kann.   Foto: HermesPrävention: Achim Wach zeigte mit einem rohen Ei, wie ein Helm vor Verletzungen schützen kann.   Foto: Hermes

Die Schirmherrschaft hat CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher übernommen: "Ich freue mich, dass diese tolle Aktion Früchte trägt." Sie dankte den engagierten Eltern, die die Organisation ehrenamtlich durchführen. Den Kindern gab sie mit, vorsichtig im Straßenverkehr zu sein. "Passt auf euch auf", so Breher. Gleichzeitig nutzte sie die Gelegenheit und erklärte, dass alles dafür gegeben werde, das Schuljahr in Präsenz zu ermöglichen.

Von einem vorbildlichen Engagement sprach auch Landrat Johann Wimberg in Richtung von Romey und seinem Team: "Dass sich nun weitere Kreise gefunden haben, zeigt, wie gut die Aktion ist. Sie lassen nicht locker und das ist Ihr Erfolg." Für die Sicherheit brauche es ein gutes Zusammenspiel zwischen Ausstattung und auch guten Radwegen. "Die Kommunen sind dabei, diese auszubauen und das Netz zu verstärken", sagte Wimberg. 

"Es ist besser, Helme zu verteilen als Broschüren."Michael May, Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Oldenburg

Michael May, Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Oldenburg (GUV) machte nochmals deutlich, wie wichtig die Aktion ist: "Es ist besser, Helme zu verteilen als Broschüren." Seine Idee ist es, die Initiative auf das Oldenburger Land und darüber hinaus auszuweiten. Unterstützung dafür kommt aus dem niedersächsischen Landtag. "Hier ist etwas Bemerkenswertes gewachsen, was wir landesweit streuen sollten", sagte Björn Försterling, Abgeordneter und schulpolitischer Sprecher der FDP am Montag in Cloppenburg.

Eine kleine Präventionsmaßnahme hat Polizist Achim Wach dann kurzerhand mit den Kindern der Albert-Schweitzer-Schule abgehalten. Mit einem rohen Ei machte er deutlich, wie sehr ein Helm vor schweren Kopfverletzungen schützen kann. Entstanden ist die Aktion "Schlaue Köpfe tragen Helm" nach einem Unfall 2016 in Varrelbusch, ein Junge erlitt dabei schwere Hirnquetschungen.

Seitdem wurden es immer mehr Unterstützer. Zahlreiche Sponsoren und Kommunen haben sich auch in diesem Jahr beteiligt, so sind rund 80.000 Euro zusammengekommen. 

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