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Heiner Heitmann regiert jetzt in Ambühren

Der Schützenverein „Gut Ziel“ hat jetzt neuen König. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde der 3. Durchgang mit goldlackiertem Bolzen durchgeführt.

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Neuer Regent beim Ambührener Schützenverein „Gut Ziel“ – Heiner Heitmann (mit Adler) holte sich nach drei Stechdurchgängen den Königstitel. Hinten von links: Schießmeister Andreas Ackmann, Markus Hogeback (Zugführer Schmertheim) und Präsident Reinhold Abeln. Foto: Heidkamp

Neuer Regent beim Ambührener Schützenverein „Gut Ziel“ – Heiner Heitmann (mit Adler) holte sich nach drei Stechdurchgängen den Königstitel. Hinten von links: Schießmeister Andreas Ackmann, Markus Hogeback (Zugführer Schmertheim) und Präsident Reinhold Abeln. Foto: Heidkamp

Wenn Plattmanns Erna in Schützenuniform auf einem Stuhl am Orteingang von Ambühren sitzt, dann ist das der Auftakt für das Schützenfest im Ort. Seit 12 Jahren macht die mittlerweile zum Unteroffizier beförderte und mit einer Königin-Krone dekorierte Schaufensterpuppe auf die fünfte Jahreszeit in Ambühren aufmerksam.

Es war genau um 20.07 Uhr, als am Samstagabend Heiner Heitmann vom Zug Schmertheim die Hände in den Abendhimmel reckte und den großen Jubel der Besucher beim Ambührener Königsschießen genießen konnte. Nur wenige Sekunden zuvor hatte er den bereits arg gerupften Königsadler aus dem Nest geholt und sich damit die Königswürde gesichert. Zusammen mit seiner Frau Ulrike wird er ein Jahr lang das Ambührener Schützenvolk regieren. Er löst seinen Amtsvorgänger König Uwe Westerkamp ab, der mit Königin Sandra und dem gesamten Throngefolge zuvor traditionell das Schießen eröffnet hatte. Das Nachsehen hatte sein Zugführer Markus Hogeback, der ebenfalls auf den Adler scharf angelegt hatte.

Im Stechen um die Königswürde setzte sich Heiner Heitmann vom Zug Schmertheim gegen zwei weitere Thronanwärter und drei Thronanwärterinnen durch. Foto: HeidkampIm Stechen um die Königswürde setzte sich Heiner Heitmann vom Zug Schmertheim gegen zwei weitere Thronanwärter und drei Thronanwärterinnen durch. Foto: Heidkamp

Bevor allerdings die ersten Bolzen auf „Hoppes Wiese“ mit der Armbrust abgefeuert werden konnten, gab es für alle eine lautstarke Überraschung. Mitglieder der St. Marien Königskanoniere hatten ihre vier Standböller aufgebaut und mit einer „Schnellen Reihe“ das Schießen eröffnet. „Die Idee ist richtig gut angekommen. Und jetzt sind sicherlich alle wach“, freute sich Präsident Reinhold Abeln. „Davon haben wirklich nur zwei Leute etwas gewusst. Und es hat richtig Spaß gemacht“, meinte Abeln, der die Königskanoniere spontan auch für das Königsschießen im nächsten Jahr einlud.

Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde der entscheidende 3. Durchgang mit goldlackierten Bolzen durchgeführt. „Das sind ab sofort unsere Königsbolzen. Denn König oder Königin zu werden ist schon etwas Besonderes“, erklärten die beiden „Erfinder“, Schießmeister Andreas Ackmann und sein Stellvertreter Christoph Mählmann. Beide hatten für den reibungslosen Ablauf des Schießens gesorgt und dafür, dass der Adler erst nach dem dritten Lockern zu Boden fallen konnte. Reichlich zu tun hatten auch die beiden Armbrustspanner, Niklas Bley und Florian Westerkamp. Bley, der erstmals dabei war und Westerkamp, der das Amt von seinem verstorbenen Vater Thomas übernommen hatte, mussten die Armbrust insgesamt 291-mal spannen.

Auftakt zur Partynacht: Der neue Schützenkönig Heiner Heitmann nimmt nach dem erfolgreichen Wettschießen ein Bad in der Menge und leitet damit für alle Anwesenden die Feier ein. Foto: HeidkampAuftakt zur Partynacht: Der neue Schützenkönig Heiner Heitmann nimmt nach dem erfolgreichen Wettschießen ein Bad in der Menge und leitet damit für alle Anwesenden die Feier ein. Foto: Heidkamp

Seit 2 Jahren dürfen auch Frauen um die König*innen-Würde mitschießen. Als äußerst treffsicher erwiesen sich Birgit Meyer-Focke, Sophie Brake und Thea Greten vom Zug Schmertheim, die sich die Trophäen Krone, Reichsapfel und 2. Feder links sicherten. „Eine wirklich ernst zu nehmende Konkurrenz. Es kommen harte Zeiten auf uns zu“, gab es von Seiten der Schützenbrüder reichlich Anerkennung für die Schießleistungen der Schmertheimer Schützenschwestern. Überhaupt zeigten sich die Schmertheimer Schützenabteilung als sehr treffsicher. Mit Mario Nellißen (Zepter), Heiner Heitmann (Stoß), Axel Weißenbacher (1. Feder links) und Hendrik Südbeck (3. Feder links) holten sich vier weitere Schmertheimer die wertvollen Insignien. Die restlichen Federn gingen an Albert Lübbers (Zug Bühren), Laurenz Kötter (Zug Ambühren) und Paul Schmidtke (Zug Ambühren).

Insgesamt 149 Schützenschwestern und Schützenbrüder aus den Zügen Ambühren, Schmertheim, Bühren und Stalförden traten beim Schießen um die Königswürde an.

Hingucker: Seit 12 Jahren wirbt Plattmanns Erna“ am Ambührener Ortseingang für das Schützenfest. Foto: HeidkampHingucker: Seit 12 Jahren wirbt „Plattmanns Erna“ am Ambührener Ortseingang für das Schützenfest. Foto: Heidkamp

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