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Heimatverein Molbergen erkundet Friesoythe

Die erste größere Aktivität der Heimatfreunde nach der Corona-Pause führte in die alte Hansestadt. Bestaunen konnten die Teilnehmer dort unter anderem die Friedensglocke beim Rathaus am Stadtpark.

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Viele Informationen: Die Molberger Heimatfreunde kehrten mit neuen Eindrücken aus Friesoythe zurück. Foto: Jakoby

Viele Informationen: Die Molberger Heimatfreunde kehrten mit neuen Eindrücken aus Friesoythe zurück. Foto: Jakoby

Für seine erste größere Aktivität nach der Corona-Zwangspause hatte sich der Heimatverein Molbergen die Hansestadt Friesoythe als Ziel eines Halbtagesausfluges ausgesucht. „Man konnte merken, dass einige unserer älteren Vereinsmitglieder noch etwas vorsichtig waren und sich nicht trauten, die Busfahrt mitzumachen“, glaubt Schriftführer Werner Jakoby. Trotzdem waren die Veranstalter mit der Resonanz zufrieden.

Vor dem neuen Rathaus in Friesoythe informierte Gästeführerin Edith Kreye zunächst über die Stadtgeschichte der Hansestadt, die seit 714 Jahren die Stadtrechte besitzt. Nicht allen Molbergern bekannt war die Friedensglocke beim Rathaus am Stadtpark. Diese historische, tonnenschwere Katharinenglocke, die inzwischen 538 Jahre alt ist, wurde 2008 zum 700-jährigen Stadtjubiläum von einem Fachbetrieb wieder zum Klingen gebracht. Auch der eiserne Kreuzweg, der von Kindern und Jugendlichen aus 15 Friesoyther Schulen 2011 geschaffen wurde, war den Gästen einen Besuch wert.

Die Härte des Materials Eisen spiegelt geradezu symbolisch dabei so manche Härte im menschlichen Leben wider. Doch so hart das Eisen auch sein möge, es sei letztlich auch biegsam und beweglich wie die Kraft von Hoffnung, Hilfe, Zuversicht und Beistand, auf die die Menschen dann doch immer wieder vertrauen dürften, erläuterte die Gästeführerin.

Kirchenbau stammt aus dem 12. Jahrhundert

Nach der folgenden Busrundfahrt durch Friesoythe und die Gewerbegebiete ging es nach Altenoythe, vorbei an den Caritas- Bildungsstätten zur katholischen Kirche St. Vitus. Hier befand sich die von der Missionszelle Visbek aus gegründete Urkirche des Lerigau. Wahrscheinlich seit 855 unterstand die Kirche dem Benediktinerkloster Corvey an der Weser, von dem sie auch den heiligen Märtyrer Vitus als Schutzpatron übernahm. Der jetzige Kirchenbau stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist eines der ältesten Gotteshäuser im Oldenburger Münsterland. 1971 entschloss man sich, wegen Platzmangels zusätzlich zur St.-Vitus-Kirche die moderne Dreifaltigkeitskirche zu errichten, die mit ihren 650 Sitzplätzen seitdem als Pfarrkirche dient. Von Altenoythe aus sei auch die Tochterpfarrei Friesoythe um 1619 entstanden, erfuhren die Molberger Heimatfreunde.

Das postgeschichtliche Museum Friesoythe, das den Molbergern ebenfalls die Türen öffnete, wurde im Jahr 1988 auf einer Fläche von 16 Quadratmeter im Obergeschoss des ehemaligen Postamts der Stadt gegründet und befindet sich seit 2004 im ehemaligen Rathaus mit einer Ausstellungsfläche von 300 qm. „Das Museum zeigt einen breiten Querschnitt der Post- und Telekommunikationsgeschichte und ist mit seinen über 1.000 Exponaten nicht nur für Fachleute interessant“, lobte Jakoby.

Als Andenken an die Eisenstadt nahmen die Gäste rostige Eisennägel mit. Ein gemütliches Kaffeetrinken in der Alten Wassermühle an der Soeste rundete das Programm ab.

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