Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Hauptschule hofft auf Tablet- und Laptop-Spenden

Die Dammer Schule möchte digitales Lernen mehr in den Unterricht einbinden. Aber nur etwa die Hälfte der Schüler hat die erforderlichen Geräte.

Artikel teilen:
Sie hoffen auf Unterstützung: Jan Runge und Karina Hackstette setzen auf Firmen und Privatpersonen, die der Hauptschule Tablets und Laptops für die Jugendlichen zur Verfügung stellen. Foto: Lammert

Sie hoffen auf Unterstützung: Jan Runge und Karina Hackstette setzen auf Firmen und Privatpersonen, die der Hauptschule Tablets und Laptops für die Jugendlichen zur Verfügung stellen. Foto: Lammert

Die Hauptschule Damme will ihre Schülerinnen und Schüler im digitalen Lernen fit machen. Deshalb hat sie mit der Dammer Stiftung Rückenwind eine besondere Aktion gestartet und die Öffentlichkeit gebeten, der Schule gebrauchte aber funktionstüchtige Tablets und Laptops zur Verfügung zu stellen.

Allerdings sollten die Geräte möglichst nicht älter als fünf Jahre sein. Darum bitten Hauptschulleiter Jan Runge und die Förderschullehrerin an der Schule, Karina Hackstette, die auch Mitglied im Rückenwind-Stiftungsrat ist. Die Idee zu dem Spendenaufruf stammt von Peter Meyer-Hülsmann, dem Vorsitzenden der Stiftung Rückenwind.

„Es wäre großartig, wenn wir Geräte, die anderswo ausgedient haben, sinnvoll nutzen und einem Teil unserer Schüler zur Verfügung stellen könnten."Karina Hackstette, Förderschullehrerin

„Es wäre großartig, wenn wir Geräte, die anderswo ausgedient haben, sinnvoll nutzen und einem Teil unserer Schüler zur Verfügung stellen könnten. Damit würde ein wichtiger Beitrag zur Bildung und Teilhabe geleistet werden“, sagte Karina Hackstette. Zudem wäre es ein wichtiger Baustein im Prozess der Digitalisierung in der Schule.

Ohne technische Ausstattung geht nichts

Denn klar ist für die Pädagogin: Ohne die technische Ausstattung ist das digitale Lernen im erforderlichen Umfang nicht möglich. Und diese Form des Lernens werde nach der Phase des Homeschoolings während der aktuellen Corona-Pandemie zukünftig einen höheren Stellenwert einnehmen und verstärkt eingesetzt werden. In dem Zusammenhang  haben die Pädagogen aber die Sorge, dass einige Schüler abgehängt werden könnten, wenn bei ihnen zu Hause keine oder nur wenige Geräte vorhanden sind.

Es gebe Hauptschüler, die in Haushalten leben, in denen sich mehrere Personen ein Handy oder Tablet teilen müssten, sagte Jan Runge. Sie seien somit beim digitalen Lernen eindeutig gegenüber den Kindern und Jugendlichen benachteiligt, die über eigene Geräte verfügen und Hilfen von den Eltern bekommen.

„Digitales Lernen ist die Zukunft."Karina Hackstette, Förderschullehrerin

Oft seien nur Handys vorhanden. Mit denen sei das digitale Lernen aber weniger optimal als mit Tablets oder Laptops, erklärte Karina Hackstette. Für sie ist gerade nach den Erfahrungen der Schulen in der Corona-Pandemie klar: "Das digitale Lernen ist die Zukunft."

Auch mehr Lehrer werden Server nutzen

So können die Schülerinnen und Schüler, wenn sie technisch dazu in der Lage sind, über den Schulserver "IServ" Arbeitsblätter mit Aufgaben herunterladen, sie bearbeiten und online zurücksenden. 
Karina Hackstette geht davon aus, dass zukünftig auch viel mehr Lehrer den Server nutzen werden. Unter anderem auch deswegen, weil noch länger mit Einschränkungen im schulischen Leben wegen der Corona-Pandemie zu rechnen sei.

Aber: Jan Runge und Karina Hackstette wissen auch, dass das vermehrte Einbinden digitaler Medien in den Unterricht eine intesive Schulung der Kinder und Jugendlichen notwendig macht. So hatten die Jahrgänge neun und zehn bereits eine zweistündige Schulung am Server.

Aber das reicht nicht. Kontinuierliche Schulungen sind notwendig. "Die Schülerschaft braucht sehr viel Begleitung bei der Anwendung der Geräte", sagte Jan Runge.

Nur: Ohne die technische Ausstattung ist ein digitales Lernen eben nicht möglich. "Wir als Schule können aber nicht jedem Schüler ein Tablet oder Laptop kaufen und bereitstellen", betonte Jan Runge. Zwar erwerbe die Schule jetzt zwei Klassensätze Tablets. Aber die seien ausschließlich für den Gebrauch in der Schule bestimmt.

Schüler hoffen auf ausgediente Tablets oder Laptops

Deshalb hoffen der Schulleiter und die Förderschullehrerin zum Beispiel auf Firmen, aber auch auf Privatpersonen, die ausgediente Tablets und Laptops zur Verfügung stellen können. Diese Geräte sollen die Schüler dann mit nach Hause nehmen dürfen, um auch dort mit ihnen arbeiten zu können. 

Von welchem Hersteller die Tablets und Laptops stammen, ob es sich um Android- oder IOS-Geräte handelt, das spielt keine Rolle. Allerdings sollten die Geräte bei der Abgabe von den Daten bereinigt sein.

Die Kosten für die profesionelle Aufbereitung der Geräte wie das Aufspielen der in der Schule benötigten Programme übernimmt die Stiftung Rückenwind.

Die Hauptschule hat drei Termine anberaumt, an denen die Abgabe von Tablets und Laptops in der Verwaltung der Schule möglich sind: der nächste Mittwoch (13. Mai) sowie am 21. und 26. Mai (Donnerstag  beziehungsweise Dienstag) jeweils in der Zeit von 14 bis 15 Uhr.

  • Info: Mehr Angaben zum Projekt gibt es in der Hauptschule unter Telefon 05491/1292, per Email unter info@hsdamme.de sowie auf der Internetseite www.hauptschule-damme.de.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Hauptschule hofft auf Tablet- und Laptop-Spenden - OM online