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Gut ausgebildetes Pflege-Personal ist stark gefragt

Der Verein „Perspektive: Pflege!“ will mit Folgeprojekt um Auszubildende werben. Der Pflegeberuf ist längst systemrelevant, auch schon vor der Corona-Pandemie.

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Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel in der Pflege: (von links) Tomke zur Brügge (Projektkoordinatorin „Perspektive: Pflege!“), Stephanie Kurek (Malteser Pflegeschule), Manuela Fenske (Pflegedienstleitung pro vita), Volker Wördemann (Qualitätsmanager Reisener Pflege) und Horst Geers (Referent Landes-Caritasverband) nach dem Austausch mit Landrat Tobias Gerdesmeyer, der sich online aus dem Homeoffice zugeschaltet hatte. Foto: Steinkamp

Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel in der Pflege: (von links) Tomke zur Brügge (Projektkoordinatorin „Perspektive: Pflege!“), Stephanie Kurek (Malteser Pflegeschule), Manuela Fenske (Pflegedienstleitung pro vita), Volker Wördemann (Qualitätsmanager Reisener Pflege) und Horst Geers (Referent Landes-Caritasverband) nach dem Austausch mit Landrat Tobias Gerdesmeyer, der sich online aus dem Homeoffice zugeschaltet hatte. Foto: Steinkamp

Der Verein „Perspektive: Pflege!“ will auch künftig einen Schwerpunkt auf die Fachkräftesicherung in der Pflege setzen. „Mehr denn je ist gut ausgebildetes Personal in der Pflege gefragt. Ob in der Alten-, Kranken- oder Gesundheitspflege: Nur mit Fachkräften können wir die Betreuung pflegebedürftiger Menschen dauerhaft sichern. Dass der Pflegeberuf längst systemrelevant ist, hat nicht nur die Corona-Pandemie gezeigt“, sagte Landrat Tobias Gerdesmeyer bei einem Austausch mit dem Vorstand des Vereins und Projektkoordinatorin Tomke zur Brügge im Kreishaus.

Anwerbung von Auszubildenden steht im Mittelpunkt

Da das aktuelle Projekt „Perspektive: Pflegeausbildung!“ am 30. Juni ausläuft, hat der Verein bereits einen Folgeantrag „Perspektive: Pflegeausbildung 2.0.!“ gestellt. Im Mittelpunkt des vom Europäischen Sozialfonds geförderten Projekts soll erneut die Anwerbung von Auszubildenden stehen. Gerdesmeyer hofft, dass die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortgesetzt werden kann. „Es ist uns gelungen, mit dem derzeit laufenden Projekt den Verein noch stärker als Marke im Landkreis zu etablieren und etwas gegen den Fachkräftemangel zu tun“, zeigte sich Horst Geers, 2. Vorsitzender des Vereins „Perspektive: Pflege!“, überzeugt. Darum sei es wichtig, am Ball zu bleiben.

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln könnten alleine in der stationären Versorgung bis 2035 mehr als 300.000 Pflegekräfte fehlen. Da qualifiziertes Personal händeringend gesucht wird, gelten Pflegeberufe als sicher. Laut dem 1. Vereinsvorsitzenden Volker Wördemann haben sich zudem die Rahmenbedingen für die Ausbildung deutlich verbessert. Höhere Vergütung und feste Praxisanleitungszeiten nannte er neben den vier Pflegeschulen im Landkreis Vechta: „Mit den Schulen lässt sich die Ausbildung gemeinsam mit den vielen Betrieben flächendeckend und wohnortnah durchführen.“

" Pflege ist ein sozialer Beruf, der von persönlichen Kontakten von Mensch zu Mensch lebt."Projektkoordinatorin Tomke zur Brügge

Projektkoordinatorin Tomke zur Brügge freute sich, mit der Vereinsarbeit nach den langen coronabedingten Einschränkungen wieder neu durchstarten zu können: „Es sind in den kommenden Monaten wieder viele Aktionen rund um das Thema Pflegeausbildung im Landkreis Vechta und darüber hinaus geplant. Pflege ist ein sozialer Beruf, der von persönlichen Kontakten von Mensch zu Mensch lebt. Diese Kontakte wollen wir wieder aufnehmen und uns gemeinsam für eine gute Pflege im Landkreis Vechta stark machen.“

Die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und damit auch die Fachkräftesicherung ist Hauptanliegen des gemeinnützigen Vereins „Perspektive: Pflege!“ im Landkreis Vechta. Zum Verein gehören 32 Mitglieder aus dem Pflegesektor sowie die AOK, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Landes-Caritasverband und der Landkreis Vechta. Der Verein wurde 2016 gegründet. Weitere Infos gibt es auf www.perspektive-pflege-om.de.

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