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Gründer des Don-Bosco-Hauses in Calhorn: Pater Paul Thörner stirbt mit 80 Jahren

Der Salesianer hatte das Don-Bosco-Haus in Calhorn gegründet und jahrzehntelang geleitet. Generationen von Jugendlichen fanden durch ihn den Weg zum Glauben.

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Mit ganzem Herzen in Calhorn: Pater Paul Thörner (links) baute die Jugendbildungsstätte auf und blieb 34 Jahre lang. Dabei konnte er sich auch auf treue Helfer wie Willi Schnötke verlassen. Foto: Archiv/Sperveslage

Mit ganzem Herzen in Calhorn: Pater Paul Thörner (links) baute die Jugendbildungsstätte auf und blieb 34 Jahre lang. Dabei konnte er sich auch auf treue Helfer wie Willi Schnötke verlassen. Foto: Archiv/Sperveslage

Pater Paul Thörner ist tot. Der Salesianerbruder starb am vergangenen Samstag überraschend während eines Urlaubs. Das bestätigte der Orden gegenüber OM-Online. Der gebürtige Emsländer war als langjähriger Leiter des Don-Bosco-Hauses in Calhorn vielen Menschen in der Region ein Begriff. Er wurde 80 Jahre alt.

Thörner wurde am 13. Juni 1942 in Heede als 4. von acht Kindern einer Kaufmannsfamilie geboren. 1963 legte er die erste Profess ab. Es folgten 3 Jahre im pädagogischen Einsatz, das Studium der Philosophie und Theologie sowie die Priesterweihe im Juni 1973. Daran schlossen sich die Gründung, der Aufbau und die 34 Jahre währende Leitung der Jugendbildungsstätte in der Gemeinde Essen an.

Im Jahr 2000 erhielt der Geistliche für sein Engagement auch für straffällig gewordene Jugendliche das Bundesverdienstkreuz am Bande. In dem Zusammenhang wurde Don Bosco Calhorn als sein Lebenswerk gewürdigt und Thörners "fröhliche Ausstrahlungskraft und sein unkompliziertes Auftreten" gelobt.

Eng verbunden mit Calhorn und dem Don-Bosco-Haus

2008 übernahm Pater Thörner die Leitung des Dominikus-Savio-Hauses in Jünkerath (Eifel). Die Verbindungen in den Norden rissen aber nie ab. Die Nachricht von der bevorstehenden Schließung des Don-Bosco-Hauses traf ihn im Frühjahr 2019 besonders hart. „Es fühlt sich an wie Sterben“, bekannte Thörner damals. 

Der Direktor der Ordenseinrichtung in Jünkerath, Pater Günther Wendel, zeigte sich am Montag tief betroffen vom Tod des beliebten Mitbruders. "Er war ein besonderer Mensch und bis zuletzt ein eifriger Seelsorger." Unmittelbar vor seinem Urlaub habe Thörner einen Jugendgottesdienst geleitet. Der Beerdigungstermin stand am Montag noch nicht fest.

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