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Gilde zieht Kinderschützenfest in Wildeshausen wieder ohne Mädchen durch

Mit dem Kinderschützenfest in Wildeshausen geht traditionell das einwöchige Gildefest zu Ende. Auch Mädchen würden dabei gerne aktiv mitmachen. Es durften aber wieder nur Jungen schießen.

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Auch in diesem Jahr durften nur Jungen beim Kinderschützenfest in Wildeshausen mit der Armbrust auf den Papagoy schießen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Auch in diesem Jahr durften nur Jungen beim Kinderschützenfest in Wildeshausen mit der Armbrust auf den Papagoy schießen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Mit dem Kinderschützenfest ist der Abschluss des einwöchigen Gildefestes in Wildeshausen eingeläutet worden. Traditionell ist es nur Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren erlaubt, mit der Armbrust auf den sogenannten Papagoy schießen.

Die Initiative „Gilde für alle“ hatte am Freitag zu einer Demonstration aufgerufen – sie will erreichen, dass künftig auch Mädchen schießen dürfen. Nach Angaben der Veranstalter gingen rund 300 Menschen auf die Straße. Die Wildeshauser hätten damit signalisiert, dass sie sich eine Anpassung der Strukturen beim Kinderschützenfest wünschten, teilte die Initiative mit.

Die Wildeshauser Schützengilde lehnt mit Berufung auf die jahrhundertelange Tradition eine Änderung der Statuten ab. In Nachbargemeinden können dagegen auf den jeweiligen Schützenfesten sowohl Mädchen als auch Jungen beim Königsschießen mitmachen. So wurde in diesem Jahr etwa in Harpstedt die zwölfjährige Mayra Lux Kinderkönigin.

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