Gewobau saniert Quartier an der Schlesierstraße in Lohne
Knapp 500.000 Euro hat die Vechtaer Gesellschaft für Wohnungsbau investiert. Die Durchschnittsmiete bei den 50 Wohnungen liegt nach der Modernisierung bei 5,26 Euro pro Quadratmeter.
Kosten sparen, Klima schonen – und Wohnqualität erhöhen: Heino Ruhe und Rike Garling von der Vechtaer Gesellschaft für Wohnungsbau (Gewobau) informieren über die Quartierssanierung an der Schlesierstraße in Lohne. Foto: Timphaus
Das meterhohe Kunstwerk an der Schlesierstraße 29 in Lohne zieht die Blicke der Passanten auf sich. Die farbenfrohe Malerei des Vechtaer Graffiti- und Streetart-Künstlers Nils Freye an der Fassade des 4-Parteien-Hauses hat ein altes Glasmosaik ersetzt. Der Farbtupfer, der das Motiv des Deckenfreskos "Die Erschaffung Adams" von Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle aufgreift und die Vielfalt der Kulturen im Umfeld betonen soll, steht sinnbildlich für die Entwicklung, die das Quartier in jüngerer Zeit genommen hat.
Die Gesellschaft für Wohnungsbau (Gewobau) aus Vechta hat das Viertel mit seinen 11 Häusern und 50 Wohnungen in den vergangenen 1,5 Jahren sanieren lassen. Über den bevorstehenden Abschluss dieses Vorhabens, das sich aus vielen kleineren Projekten zusammensetzt, informierten jetzt die Gewobau-Mitarbeiter Rike Garling (Vermietung) und Heino Ruhe (Technik) während eines Pressetermins.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich laut Garling auf circa 500.000 Euro. Die Durchschnittsmiete liegt ihren Angaben zufolge nach der Modernisierung bei 5,26 Euro pro Quadratmeter.
Ein Angebot für Jung und Alt: Die Gewobau hat im Zuge der Quartierssanierung einen kleinen Spielplatz mit generationenübergreifenden Geräten aufgestellt. Foto: Timphaus
Die Quartierssanierung startete nach Angaben von Ruhe im August 2019 mit der Erneuerung und Zentralisierung der Heizungsanlagen. "Ursprünglich wollten wir nur die 40 Jahre alten Heizkessel ersetzen und die 12 Anlagen zusammenführen. Doch dann kam immer mehr dazu." Zur Heizperiode 2019 sei diese Maßnahme abgeschlossen worden.
Es folgten die Dämmung der obersten Geschossdecke und die Kerndämmung der Fassade, der Austausch der Holzjalousien und die Dämmung der Jalousiekästen sowie die Erneuerung der Eingangstüren zu den Wohnungen.
Die Altersstruktur ist heterogen: 130 Menschen leben in den 50 Wohnungen
Als weitere Sanierungsmaßnahmen zur Aufwertung des Quartiers nennt Garling die Schaffung eines zentralen Müllplatzes mit Abholservice für die Häuser 6, 10, 12 und 18, die Neuanlegung des Spielplatzes, die Einrichtung weiterer Stellplätze durch die Aufstellung neuer Garagen und die Erneuerung der Zuwegungen und Vorgärten.
Sie führt weiter aus, dass die Gewobau außerdem die Eingangsbereiche samt Briefkastenanlage und die Treppenhäuser saniert, die Balkonbrüstungen ausgetauscht und teilweise die Terrassen erweitert hat. Zum Gesamtprojekt gehörte ebenfalls die Installation zentraler Satellitenanlagen.
Das Quartier besteht nach Angaben der Gewobau aus 50 Wohnungen, in denen rund 130 Personen aus verschiedenen Nationen wohnen. "Es ist ein buntes Viertel. Die Altersstruktur ist bunt durchmischt", sagt Garling und verweist auf das neue, farbenfrohe Fassadengemälde.
Häuser wurden ursprünglich als Bundesdarlehenswohnungen für Bedienstete errichtet
In dem Quartier gibt es acht 4-Parteien-Häuser mit jeweils zwei 3- sowie 4-Zimmer-Wohnungen, in denen hauptsächlich (kinderreiche) Familien leben, und 3 Häuser mit sechs 2-Zimmer-Wohnungen, die hauptsächlich von Personen im Rentenalter bewohnt werden.
1967 waren die 11 Häuser als Bundesdarlehenswohnungen für Bedienstete errichtet worden. Diese Bindung ist aber laut Gewobau seit längerer Zeit ausgelaufen. "Nach der umfangreichen Quartiersmodernisierung, die in diesem Jahr abgeschlossen wird, stehen die Häuser sowohl energetisch als auch optisch wieder sehr gut dar", sagt Garling.
Gewobau baut 4 Mehrparteienhäuser auf dem Voßberg-Nord
Die Gewobau unterhält in Lohne derzeit 123 Wohnungen und 16 Garagen. Zudem plant das kommunale Unternehmen aktuell nach eigenen Angaben den Bau von vier 4-Parteien-Häusern an der Pariser Straße sowie Lothringer Straße im Neubaugebiet Voßberg-Nord.
Die Errichtung der 2 Häuser an der Pariser Straße/Ecke Jägerstraße soll noch in der ersten Jahreshälfte 2021 beginnen. 50 Prozent dieser Wohnungen sollen mit öffentlichen Mitteln des Landes für Geringverdiener gefördert werden.
Neue Parkmöglichkeiten: Die Gewobau hat neue Garagen aufstellen lassen. Foto: Timphaus
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