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Gemeinde Essen will eigenen Campingplatz verpachten

Die Gemeinde hat das Gelände auf ihrer Homepage  ausgeschrieben. Sollte sich ein passender Betreiber finden, könnte dies den Tourismus in Essen stärken.

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Wird verpachtet: Der gemeindeeigene Zeltplatz an der Hase soll künftig privatwirtschaftlich betrieben werden. Foto: G. Meyer

Wird verpachtet: Der gemeindeeigene Zeltplatz an der Hase soll künftig privatwirtschaftlich betrieben werden. Foto: G. Meyer

Die Gemeinde Essen sucht einen Pächter für ihren Campingplatz am Unlandweg. Das Gelände, zu dem auch ein Versorgungsgebäude gehört, soll künftig privatwirtschaftlich betrieben werden. Ziel ist, den Tourismus vor Ort zu fördern.

Bislang wurde der Zeltplatz hauptsächlich von Kinder- und Jugendgruppen genutzt. "Sie kamen zumeist von auswärts", sagt Jana Garling, die sich im Rathaus mit der Angelegenheit beschäftigt. Von den Essenern sei das Angebot dagegen nur wenig genutzt worden. "Da fehlte es ein wenig an Herzblut", bestätigt Garling auf Anfrage von OM Online. Dabei sind die Voraussetzungen eigentlich nicht schlecht. Das 1,6 Hektar große, gut gepflegte Grundstück liegt unmittelbar an der Hase. Es gibt sogar einen Bootsanleger. Ein Radwanderweg führt direkt am Gelände vorbei. Neben den Zeltplätzen stehen acht Bauwagen zum Übernachten zur Verfügung. Hinzu kommen 25 Stellplätze für Wohnmobile. Die vor zehn Jahren erbauten Dusch- und Toilettenanlagen seien in einem hervorragenden Zustand, betont die Rathaus-Mitarbeiterin. Im Hauptgebäude ist unter anderem eine Küche eingerichtet.  

Corona macht Campingurlaub attraktiv

Dem künftigen Betreiber will es die Verwaltung leicht machen, eigene Vorstellungen umzusetzen. Die Gemeinde hatte vor zwei Jahren die Nachfrage nach Reisemobilplätzen analysiert. "Die Prognose war durchweg positiv", weiß Jana Garling. Und das dürfte  auch nach dem Ende der Pandemie so bleiben. Corona hat dem Urlaub auf vier Rädern noch einmal einen deutlichen Aufschwung gebracht. So wuchsen die Wohnmobil-Neuzulassungen laut Kraftfahrt-Bundesamt im Jahr 2020 monatlich im Schnitt um 69,6 Prozent. Im Dezember – kurz vor dem Auslaufen der Mehrwertsteuer-Senkung – schossen sie sogar um 189 Prozent nach oben. Insgesamt kamen so im Jahresverlauf 76.225 der Fahrzeuge neu auf die Straßen. Auch 2021 ließ sich mit den rollenden Heimen erneut ein gutes Geschäft machen. 

Die Entscheidung, das Grundstück zu verpachten, war gefallen, nachdem die Platzwartin aus persönlichen Gründen gekündigt hatte. Der touristische Aspekt solle auf jeden Fall erhalten bleiben, betont Jana Garling. "Uns war aber klar, dass das nur auf privatwirtschaftlichem Weg möglich ist." 

Inzwischen hat die Verwaltung mit potenziellen Pächtern gesprochen. Ob unter diesen bereits der Richtige ist, verrät Garling aber nicht. Interessenten können sich noch bis Ende des Monats im Rathaus  melden.

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