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Gefahrgutunfall in Neuenkirchen-Vörden: 800 Liter Salzsäure laufen aus

In der Halle eines Kalksteinherstellers bemerkten die Mitarbeiter rechtzeitig den Säuregeruch in der Luft. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Feuerwehren sind wieder abgerückt. (Update 16 Uhr)

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Die Feuerwehr, ein Gefahrenzug und Einsatzkräfte der Malteser sind vor Ort. Foto: Lammert

Die Feuerwehr, ein Gefahrenzug und Einsatzkräfte der Malteser sind vor Ort. Foto: Lammert

In einer Halle eines Kalksteinherstellers in Neuenkirchen-Vörden ist es am frühen Mittwochmorgen gegen 6.10 Uhr zu einem Gefahrgutunfall gekommen. Wie die Polizei am Mittag abschließend berichtet, ist offenbar der Schlauch eines Behälters gerissen. Das habe wiederum zu einem Leck geführt. Etwa 800 Liter mit 33-prozentiger Salzsäure sind ausgelaufen.

Der Unfall ist rechtzeitig bemerkt worden: Weil der Geruch von Säure in der Luft lag, reagierten die Mitarbeiter geistesgegenwärtig. Sie sorgten für Lüftung und verließen die Betriebshalle an der Hörster Heide. Durch das vorbildliche Verhalten sei niemand verletzt worden, lobt die Polizei.

110 Einsatzkräfte sind vor Ort. Foto: Lammert110 Einsatzkräfte sind vor Ort. Foto: Lammert

Die Leitstelle des Landkreises Vechta setzte eine Alarmierung mit dem Hinweis "Gefahrgutunfall" ab. Etwa 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Vörden und Neuenkirchen und des Gefahrgutzuges des Landkreises Vechta eilten zum Gelände des Kalksandsteinwerkes. Sicherheitshalber sind auch die Malteser angefordert worden, um sich um etwaige Verletzte zu kümmern.

Der Bereich um das Betriebsgelände wurde vorsorglich gesperrt. Die Spezialisten der Feuerwehren - unter anderem unter Verwendung von Atemschutz - sorgten dafür, dass die Flüssigkeit nicht aus der Halle fließen konnte.  Laut Angaben des Kreisfeuerwehrsprechers Jens Lindemann sind die Gruppen aufgrund der giftigen Dämpfe in der Luft alle 30 Minuten ausgewechselt worden. Messungen in der unmittelbaren Nähe des Unfalls gaben schließlich eine Entwarnung: Aufgrund der Verdunstung der Säure bestand keine Gefahr für die Bevölkerung.

Der Einsatz für die Feuerwehren und den Gefahrgutzug endete nach Worten Jens Lindemanns gegen 15 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt sei die Säure neutralisiert gewesen. Mitarbeiter einer Spezialfirma hatten diese Neutralisierung der Säure vorgenommen und übernahmen darüber hinaus später die Reinigung der Halle sowie die Entsorgung des Gefahrguts. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen. Über die Höhe des entstandenen Schadens wollte Jens Lindemann keine Angaben machen.

Aufgrund der giftigen Dämpfe ist der Betrieb derzeit evakuiert. Foto: LammertAufgrund der giftigen Dämpfe ist der Betrieb derzeit evakuiert. Foto: Lammert

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