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Garreler Reihentest: Schicht-Mitarbeiter negativ

Beim Betrieb in Garrel kann eine erste Entwarnung gegeben werden. Die Schicht-Kollegen der sieben Infizierten haben negative Tests. Am Montag wird das "Pooling-Verfahren" eingeführt.

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Symbolfoto: dpa

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Das gesamte Personal des fleischverarbeitenden Betriebes in der Gemeinde Garrel ist auf das Coronavirus getestet worden. Bei den Mitarbeitern einer gemeinsamen Schicht mit den sieben Infizierten sei das Ergebnis negativ. Das erklärte Kreissprecher Sascha Rühl am Freitag.  Wie bereits berichtet, sind sieben Mitarbeiter Ende vergangener Woche  positiv getestet worden. Daraufhin wurde der Reihentest am 22. und 23. Juli veranlasst.

Ein kleines Fragezeichen gibt es allerdings noch: Bei einem Angestellten, der in Oldenburg wohnt, habe es ein nicht eindeutiges Ergebnis gegeben. Um auf Nummer sicher zu gehen, sei bei ihm jetzt erneut ein Abstrich genommen worden. Dieses Ergebnis steht noch aus. Dieser Mitarbeiter und zwei enge Kontaktpersonen bleiben deshalb vorerst in häuslicher Quarantäne. Darüber hinaus werden laut Rühl noch weitere Testergebnisse erwartet.

"Pooling-Verfahren" wird im Landkreis eingeführt

In diesem Zusammenhang kündigte Rühl an, dass im Landkreis Cloppenburg das so genannte "Pooling-Verfahren" auf Anordnung des Landes Niedersachsens eingeführt wird. Dafür wird eine Allgemeinverfügung in Kraft treten. Der Inhalt: Künftig dürfen nur in Schlacht- und Zerlegebetrieben künftig nur noch Mitarbeiter in der Produktion arbeiten, die mindestens alle zehn Tage ein negatives Testergebnis vorweisen können. Bei den Tests ist künftig erlaubt, mehrere Proben mit einem Test gleichzeitig zu untersuchen. Ist das Ergebnis negativ, sind automatisch alle Mitarbeiter in dieser Test-Gruppe entlastet. Ist das Ergebnis positiv, werden alle Abstriche der gemeinsamen Gruppe einzeln untersucht. Das Verfahren wurde von Virologen verschiedener Universitäten entwickelt.

Der Gedanke dieses Verfahrens dahinter: Größere Personenzahlen sollen so routinemäßig untersucht werden können, ohne die Labore an ihre Kapazitätsgrenzen zu treiben. Es sind aber auch Bedingungen an das Testverfahren geknüpft: Die Auswertung darf nur ein anerkanntes Labor vornehmen. Die Testergebnisse muss die Betriebsleitung jederzeit vorlegen können. Außerdem tragen die Firmen die Kosten. 

Die aktuellen Coronazahlen im Landkreis Cloppenburg: Aktuell sind 17 Personen infiziert (am Donnerstag waren es 14). Es liegen drei neue Fälle in Bösel, Emstek und Molbergen vor. In diesen Städten und Gemeinden sind damit Infektionen nachgewiesen: Cloppenburg (5), Garrel (4), Cappeln (2), Emstek (2), Bösel (1), Lastrup (1), Löningen (1), Molbergen (1).

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