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Garrel hat im Jubiläumsjahr eine Menge erlebt

Mit einem großen Festakt wurde die vor 150 Jahren beschlossene Eigenständigkeit der Kommune gefeiert. Darüber hinaus gab es weitere Feste, aber auch tragische Momente.

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2022 ist ein Jahr, das den Garrelern noch länger in Erinnerung bleiben wird, denn es ist gleichzeitig der 150. Geburtstag der Gemeinde. Politisch trennte man sich 1872 von Krapendorf und wurde selbstständig. Die eigentliche Geschichte des Ortes reicht ein paar Hundert Jahre weiter zurück und in der Jubiläumschronik wurden ihre beiden Vorgänger Fortgeschrieben. 

Zum großen Festakt im Sommer wurde die Sporthalle zum Festsaal umfunktioniert und mit launigen Reden und unterhaltsamen Darbietungen wurde ein Feuerwerk aus Musik, Zauberkunst, Tanz und Auszeichnungen abgebrannt. Unter den Gästen war selbstverständlich auch eine Abordnung aus der Partnerstadt Bléré und so wurde die Feier auch eine eindrucksvolle Demonstration des europäischen Gedankens. 

Begeisterte 400 Besucher: Heinz Rudolf Kunze. Foto: LooschenBegeisterte 400 Besucher: Heinz Rudolf Kunze. Foto: Looschen

Gefeiert wurde auch bei weiteren Gelegenheiten. So lockte der OM-Familientag im September rund 15.000 Besucher an, die sich an über 60 Attraktionen erfreuten. Parallel dazu lief der Freimarkt, so dass die Übergänge zwischen beiden Veranstaltungen fließend waren.

Im Schulwesen hat sich auch etwas getan, denn zum Sommer 2022 ist die Grundschule Garrel als Ganztagsschule an den Start gegangen. An der Oberschule wurde eine wesentliche Veränderung angekündigt. Ab dem nächsten Schuljahr wird es schon ab Klasse 5 – und nicht erst ab Klasse 7 – ein Gymnasium geben. Ziel ist es, dass sich die Kinder, die die Grundschulen nach der 4. Klasse verlassen, vorrangig für die Oberschule entscheiden. 

Berufliche Erfolge kann die Gemeinde Garrel ebenfalls vorweisen. Nach dem Kammersieg und dem Landessieger sicherte sich Tom Oltmanns aus Beverbruch den dritten Platz als Deutschlands bester Auszubildender im Bereich Metallbau in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau.

Umleitung durch Garrel forderte von den Autofahrern viel Geduld

Auf eine Geduldsprobe wurden Anwohner und Autofahrer über Monate gestellt. Grund war die Sanierung der Bundesstraße 72 und die damit verbundene Umleitung durch Garrel. Schon die angekündigte Zeitspanne von 3 Monaten strapazierte die Nerven, doch coronabedingt verlängerte sich die Bauphase sogar noch. Auch nach der Freigabe der Bundesstraße schieben sich besonders zu Stoßzeiten die Blechlawinen durch den Ort, weshalb eine Entlastungsstraße Thema bleibt.

Die Aufwertung des Dorfparks war unlängst Thema in der Politik und dass sich dieses Kleinod für Veranstaltungen bestens eignet, wurde im Sommer nicht zuletzt mit dem mehrfach verschobenen und im August nachgeholten Konzert des Rockpoeten Heinz Rudolf Kunze deutlich. Rund 400 Besucher kamen zu dem Abend mit bekannten und nachdenklichen Stücken, zu denen sich Kunze auf der Gitarre und  am Klavier begleitete.

Gut zu tun hatten auch die Rettungskräfte in der Gemeinde Garrel. Unverletzt blieben die Bewohner eines Bauernhauses am Erlenweg, als Mitte April ein Feuer ausbrach und dabei ein Sachschaden von rund 500.000 Euro entstand. Tragischer endete ein Verkehrsunfall im Januar an der Thüler Straße. Ein 27-jähriger Mann aus Wildeshausen kam dabei ums Leben.

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