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Für mehr Sicherheit im Verkehr: Bunner Kindergartenkinder werden geschult

Im Kindergarten St. Michael Bunnen lernen Jungen und Mädchen auf praktische Weise die Verkehrsregeln. Mithilfe des "Rote-Ritter-Mobils" bauen die Erzieherinnen einen Parcours auf.

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So geht es richtig: Kita-Leiterin Maria Övermeyer erklärt den Kindern praxisnah, welche Regeln an einem Zebrastreifen gelten. Foto: Wienken

So geht es richtig: Kita-Leiterin Maria Övermeyer erklärt den Kindern praxisnah, welche Regeln an einem Zebrastreifen gelten. Foto: Wienken

Der Helm sitzt richtig – check. "Gut so, denn Sicherheit ist schließlich das oberste Gebot im Straßenverkehr", erklärt Polizeioberkommissar Alfons Winkeler den Kindern. Nun noch das gewünschte Zweirad auswählen und los geht's! Die Jungen und Mädchen des Kindergartens St. Michael in Bunnen haben sich aktiv mit dem Thema Verkehrserziehung auseinandergesetzt. Dazu haben die Erzieherinnen der Einrichtung mithilfe des "Rote-Ritter-Mobils“ der Kreisverkehrswacht (KVW) einen Parcours mit echten Verkehrszeichen und Hütchen aufgebaut – sogar eine kleine Ampel ist mit dabei.

An dieser gilt es, ganz wie im echten Verkehrsleben, sich in Geduld zu üben. Gar nicht so einfach – immerhin wollen die Kleinen weiter ungestört ihre Runden drehen. "Es ist rot, ihr dürft erst weiter fahren, wenn die Ampel auf Grün steht", betont Polizeioberkommissar Alfons Winkeler und zeigt auf das knallrote Lichtzeichen am Wegesrand. Auch am Zebrastreifen müssen die Kinder halten. "Schließlich möchte ich als Fußgängerin sicher über die Straße gehen können", erklärt Kita-Leiterin Maria Övermeyer den Jungen und Mädchen.

Neben alltäglicher Situationen im Straßenverkehr stellen die Kinder zudem ihre Fahrkünste unter Beweis. So ist viel Geschick beim Durchfahren der Slalom-Hütchen gefragt. Diese stellen sich für die Kleinen als echtes Hindernis heraus. Da fällt es dem ein oder anderen gar nicht so leicht, die Spur oder die Kontrolle über den fahrbaren Untersatz zu halten. Mit dem leichten Gefälle auf der Strecke haben sie außerdem ohne Mühe ein schnelles Tempo drauf. "Genau deshalb müsst ihr langsam dadurch fahren. Lasst euch Zeit", betont der Polizeioberkommissar.

Kurvige Angelegenheit: Im Hütchen-Parcours stellen die Kinder ihre Fahrkünste unter Beweis. Foto: WienkenKurvige Angelegenheit: Im Hütchen-Parcours stellen die Kinder ihre Fahrkünste unter Beweis. Foto: Wienken

Motto "Früh übt sich" ist kaum passender als in der Verkehrserziehung

Nach dem Slalom gibt es endlich einen Abschnitt lang freie Fahrt. Bis – ja, bis da ein großes achteckiges rotes Schild am Wegesrand steht. Schon wieder ein Hindernis, was nun? "Erst richtig anhalten und gucken, ob jemand kommt, dann könnt ihr weiter fahren“, sagt Alfons Winkeler. Der Polizist hat Mühe, die Kinder in ihrer enthusiastischen Fahrweise zu bremsen. Nach einer Runde ist schließlich Schluss und die zehn Kinder geben ihren Helm an die nächste Gruppe weiter. Schade, so manches von ihnen hätte sicher gerne noch eine weitere Runde gedreht. Andererseits soll sich laut Maria Övermeyer jedes der Kinder im Parcours ausprobieren dürfen.

Denn die Jüngsten sind im Straßenverkehr immer besonders gefährdet – ob als Beifahrer im Auto, als Fußgänger oder Fahrradfahrer. Sie schon in jungen Jahren für die Gefahren auf der Straße zu sensibilisieren, ist daher umso wichtiger, findet Maria Övermeyer. Das Motto "Früh übt sich" sei kaum irgendwo passender als in der Verkehrserziehung. Eine praxisnahe Schulung helfe zudem, die Kleinen spielerisch an das Thema heranzuführen.

2019, vor der Corona-Pandemie, gab es laut Statistik der Deutschen Verkehrswacht 5784 Kinder unter 6 Jahren, die im Straßenverkehr verunglückt sind. Davon wurden 902 schwer verletzt, 22 starben. Am häufigsten verunglücken Kinder unter 6 Jahren als Mitfahrer im Auto, danach folgten Unfälle zu Fuß und mit dem Fahrrad. Daher will Maria Övermeyer ihre Schützlinge so gut es geht auf die Gefahren vorbereiten, damit es nicht zu einem solchen Ernstfall kommt.

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