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Für die Dümmerregion liegt eine neue Handlungsempfehlung vor

Forscher haben Vorschläge für Transformation in Tourismus, Landwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft erarbeitet. Diese wurden nun präsentiert.

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Eine neue Strategie: Pia Müller (Mitte) überreichte die Handlungsempfehlung an (von links) Frank Apffelstaedt (Naturschutzring Dümmer), André Hüttemeyer, Dr. Marcel Holy (NUVD), Vanessa Gräpel (Landkreis Diepholz), Thomas Uhlen, Thomas Heidemann, Heike Hannker und Dr. Melanie Hartwich (Niedersächsische Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). Foto: Lammert

Eine neue Strategie: Pia Müller (Mitte) überreichte die Handlungsempfehlung an (von links) Frank Apffelstaedt (Naturschutzring Dümmer), André Hüttemeyer, Dr. Marcel Holy (NUVD), Vanessa Gräpel (Landkreis Diepholz), Thomas Uhlen, Thomas Heidemann, Heike Hannker und Dr. Melanie Hartwich (Niedersächsische Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). Foto: Lammert

Nach 3 Jahren Arbeit hat Pia Müller die vom Forschungsprojekt LimnoScen᠆ES erarbeitete „Handlungsempfehlung zur Transformation der Dümmer-Region“ in der Bar dü Mar an die beiden CDU-Landtagsabgeordneten André Hüttemeyer (Vechta) und Thomas Uhlen (Bad Essen) sowie Thomas Heidemann als Vertreter der Grünen überreicht. Das Projekt ist angesiedelt beim Forschungszentrum Institut für Umweltsystemforschung und Institut für Geographie in Osnabrück.

In der Handlungsempfehlung für die Bereiche Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz heißt es unter anderem, um die Transformation der Dümmerregion erfolgreich zu gestalten, sei es notwendig, die „lokalen Akteure zwingend“ mit einzubeziehen. Mit Blick auf die Wasserwirtschaft fordert das Projekt unter anderem den Bau des Schilfpolders an der Hunte und die erste Ausbaustufe bis 2028. Für die Landwirte müsse es langfristige Perspektiven und finanzielle Sicherheiten einhergehend mit einem bis 2027 zu erstellenden Leitbild für eine nachhaltige Landwirtschaft geben. Mit Blick auf den Naturschutz fordert die Projektgruppe bis 2030 die Renaturierung der Hunte sowie Binseninseln im und Schilfgürtel am Dümmer. Und: Bis 2027 sollten ein naturnahes touristisches Leitbild vorliegen und bis 2033 der sogenannte sanfte Tourismus etabliert sein.

Möglichst viele Handlungsempfehlungen müssen auch umgesetzt werden

An den verschiedenen Workshops im Rahmen des Projektes und an den Arbeitsgruppen hatten seit 2019 Vertreter aus unterschiedlichen Institutionen aus dem Dümmerraum teilgenommen. Pia Müller stellte klar, nur wenn die ökologischen Probleme im und am Dümmer behoben seien, ließen sich auch die anderen Probleme lösen.

Der Vechtaer CDU-Landtagsabgeordnete André Hüttemeyer erklärte, die Politik müsse die Forderungen nun genau einordnen und klären, wer für die Umsetzung welches Vorhabens zuständig sei. So müssten einen Teil der Aufgaben die Kommunen übernehmen, einen Teil das Land. Heike Hannker, Freidemokratin und Mitglied des Hüder Gemeinderates sowie Samtgemeinderates der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, erklärte: „Ich hoffe, dass das Papier jetzt nicht in irgendeiner Schublade verschwindet.“ Es sei wichtig, dass alle Beteiligten gemeinsam möglichst viele der Handlungsempfehlungen auch tatsächlich umsetzen.

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