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Fünf Verletzte bei Wohnungsbrand in Vechta

Ein Betroffener ist wegen Rauchgasvergiftung mit einem Rettungshubschrauber nach Osnabrück geflogen worden. Die anderen wurden von den Maltesern in umliegende Kliniken verteilt.

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Die Einsatzkräfte im Austausch mit Anwohnern. Mit Atemschutztechnik arbeiten sich die Feuerwehrleute im brennenden Haus in der Bachstraße vor. Foto: M. Niehues

Die Einsatzkräfte im Austausch mit Anwohnern. Mit Atemschutztechnik arbeiten sich die Feuerwehrleute im brennenden Haus in der Bachstraße vor. Foto: M. Niehues

Als am Montag gegen 14.40 Uhr die Einsatzkräfte zu einem Wohnungsbrand in Vechta gerufen wurden, hieß es anfangs nur, eine Person werde vermisst, alles weitere unklar. Am Einsatzort in der Bachstraße angekommen, hatten Feuerwehrleute und Rettungskräfte es dann tatsächlich sogar mit fünf Verletzten zu tun.

Ein Verletzter wird mit dem ADAC-Rettungshubschrauber nach Osnabrück geflogen. Foto. M. NiehuesEin Verletzter wird mit dem ADAC-Rettungshubschrauber nach Osnabrück geflogen. Foto. M. Niehues

Zuvor war in einer Obergeschosswohnung des Vierfamilienhauses ein Feuer ausgebrochen. Einige Nachbarn des Hauses atmeten Rauch ein, konnten sich aber selbst ins Freie bewegen. Nach Angaben von Rettungsdienstleiter Sebastian Jütte-Winkel habe ein weiterer Nachbar versucht, den Bewohner der brennenden Wohnung aus dieser zu befreien. Sowohl der Bewohner, als auch der Nachbar hätten es trotz des Qualms geschafft, schnell aus dem Gebäude zu kommen und somit sehr viel Glück gehabt.

Die Feuerwehr muss sich im Haus den Weg freiräumen: Hier fliegt eine verbrannte Matratze nach draußen. Foto: M. NiehuesDie Feuerwehr muss sich im Haus den Weg freiräumen: Hier fliegt eine verbrannte Matratze nach draußen. Foto: M. Niehues

Gleichwohl hätten beide Personen, ebenso wie die anderendrei, Rauchgasvergiftungen davongetragen. Alle Verletzten wurden zunächst von den Maltesern und Notärzten je in einem Rettungswagen vor Ort erstversorgt. Um die umliegenden Kliniken nicht zu überlasten, wurde der Bewohner mit einem ADAC-Rettungshubschrauber vom Gelände der Geschwister-Scholl-Schule aus in eine Klinik nach Osnabrück geflogen.

Rettungskoordination vor Ort: Insgesamt fünf Verletzte mussten von den Maltesern und Notärzten versorgt werden. Foto: M. NiehuesRettungskoordination vor Ort: Insgesamt fünf Verletzte mussten von den Maltesern und Notärzten versorgt werden. Foto: M. Niehues

Die Feuerwehren aus Vechta und Langförden waren vorsichtshalber auch mit der Drehleiter am Einsatzort. Benötigt wurden aber vor allem Kräfte mit Atemschutztechnik, die sich in die brennende Wohnung vorarbeiteten. Hier stellten sich den Kameraden aber viele Gegenstände in den Weg, die zunächst durch die Fenster nach draußen geworfen werden mussten, um den Weg freizubekommen und Glutnester löschen zu können. Die Feuerwehr hatte das Einsatzgeschehen schnell unter Kontrolle.

Vorsichtshalber war auch die Drehleiter vor Ort: Einsatz in der Bachstraße in Vechta. Foto: M. NiehuesVorsichtshalber war auch die Drehleiter vor Ort: Einsatz in der Bachstraße in Vechta. Foto: M. Niehues

Wegen der unklaren Lage zur Situation mit den Verletzten waren die Malteser mit einem eigenen Einsatzleitwagen vor Ort. Von hier aus wurden alle Maßnahmen direkt koordiniert. Glücklicherweise hätten die Malteser bei niemandem schwere Brandverletzungen feststellen müssen, sagte Jütte-Winkel. Insgesamt seien die Betroffenen mit leichten Verletzungen davongekommen.

Platzregen mit Hagel: Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen zum Parkplatz des Hubschraubers gebracht. Das Verladen bei Regen stellte die Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen. Foto: M. NiehuesPlatzregen mit Hagel: Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen zum Parkplatz des Hubschraubers gebracht. Das Verladen bei Regen stellte die Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen. Foto: M. Niehues

Wozu sich der Rettungsdienstleiter nicht äußern möchte, ist, was Nachbarn vor Ort berichten: Demnach soll der Wohnungsinhaber bei den Rettungskräften alles andere als unbekannt sein. Wegen Drogenkonsums soll es hier in der Vergangenheit immer wieder zu entsprechenden Einsätzen gekommen sein.

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