Freibad-Saison ist von vielen Vorgaben geprägt
Das Dammer Freibad öffnet Freitag. Die Stadt stützt sich bei den Regelungen auf Papiere der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.
Klaus-Peter Lammert | 25.05.2020
Das Dammer Freibad öffnet Freitag. Die Stadt stützt sich bei den Regelungen auf Papiere der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.
Klaus-Peter Lammert | 25.05.2020

Warten auf die ersten Gäste: Ulrich Hake und Christine Schlarmann freuen sich auf den Beginn der neuen Saison im Dammer Freibad. Foto: Lammert
Nachdem die Lohner und die Neuenkirchen-Vördener bei den Öffnungen der Freibäder vorgesprescht waren, ziehen am Freitag (29. Mai) die übrigen Kommunen nach. So öffnet auch Damme sein Freibad. Allerdings wird der Badespaß in dieser Saison nicht so ungetrübt sein wie in den Vorjahren, was nicht mit der Wasserqualität zu tun hat. Vielmehr hat die Stadt wegen der Corona-Pandemie Regelungen eingeführt, die es in dieser Form in der städtischen Freibad-Geschichte noch nicht gegeben hat. So ist die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen, auf 244 begrenzt. Dabei orientiert sich die Stadtverwaltung nach Angaben Mike Ottes, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales im Rathaus, am "Pandemieplan Bäder", den die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen am 23. April aufgestellt und anschließend ergänzt hat. Maximal ein Drittel der bis zu 244 Besucher darf sich im Becken befinden. Der Zahl von 244 Gästen liegt nach Worten Mike Ottes die Ergänzung „Ermittlung der maximalen Besucherzahlen in Freibädern“ zum "Pandemieplan Bäder" zugrunde. Hier empfiehlt die Gesellschaft, zur Wahrung der notwendigen Sicherheitsabstände pro Person eine Fläche von 15 Quadratmetern vorzusehen. Die Liegewiese im Dammer Bad misst rund 3655 Quadratmeter. Die Stadtverwaltung will über die Ausgabe von Kunststoffarmbändern an die Badegäste sicherstellen, dass sich nicht mehr als 244 Personen gleichzeitig auf dem Gelände tummeln. Wer das Badgelände verlässt, gibt sein Armband wieder ab, das wird desinfiziert, und der nächste kann es bekommen. Die Stadt habe sich bei der Beschränkung der Zahl der Badegäste am "Pandemieplan Bäder" orientiert, weil die Vorgaben des Landes Niedersachsen in einer Verordnung vom 22. Mai hinsichtlich der Freibäder nicht genau definiert seien, sagte Mike Otte. So heißt es in der Verordnung des Landes, beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt müsse ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu jeder Person gewährleistet sein, die nicht zum eigenen Hausstand gehört. Zudem ist eine Steuerung des Zutritts zur Vermeidung von Warteschlangen insbesondere vor den Umkleidebereichen und den Duschen vorzunehmen. Hinsichtlich des Verkaufs der Eintrittskarten hat die Dammer Stadtverwaltung entschieden, dass es in diesem Jahr keine Saison- und auch keine Ferienkarten für Schülerinnen und Schüler geben wird. Somit sind nur Einzel- sowie Zehner- und 25er-Karten erhältlich. Auf vergleichsweise wenig Gegenliebe bei vielen Mädchen und Jungen bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr wird eine weitere Vorgabe stoßen: Sie dürfen die Anlage nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten. Neu ist auch der "Schichtbetrieb", den die Stadtverwaltung im Freibad einführt. Die Anlage ist mittags zwischen 13 und 14 Uhr komplett geschlossen. Das heißt: Alle Vormittagsbesucher müssen die Anlage bis 13 Uhr verlassen haben. Letzter Einlass ist vor- und nachmittags jeweils eine Stunde vor der Schließung des Bades. Während das Bad mittags geschlossen ist, werden im Zuge der Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus Reinigungsarbeiten vorgenommen. Die werden Mitarbeiter einer externen Firma übernehmen. Zudem wird das Freibad-Personal auch während der Öffnungszeiten regelmäßig reinigen und zum Beispiel mehrmals die Handläufe desinfizieren. Es gibt weitere Festsetzungen der Stadt, die den Badebetrieb mehr oder minder stark beeinflussen: Im Eingangsbereich sowie vor den Sprungtürmen und der Rutsche sind Abstandsmarkierungen angebracht. Die Kletterwand bleibt in dieser Saison geschlossen, ebenso ein Teil der Startblöcke. Das große Becken wird durch Leinen in einen Schwimmer- und in einen Nichtschwimmer-Bereich unterteilt sein. Zwei weitere Leinen werden Schwimmzonen abtrennen. Die Sammelumkleiden sind wie die Warmduschen geschlossen. Von den Einzelumkleiden steht nur die Hälfte zur Verfügung. Die Sitzgelegenheiten unmittelbar am großen Becken hat das Personal entfernt. Es gibt einen Hygieneplan, unter anderem mit einem Kapitel "Eigenverantwortung/Risikovermeidung durch den Badegast", einen zusätzlichen Aushang "Informationen für unsere Badegäste" sowie eine Ergänzung der Hausordnung. Der Eingangsbereich wird per Zaun vom Ausgang abgetrennt. Sowohl am Eingang als auch auf dem Freibadgelände werden Desinfektionsmittelspender vorhanden sein. Die Öffnungszeiten des Dammer Freibades: Maximal 244 Personen
Kunststoffarmbänder helfen beim Zählen
Keine Saison- oder Ferienkarten

Markierungen vor den Sprungtürmen
Fakten
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