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Feuerwehr Bakum unterstützt Hochwasseropfer

Kurzerhand vernetzten sich die Kameraden mit der Freiwilligen Feuerwehr Treis an der Mosel. Am Wochenende konnte der erste Hilfstransport erfolgreich absolviert werden.

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Treffpunkt Gemeindehaus Treis-Karden: Die Feuerwehr Bakum hat sich kurzerhand mit der Feuerwehr Treis vernetzt, um die Flutopfer zu unterstützen.  Foto: Feuerwehr Bakum

Treffpunkt Gemeindehaus Treis-Karden: Die Feuerwehr Bakum hat sich kurzerhand mit der Feuerwehr Treis vernetzt, um die Flutopfer zu unterstützen.  Foto: Feuerwehr Bakum

„Apokalyptisch“ sei es vor Ort gewesen. So berichteten die Kameraden von der Feuerwehr Bakum, sagt Ortsbrandmeister Christian Wienken, nachdem sie am Sonntag zurückgekommen waren. 7 Personen reisten am Wochenende mit einem Lkw voller Hilfsgüter nach Treis-Karden (Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz), um die Menschen in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten zu unterstützen.

Die Bakumer Feuerwehr entschied sich am vergangenen Dienstag, eine Hilfsaktion zu starten. Danach sei alles ganz schnell gelaufen, sagt Wienken. „Es ist klasse, dass die Bereitschaft, zu helfen, so groß ist.“ Ein Spendenkonto ist eingerichtet und am Donnerstagabend sind Materialien gesammelt worden, die vor allem bei den Aufräumarbeiten helfen sollen: Besen, Eimer, Schaufeln, Abzieher, Gummistiefel, Taschenlampen oder auch Batterien. Bis Donnerstagabend sind über das Spendenkonto 35.000 Euro zusammengekommen, erzählt Wienken. Mit einem Teil des Geldes sind daraufhin weitere Geräte besorgt worden. In der Nacht zu Samstag reiste die Gruppe schließlich mit den Spenden an die Mosel.

Hilfreiche Materialien hatten die 7 Kameraden der Bakumer Feuerwehr im Gepäck, als sie am Wochenende nach Rheinland-Pfalz reisten. Foto: Feuerwehr BakumHilfreiche Materialien hatten die 7 Kameraden der Bakumer Feuerwehr im Gepäck, als sie am Wochenende nach Rheinland-Pfalz reisten. Foto: Feuerwehr Bakum

Nach Treis-Karden – der Ort ist selbst nicht von dem Hochwasser betroffen – entstand der Kontakt über einen Bakumer Kameraden, der Verwandtschaft in der Mosel-Gemeinde hat, erzählt Christian Wienken. Die beiden Feuerwehren aus Bakum und Treis-Karden waren somit schnell vernetzt. Die Hälfte der Hilfsgüter sei vorübergehend im Gemeindehaus in Treis-Karden eingelagert worden. Die Kameraden vor Ort übernehmen die weitere Verteilung. Die andere Hälfte ist am Wochenende in die rund 60 Kilometer entfernten Kommunen Ahrweiler und Dernau gebracht worden. Den Bakumer Kameraden, die vor Ort waren, habe man am Sonntag nach ihrer Rückkehr anmerken können, dass das Ausmaß der Katastrophe kaum zu erfassen ist, sagt Wienken. 

Der Kontakt zu Feuerwehr Treis werde deshalb aufrechterhalten. Die Bakumer Kameraden möchten weiterhin Hilfe leisten und nehmen deshalb noch Geldspenden an, sagt der Ortsbrandmeister. Nach Absprache mit den Kameraden in Treis werde in den kommenden Tagen und Wochen geschaut, was benötigt wird und dementsprechend gekauft. „Die Hilfe kommt 1 zu 1 bei der Bevölkerung an“, verspricht Wienken.

Info: Wer sich an der Hilfsaktion der Bakumer Feuerwehr beteiligen möchte, kann das folgendermaßen tun: Es ist ein Spendenkonto bei der Volksbank Bakum eingerichtet. Zahlungsempfänger: Feuerwehr Bakum, IBAN: DE08 2806 3607 0001 6195 05, Verwendungszweck: Spende Hochwasser. Alternativ ist eine Spende auch per Paypal möglich: kassenwart@feuerwehr-bakum.de. Im Textfeld kann ebenfalls „Spende Hochwasser“ eingetragen werden.

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