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Farbschmierereien: Polizei ermittelt 2 Verdächtige

Nach zahlreichen Vorfällen im Cloppenburger Stadtgebiet haben Beamte die Wohnungen eines 21- und eines 22-Jährigen durchsucht. Gegen sie wird weiter ermittelt.

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Schmierereien an der Brücke: Ein großer Schriftzug wurde an der B72 gesprüht. Foto: Hermes

Schmierereien an der Brücke: Ein großer Schriftzug wurde an der B72 gesprüht. Foto: Hermes

Nach zahlreichen Farbschmierereien im Cloppenburger Stadtgebiet hat die Polizei 2 Verdächtige ermittelt. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, haben sich die Taten hauptsächlich zwischen dem 26. und 30. März ereignet.

Die Inhalte waren „teilweise als regierungskritisch einzuordnen“, so die Polizei weiter. Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen erhärtete sich nun der Verdacht gegen 2 junge Männer aus Cloppenburg.

Daraufhin wurden auf Antrag der Oldenburger Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der beiden erlassen: „Diese wurden in der vergangenen Woche durch die Polizei umgesetzt. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt“.

Foto: Hermes
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Der 21- und der 22-Jährige wurden für die polizeilichen Maßnahmen auf die Dienststelle nach Cloppenburg gebracht und anschließend wieder entlassen, die Auswertung des Beweismaterials dauert derzeit noch an. Neben den regierungskritischen Farbschmierereien zu den Maßnahmen während der Corona-Pandemie kann nach derzeitigem Ermittlungsstand auch der Schriftzug „ASR“ zugeordnet werden. Hier hatte es jüngst noch ein großes Graffiti an der B72 gegeben.

Den jungen Männern wird bislang Sachbeschädigung und Gemeinschädliche Sachbeschädigung vorgeworfen. „Nach Abschluss der Ermittlungen, die derzeit noch andauern, werden die Ermittlungsakten an die Staatsanwaltschaft Oldenburg weitergeleitet, die über das weitere Vorgehen entscheidet“, teilte Polizeisprecherin Uta-Masami Bley auf Nachfrage von OM online mit.

Bedeutung des Schriftzuges „ASR“ bleibt offen

Was der Schriftzug „ASR“ bedeutet, bleibt weiterhin offen. „Hierzu können aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden“, so Bley weiter. Wie berichtet, gibt es zu den Taten eine anonyme Facebookseite, auf Nachfrage äußerten sich die Betreiber Anfang April gegenüber OM online zu den Vorfällen. 

„Unsere Absicht ist in erster Linie, die Bevölkerung aufzuwecken und zum Nachdenken anzuregen,“ teilten sie damals anonym mit. Auch zum Vorwurf der Sachbeschädigung bezogen sie Stellung: „Wir stehen dazu und streiten das nicht ab.“ Dabei hätten sie sich Objekte ausgesucht, die Staatseigentum oder Eigentum von Leuten seien, die den Schaden ohne Probleme verkraften können.

Der OM online Podcast. Thema  der neuen Ausgabe sind Kunstrasenplätze im Oldenburger Münsterland. Welche Halme sind die besten, wie steht es um Ökologie und Nachhaltigkeit? Und was haben geschredderte Olivenkerne mit dem Thema zu tun?  Jetzt reinhören! 

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