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Europaweite Ausschreibung für Neubau der Grundschule in Altenoythe

Der Friesoyther Schulausschuss hatte sich  in erster Linie mit Bau-Projekten zu beschäftigen. Nachdem bei der Realschule Ruhe eingekehrt ist, steht nun die Gerbert-Schule im Fokus.

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Der Neubau der Gerbert-Schule soll europaweit ausgeschrieben werden. Für die Baumaßnahme sind insgesamt rund neun Millionen Euro veranschlagt. Foto: Stix

Der Neubau der Gerbert-Schule soll europaweit ausgeschrieben werden. Für die Baumaßnahme sind insgesamt rund neun Millionen Euro veranschlagt. Foto: Stix

Die Friesoyther Schullandschaft gleicht einer großen Baustelle. Der Landkreis baut an der Elisabethschule, den Berufsbildenden Schulen und dem AMG, bei den städtischen Schulen ist das Schulzentrum an der Dr.-Niermann-Straße in Arbeit, der Neubau der Gerbertschule, die Sanierung der Heinrich-von-Oytha-Schule (HvO) und ein Anbau bei der Grundschule Thüle sind in Planung. Und am Horizont wartet bereits die Grundschule in Gehlenberg, die laut Schülerzahlenprognose in wenigen Jahren aus allen Nähten platzen wird und dementsprechend erweitert werden muss.

Beim Schulzentrum für die Realschule und die Ludgeri-Schule ist nach den heftigen Diskussionen um die Kostenentwicklung inzwischen wieder Ruhe eingekehrt. Bei der Schulausschussitzung am Mittwochabend betonten beide Fraktionen, dass mit den bereits im April im Verwaltungsausschuss vorgelegten Plänen und Kostenrechnungen die Unklarheiten beseitigt worden seien.

Neun Millionen Euro für Neubau der Gerbertschule

Diesen Plänen zufolge belaufen sich die Kosten für den Neubau sowie zusätzlich angefallene Sanierungsarbeiten und vorgezogene Maßnahmen wie berichtet auf knapp 8 Millionen Euro. In der Ausschussvorlage sind zudem mögliche weitere Arbeiten für weitere 1,9 Millionen Euro genannt. Ob diese Maßnahmen umgesetzt werden, ist zu einem späteren Zeitpunkt vom Rat zu entscheiden.

So soll nach den Planungen der Stadt der Neubau der Gerbertschule aussehen. Auf einen Fertigstellungstermin will sich die Stadt derzeit nicht festlegen. Grafik: Stadt FriesoytheSo soll nach den Planungen der Stadt der Neubau der Gerbertschule aussehen. Auf einen Fertigstellungstermin will sich die Stadt derzeit nicht festlegen. Grafik: Stadt Friesoythe

Die Kosten für den Neubau der Altenoyther Gerbertschule bewegen sich gemäß einer Vorlage für den Schulausschuss in ähnlichen Größenordnungen: Hier veranschlagt die Verwaltung eine Gesamtsumme von rund neun Millionen Euro. Wie teuer die Sanierung der HvO wird, lasse sich, so die erste Stadträtin Heidrun Hamjediers, noch nicht abschätzen. Die Verwaltung gehe von über zwei Millionen Euro aus.

Um Diskussionen wie beim Schulzentrum zu vermeiden, wird die Verwaltung nach einem zustimmenden Beschluss des Schulausschusses die Bau- und Detailplanung sowie die Bauüberwachung europaweit ausschreiben und dafür eine darauf spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei einschalten. Die Grundplanung hatte wie berichtet die Stadtverwaltung bereits durchgeführt.

Gerbertschule sollte ursprünglich zum Schuljahr 2022/23 fertig sein

Durch die Konzentration der weiteren Schritte und durch den Blick von außen erhoffen sich die Verwaltung und die Ausschussmitglieder eine zügige Bauabwicklung, sodass der Zeitverzug durch die Ausschreibung kompensiert werden könne. Auf einen Fertigstellungstermin wollte sich Hamjediers auf Anfrage des Altenoyther Ratsherren Gerd Stratmann (CDU) nicht festlegen. In dem Ratsbeschluss, mit dem der Neubau im Juni 2018 beschlossen wurde, ist als Ziel für die Fertigstellung das Schuljahr 2022/23 genannt.

Stratmann und der HvO-Schulleiter Rasmus Braun zeigten sich indes verärgert über die lange Zeit, die seit dem ersten Ratsbeschluss zu dem Thema vergangen sei. "Der Rat hat am 20. Juni 2018 den Auftrag für Neubau und Sanierung erteilt", erinnerte Stratmann. Er könne nicht nachvollziehen, was bislang so lange gedauert habe. Hamjediers und Bürgermeister Sven Stratmann verwiesen darauf, dass in der Zwischenzeit die gesamte Grund- und Bauvorplanung stattgefunden habe. Zudem sei der Bauantrag inzwischen beim Landkreis abgegeben, man hoffe auf eine Baugenehmigung im vierten Quartal des laufenden Jahres.

Grundschule Thüle bekommt Anbau für Ganztagsbetreuung

Deutlich schneller sollte es beim Anbau der Grundschule Thüle gehen. Hier werden für 36.0000 Euro zwei Räume für die Ganztagsbetreuung angebaut. 270.000 Euro davon werden aus einem Investitionsprogramm finanziert, mit dem das Land das Ganztagsangebot an Grundschulen stärken will. 1000 Euro steuert der Förderverein der Grundschule bei, für die Stadt verbleibt eine Investitionssumme von 89.000 Euro.

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