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Erstkommunion wird zur Herausforderung

Die Vechtaer Stadtgemeinde St. Mariä Himmelfahrt bietet für 122 Kinder 23 Gottesdiensttermine an. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen unterliegt der Weiße Sonntag einem Wandel.

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Vor dem großen Ereignis: Jörg (links) und Heike Brandt (rechts) freuten sich mit Tochter Charlotte und Sohn Hinrich auf den Gottesdienst zur Feier der Erstkommunion. Foto: Floren

Vor dem großen Ereignis: Jörg (links) und Heike Brandt (rechts) freuten sich mit Tochter Charlotte und Sohn Hinrich auf den Gottesdienst zur Feier der Erstkommunion. Foto: Floren

Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Regelungen für Veranstaltungen machen auch vor heimischen Kirchentüren nicht halt. 23 Gottesdienste in vier Kirchen vom 4. Juli bis 4. Oktober: Das sind nur drei Eckpunkte des von Pastoralreferentin Angela Boog seit Anfang Juni erarbeiteten und nach Beratungen im Seelsorgeteam von den Gemeindegremien abgesegneten Zeitplans.

Danach sollen in drei Monaten, mit der Ausnahme von wenigen Ferienwochenenden, in der katholischen Vechtaer Stadtgemeinde St. Mariä Himmelfahrt 122 Mädchen und Jungen unter dem Leitgedanken "Ich will bei dir zu Gast sein" zur Erstkommunion geführt werden. "Bei der Art und Weise wie sie den Tag der Ersten Heiligen Kommunion feiert, sind die Kirchengemeinden, ähnlich wie bei Trauungen, völlig unabhängig. Vorgaben, etwa seitens des Bistums Münster oder des Offizialats, gibt es keine. Im Mittelpunkt steht die Erstkommunion. Die Zahl der Teilnehmer richtet sich nach der Größe der jeweiligen Kirche", erklärt Christian Gerdes, Sprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialats (BMO) Vechta.

Feiern mit mehreren Hundert Personen undenkbar

Gottesdienstfeiern mit mehreren hundert Personen, wie sie sich traditionell zu diesem kirchlichen Hochfest auf den Weißen Sonntag und zwei weitere Sonntage konzentrieren, sind in diesem Jahr wegen aktuell geltender Corona-Kontaktbeschränkungen nicht möglich. "2020 ist ein ganz besonderes Jahr. Wir hoffen, dass es in Zukunft besser wird", zeigt sich Boog trotz aller Unwägbarkeiten zuversichtlich. Zugleich lobt die Pastoralreferentin alle Eltern und Katecheten, die die Kinder im Vorfeld auf ihrem Weg begleitet haben.

Ihr Kollege Daniel Richter weist zudem darauf hin, dass es "seitens der Eltern großen Rückhalt für das Konzept von St. Mariä Himmelfahrt gegeben habe, seitdem Gewissheit über die Daten herrschte". Für Richter stellen die Einzeltermine "einen willkommenen Kompromiss" dar.

"Unsere Familie war wegen der Corona-Krise mit den Vorgaben einverstanden"Heike Brandt aus Oythe

Für den ersten Terminvorschlag bei dem laut Zeittafel am Samstag in den Kirchen St. Marien Oythe, Maria Frieden, der Propstei St. Georg und in der Heilig-Geist-Kirche Marienain Gottesdienste angeboten wurden, hatte sich etwa Familie Brandt aus Oythe entschieden. "Andere Termine oder eine Verschiebung von Hinrichs Erstkommunion auf das nächste Jahr waren für uns kein Thema“, erinnert sich Heike Brandt. Anders als bei ihrer Tochter Charlotte, die vor zwei Jahren auf traditionelle Art und Weise und in großer Gemeinschaft ihre Erstkommunion feiern konnte, gab es für ihren Bruder Hinrich und zwei weitere Kommunionkinder einen eigenen Gottesdienst, in einem eher kleinen Kreis. "Unsere Familie war wegen der Corona-Krise mit den Vorgaben einverstanden", so Brandt.

Alle drei Kommunionkinder hatten Einladungskarten für diesen Tag erhalten. Die brachten sie neben ihren Taufkerzen mit zu ihrem Gottesdienst. Dort wurden die Kinder und ihre Angehörigen bereits von Pater Martin vom Konvent der Dominikaner in Füchtel erwartet. Zugelassen waren, Corona geschuldet, nach dem Zahlenschlüssel der Gemeinde jeweils acht Gäste. Für jede Familie gab es wegen der geltenden Abstandsregelungen reservierte Plätze in den mit gelb-weißen Papierblumen geschmückten Kirchenbänken. Da mussten Verwandte in mehr als einem Fall zurückstehen und es war eben Verständnis gefragt.

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