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Erste Station für neuen Impfstoff ist Quakenbrück

Der Impftstoff von Moderna wird von Quakenbrück aus in der gesamten Republik verteilt. Die erste Lieferung kam unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in der Bundeswehrkaserne an (Update).

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Einsatzfahrzeuge der Polizei begleiten einen Kühltransporter vom Gelände der Artlandkaserne der Bundeswehr. Foto: Sina Schuldt / dpa

Einsatzfahrzeuge der Polizei begleiten einen Kühltransporter vom Gelände der Artlandkaserne der Bundeswehr. Foto: Sina Schuldt / dpa

Der erste in Deutschland eingetroffene Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist am Dienstag über eine Bundeswehrkaserne im niedersächsischen Quakenbrück an alle Bundesländer verteilt worden. Das dortige Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial in der Artland-Kaserne ist nach Angaben der Landesregierung das zentrale Impfstofflager. Es hat den Status einer Bundeswehrapotheke.

Die erste Lieferung mit rund 60.000 Dosen des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna ist  in Deutschland angekommen und wird jetzt in der Bundeswehrkaserne in Quakenbrück für die weitere Verteilung zwischengelagert. Einsatzfahrzeuge der Polizei begleiteten bereits die ersten Kühltransporter vom Gelände der Artlandkaserne der Bundeswehr. Das Versorgungs- und Instandsetzungszentrum in Quakenbrück wird in der Corona-Krise als zentrales Impfstofflager in Deutschland genutzt.

Alle Corona-Impfdosen für Deutschland werden zunächst dorthin gebracht. Von dort geht der Impfstoff dann zu den Verteilzentren der Bundesländer und danach zu den Impfzentren, wie die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, erklärte.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen: Die Auslieferung der Impfdosen steht unter Polizeischutz. Foto: Sina Schuldt  dpaErhöhte Sicherheitsvorkehrungen: Die Auslieferung der Impfdosen steht unter Polizeischutz. Foto: Sina Schuldt / dpa

Nach Angaben des Logistikunternehmens Hellmann lief die Verteilung nach Plan. Alle der etwa 64.000 Moderna-Dosen seien ausgeliefert worden, sagte der für den Transport zuständige Manager, Matthias Magnor, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben 16 Fahrzeuge im Einsatz, es sind alles Tiefkühlfahrzeuge, GPS-überwacht." Auch die Temperatur im Innenraum werde genau kontrolliert. "Die Transporte, die wir durchführen, sind alle von der Bundespolizei begleitet."

Magnor zufolge bringt Hellmann den Impfstoff in alle Bundesländer außer nach Niedersachsen und Baden-Württemberg. Diese beiden Länder setzen dem Manager zufolge eigene Dienstleister ein, die die Impfdosen abholen.

Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und 12 Stunden bei Raumtemperatur stabil. Das Präparat ist der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer.

Ende März sollen etwa 1,8 Millionen Dosen verfügbar sein

Bei beiden handelt es sich um sogenannte mRNA-Impfstoffe. Dem Logistikunternehmen zufolge wird die gesamte Corona-Impfstoffverteilung über das Zentrallager organisiert. Auch Dosen anderer Hersteller, die künftig in Deutschland Verwendung finden, sollen von dort aus an die Bundesländer verteilt werden.

Nach den Erwartungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden vom Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer bis Ende März etwa 10,1 Millionen, von Moderna etwa 1,8 Millionen Dosen verfügbar sein. Damit könne es gelingen, im ersten Quartal allen Impfwilligen der ersten Prioritätsgruppe ein Angebot zu machen. Dazu gehören laut Spahn Ältere über 80, Pflegeheimbewohner und Gesundheitspersonal mit besonders hohem Infektionsrisiko.

Die Bundeswehrapotheke in Quakenbrück versorgt mehrere Militärstandorte in Norddeutschland sowie Einsätze im afrikanischen Mali mit Medizingeräten, Arzneimitteln und Medizinprodukten. Das Zentrum ist zudem Weiterbildungs- und Ausbildungsstätte etwa für Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenten, Apotheker, Pharmazeutisch-technische Assistenten und Medizintechniker.

Auf dem Gelände der Artlandkaserne befindet sich eine der zur Marine gehörenden Bundeswehrapotheke, die größere logistische Aufgaben bewältigen kann. So werden von dort laufende Bundeswehreinsätze wie in Mali mit Gerät und Medikamenten versorgt. Auch Schiffe und Boote der Marine werden mit Sanitätsmaterial beliefert.

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