Er freut sich auf eine Bratwurst im Borussia-Park
Immer dieselben zehn Fragen an jedem Samstag stellen wir Menschen aus dem Kreis Vechta: Bernard Vocke ist Vorstandsmitglied der Dinklager-Fohlen-Freunde.
Frederik Böckmann | 08.08.2020
Immer dieselben zehn Fragen an jedem Samstag stellen wir Menschen aus dem Kreis Vechta: Bernard Vocke ist Vorstandsmitglied der Dinklager-Fohlen-Freunde.
Frederik Böckmann | 08.08.2020

Die Borussia ist sein Verein: Bernard Vocke ist Vorstandsmitglied des Mönchengladbach-Fanclubs Dinklager-Fohlen-Freunde. Foto: Böckmann
Und? Wie ging es in letzter Zeit? Die vergangenen Wochen waren schon irgendwie anders. Einige Dinge haben sich neu ergeben, insbesondere im beruflichen Kontext. Technische Dinge wurden beschleunigt. Ich durfte unter anderem die Einführung der Kundenberatung per Video für unsere Volksbank Vechta mit begleiten. Die Trainings und Workshops gestalten wir aktuell ebenfalls über GoToMeeting. Von Kurzarbeit und anderen Dingen sind wir verschont geblieben, es galt lediglich sich anders zu organisieren. Die Gesundheit in der Familie passt und ansonsten ist alles gut. Losgelöst von Corona denke ich viel an zwei liebe Menschen, die sehr schwer krank sind. Ich wünsche allen Kranken an dieser Stelle viel Gesundheit, allen anderen natürlich auch. Ach ja, eines noch: Unsere Großfamilie hätte jetzt gerne den Heimaturlaub von Schwester Irene Kalvelage begleitet. Sie ist als Missionsschwester in Südafrika tätig. Dieser wurde wegen der Pandemie kurzfristig verschoben. Das ist ebenfalls sehr schade. Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt? Gegönnt? Ist eigentlich der falsche Ausdruck. Wir haben im September 2018 mit vielen Gästen unsere Silberhochzeit im gleichen Saal gefeiert, wo wir auch unsere Grüne Hochzeit gefeiert haben. Das war ein wunderschönes Fest und wir haben es sehr genossen. Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft? Das komplizierte Steuerrecht. Ich stelle mir die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, von jeder Einnahme einen festen Prozentsatz als Steuer zu vereinnahmen. Unter dem Strich bliebe für die Gemeinschaft sicherlich mehr übrig. Und dann noch etliche Subventionen. Oder anders ausgedrückt: Ich würde die Subventionen nach Bedürftigkeit vergeben. Für mich stellt sich die Frage, warum erst sinnvolle Dinge umgesetzt werden, wenn es zusätzliche Anreize gibt. Und dann gibt es ja auch Beispiele, dass es neue Subventionen gibt, wenn diese wieder zurückgebaut werden. Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)? Jetzt könnte ich ja sagen: die Feier der Goldenen Hochzeit. Dann wüsste ich, dass es noch viele Jahre gut weiter gehen würde. Aber mit der Antwort komme ich wohl nicht durch. Es muss nicht der große Traum sein. Ich freue mich auf zwei Wandertage in der Eifel mit zwei Freunden und im Anschluss auf eine Woche Urlaub an der Mosel mit meiner Frau. Im Herbst fahren wir dann mit den Schwiegereltern, Schwager und Schwägerinnen und allen Kindern auf die Insel Ameland. Ich glaube, wir sind 16 Personen, das wird lustig – wenn Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht. Was tun Sie am liebsten? Kann ich nur schwer beantworten. Ich bin dankbar dafür, dass ich einen Beruf habe, der sehr viel Spaß macht. In der Freizeit bin ich gerne im Garten und dann natürlich die Vereinsarbeit im Vorstand des Mönchengladbach-Fanclubs Dinklager-Fohlen-Freunde und der 5. Kompanie Grenzjäger des Dinklager Schützenvereines. Alle vier Wochen treffen wir uns vom Kegelclub und einmal im Monat spielen wir Männer Doppelkopf. Zwischendurch besuchen wir die Geschwister, außerdem gibt's am Samstagnachmittag bei den Schwiegereltern Kaffee und Kuchen. Nebenbei schauen wir die Bundesliga-Konferenz, am liebsten mit einem Siegerbier. Zu den Dinklager-Fohlen-Freunden möchte ich etwas loswerden. Uns gibt es als offiziell ernannter Fanclub bei Borussia Mönchengladbach schon fast zwanzig Jahre, inoffiziell schon länger. Jetzt haben wir die Mitgliedsnummer 433 vergeben und sind Gladbachs zweitgrößter Fanclub – "weltweit" wie mein Freund August immer ergänzt. In dieser Zeit sind tolle Freundschaften entstanden. Das besondere dabei: alle im Vorstand haben sich erst durch die Liebe zu Mönchengladbach kennengelernt. Darauf sind wir alle sehr stolz. Ein Besuch auf unserer Homepage www.dinklager-fohlen-freunde.de lohnt sich. Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht? Es ist schwer, über sich selbst etwas zu sagen. Ich glaube, dass ich hilfsbereit, gut organisiert und zuverlässig bin. Vorhaben, die mich interessieren, verfolge ich dann auch hartnäckig. Dinge, die mich weniger interessieren, versuche ich dann auch loszuwerden. Daran könnte ich auch arbeiten. Darüber hinaus wäre ich gerne handwerklich etwas geschickter. Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten? Die Tagesschau, Nachrichtensender und natürlich Fußball, wobei mir das Format der Sportschau aktuell nicht mehr so gefällt. Eine ganz besondere Sendung ist das Mittagsmagazin, die Themen sind vielfältig und die Sendung ist sehr informativ. Als Tipp habe ich noch den Dokumentar-Film "Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen". Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen? Zuerst Angela Merkel und Max Eberl. Beiden würde ich sagen, dass sie einen verdammt guten Job gemacht haben. Dann Greta Thunberg, sie soll sich nicht einschüchtern lassen. Ich kenne keinen Menschen, der in so kurzer Zeit so viel bewegt hat, egal wie man zu ihr steht. Was würden Sie gerne einmal wieder essen? Das ist einfach, eine Bratwurst im Borussia-Park. Dann wäre Fußball mit Zuschauern wieder möglich und unser Fanclub könnte Touren planen. Welches Thema in der OV hat Sie am meisten beschäftigt? Mich interessiert alles über Dinklage und Vechta. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen in der Politik regional und international auch irgendwann mal den Mut haben gewisse Dinge nachhaltiger zu sehen und einige geplante Vorhaben neu überdenken und nach verträglicheren Lösungen suchen. Mir kommt es leider oft so vor, dass dort lediglich Interessen durchgewunken werden.
Zur Person:
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