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Eltern fordern weiterhin Kitaplatz-Lösung in Scharrel

Eine zweite Bürgerversammlung findet am Montag (12. Juni) in Scharrel statt. Bürgermeister Thomas Otto bittet hingegen um Geduld.

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Zu viele Kinder und zu wenig Plätze: Auch der Kindergarten „Unterm Regenbogen“ hat mehr Anfragen als Plätze. Foto: Steenken

Zu viele Kinder und zu wenig Plätze: Auch der Kindergarten „Unterm Regenbogen“ hat mehr Anfragen als Plätze. Foto: Steenken

In Scharrel fehlen zum 1. August zahlreiche Kindergarten- und Krippenplätze. Auf einer ersten Bürgerversammlung waren sich die Anwesenden schnell einig. Es muss eine Lösung für das Kita-Problem her.

Mehrere Eltern hatten Verwaltung und Ratsmitglieder noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass zahlreiche Kinder bis zum 1. August in Scharrel keinen Krippen- oder Kindergartenplatz hätten. Doch an dem Abend wurden von Vertretern der Gemeinde Saterland keine konkreten Lösungsvorschläge unterbreitet. Daher haben sich die betroffenen Eltern dazu entschlossen, eine zweite Bürgerversammlung im Bonifatiushaus in Scharrel zu veranstalten. „Hier erwarten wir von der Verwaltung und Politik konkrete Lösungsvorschläge“, sagt der Sprecher Christoph Wallschlag.

Dazu eingeladen wurde auch Bürgermeister Thomas Otto. Doch der ist derzeit erkrankt und nicht im Dienst. Doch er hat sich schriftlich dazu geäußert. „Ich werde voraussichtlich frühestens ab dem 12. Juni wieder im Dienst sein. Ein Termin am Abend des 12. Juni ist mir leider nicht möglich“, schreibt der Bürgermeister. Soweit ihm berichtet wurde, seien bei der letzten Bürgerversammlung die entsprechenden Standpunkte noch einmal ausgetauscht und von der Elternschaft entsprechende Lösungsvorschläge eingebracht worden. „Die Verwaltung ist bereits seit einigen Monaten damit beschäftigt, entsprechende Gespräche zu führen. Gerade bei Investitionen in Verbindung mit der kirchlichen Einrichtung sind hier noch vertragliche Hemmnisse, die sich durch die Bildung der pastoralen Räume ergeben, nicht geklärt. Hier stehen noch Gespräche mit dem Offizialat in Vechta an“, betonte Otto.

Verwaltung priorisiert eine Containerlösung

Die vorgestellte Lösung einer vorübergehenden Erweiterung im Bestandskindergarten könne das Platzproblem dann auch nur weiter reduzieren, aber trotzdem nicht vollständig beseitigen. Die Verwaltung priorisiere daher, wie bereits mitgeteilt, auch eine Containerlösung oder das Ausweichen auf andere Gebäude. Das größte Problem, das jedoch landesweit zu beklagen ist, sei die mangelnde Verfügbarkeit des erforderlichen Betreuungspersonals. „An all diesen ‚Baustellen‘ wird intern gearbeitet und soweit erforderlich, werden wir auch entsprechende politische Beschlüsse herbeiführen“, betonte Otto weiter. Sobald entsprechende Beschlüsse vorliegen – die Zeit zur Umsetzung benötigen – und konkrete Aussagen zu dem „wie“ und „wann“ getroffen werden können, werde die Verwaltung das auch tun.

„Solange aber kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn erzielt worden ist, macht es aus meiner Sicht auch keinen Sinn, hier die bekannte Thematik in weiteren Versammlungen in der Öffentlichkeit auszuwalzen. Dies bringt uns einer Lösung nicht näher. Sobald wir einen konkreten Lösungsansatz haben, werden wir den gerne mit ihnen und auch mit der Öffentlichkeit teilen“, erklärt Bürgermeister Otto.

„Die zweite Bürgerversammlung wird wie geplant am 12. Juni um 19.30 Uhr im Bonihaus stattfinden“, betonte Wallschlag. Man habe Bürgermeister Otto gebeten, sich digital zuzuschalten.

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