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Eine Übergangslösung für die neuen Bakumer Krippenkinder ist gefunden

Im August soll der Bau für die neue Kita am Kapellenweg in Bakum starten. Für die Übergangszeit ziehen die Kleinsten der Gemeinde zurück in ein Gotteshaus. Dafür muss allerdings noch umgebaut werden.

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Symbolfoto: dpa/Stratenschulte

Symbolfoto: dpa/Stratenschulte

Bakum wächst. Die Folge: Es werden unter anderem immer mehr Krippen- und Kindergartenplätze in der Gemeinde benötigt. Daher wird am Kapellenweg nun eine neue Kindertagesstätte (Kita) entstehen. Die evangelische Kirchengemeinde hat die Trägerschaft der Einrichtung übernommen. Sie wird die Kita zunächst im Rahmen einer Übergangslösung mit einer Krippengruppe starten. Dafür wird nun das Gemeindehaus umgebaut. Hinzu kommen drei Container (Personalraum, sanitäre Einrichtungen und eine Garderobe).

"Es war eine einstimmige Entscheidung", erzählt Pfarrer Karsten Hilgen. Er schätzt die verfügbare Fläche auf rund 70 Quadratmeter und meint "Platz ist mehr als ausreichend vorhanden". Die Anforderungen lägen für eine Krippengruppe bei 45 Quadratmetern. Wann genau die Krippenkinder hier betreut werden können, steht noch nicht exakt fest – voraussichtlich aber im Oktober oder November. "Wenn alles gut läuft, könnte Anfang Oktober klappen", meint Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck vorsichtig.

Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich der Kirchenraum in ein Gemeindezentrum. Der Altar verschwindet hinter den Flügeltüren. Foto: HeinzelMit wenigen Handgriffen verwandelt sich der Kirchenraum in ein Gemeindezentrum. Der Altar verschwindet hinter den Flügeltüren. Foto: Heinzel

Aktuell ist die evangelische Kirche auf der Suche nach geeignetem Fachpersonal für die Krippenbetreuung. Die Leitung für die neue Kita habe man inzwischen gefunden. Sie werde nicht nur gemeinsam mit der Gemeinde ein Konzept für die Einrichtung entwickeln, sondern ebenfalls deren Bau begleiten. Karsten Hilgen möchte dieser Arbeit nicht vorgreifen, doch derzeit könne er sich sehr gut eine "halboffene Lösung" für die Kindertagesstätte vorstellen. Dies bedeute eine prinzipielle Zuordnung der Kinder zu einer Gruppe, gibt ihnen aber gleichzeitig die Gelegenheit, an Aktivitäten anderen Gruppen teilzunehmen.

„In diesem Bereich ist die Not am größten.“Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck über den Bedarf an  Krippenplätzen

Am Kapellenweg soll eine neue Kindertagesstätte mit zwei Krippengruppen – also Betreuungsplätze für Kinder bis 3 Jahren – errichtet werden. "In diesem Bereich ist die Not am größten", sagt Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck. 2020 und besonders 2021 seien besonders geburtenstarke Jahrgänge gewesen. Eine Tatsache, die Pfarrer Karsten Hilgen mit seiner Aussage bestätigt: "Wir taufen praktisch rund um die Uhr."

Die Ausschreibungen für die Baumaßnahme laufen noch bis zum 21. Juli. Im Haushalt für 2022 sind für den Neubau 1,4 Millionen Euro eingeplant. Bakums Bürgermeister meint, dies sei eine Vorab-Prognose. Es gebe aktuell viele Unwägbarkeiten im Bereich der Materialbeschaffung. Dies wirke sich auch auf die Baupreise aus. Die geplante Bauzeit betrage etwa ein Jahr. Ziel ist es, die Räumlichkeiten zum Kindergartenjahr 2023 nutzen zu können. Der Baustart ist für Ende August avisiert.

Wollen bestehende Strukturen nutzen: Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck (links) und Pfarrer Karsten Hilgen. Foto: HeinzelWollen bestehende Strukturen nutzen: Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck (links) und Pfarrer Karsten Hilgen. Foto: Heinzel

Die neue Kindertagesstätte soll letztlich 5 Gruppen umfassen. In einem zweiten Bauabschnitt sollen 3 Kindergartengruppen hinzukommen. Die Räume könnten aber auch problemlos für Krippengruppen genutzt werden. Tobias Averbeck sagt: "Wir haben zum 1. August 2024 Kindergartenplatzbedarf." Dies bedeute, dass der zweite Bauabschnitt zeitnah nach Fertigstellung des ersten beginnen werde. Derzeit gibt es drei solcher Einrichtungen in Bakum. Der Kindergarten in evangelischer Trägerschaft wird die vierte Institution dieser Art.

„Jetzt gehen wir zu den Ursprüngen zurück.“Pfarrer Karsten Hilgen über die Nutzung der Gethsemane-Kirche als Gemeindezentrum

"Jetzt gehen wir zu den Ursprüngen zurück", meint Karsten Hilgen mit Blick auf die Nutzung der Gethsemane-Kirche als Gemeindezentrum. Das Gebäude ist nämlich eine sogenannte "Notkirche" – genauer gesagt ein Gemeindezentrum Typ D. Entworfen und entwickelt hat das Kirchen-Baukastensystem Otto Bartning (1883 bis 1959). Der Clou an der Kirche ist, dass sie mit wenigen Handgriffen zu einem Raum wird, der problemlos für eine Bibelstunde oder den Konfirmandenunterricht genutzt werden kann. Der in einer Nische befindliche Altar wird durch Flügeltüren einfach abgetrennt. Es bedeute zwar einen geringen Mehraufwand, aber die gefundene Lösung sei günstiger als eine reine Containerlösung.

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