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Einbruch bei Villa Holt in Hausstette

Am Silvestermorgen drangen Täter in das Haus ein. Die Polizei konnte Tatverdächtige feststellen. Ein Sicherheitsdienst sicherte die Immobilie, Fenster sind jetzt mit Brettern vernagelt. (Update)

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Verbrettert: Blick auf die Südseite des Gebäudes. Foto: M. Niehues

Verbrettert: Blick auf die Südseite des Gebäudes. Foto: M. Niehues

Ungebetenen Besuch erhielt am Silvestermorgen die Villa der angeklagten Windpark-Betrüger-Familie Holt in Hausstette bei Bakum. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigt, kam es dort zu einem Einbruch. Tatverdächtig sind demnach zwei Männer aus Cappeln. Sie sollen unter anderem eine Musikanlage und ein Korb mit Schuhen gestohlen haben. Das teilt die Polizei am Montagmorgen mit. Bei einer Durchsuchung der Wohnung der 39 und 48 Jahre alten Männer konnten die Beamten das Diebesgut allerdings nicht finden. Die Ermittlungen laufen weiter. 

Unterdessen sind verschiedene Fenster auf der Rückseite des Gebäudes seit dem Wochenende mit Brettern vernagelt. Ein Security-Dienst sichert die Villa und war auch am Sonntag mit zwei Fahrzeugen vor Ort.

Bereits einmal zuvor hätten Täter das Gebäude aufgesucht

Mitte April 2020 war die Villa im sogenannten Horse Village Schauplatz eines großes Polizei-Einsatzes mit Spezialeinsatzkräften. Hendrik Holt, dessen Mutter, Bruder und Schwester wurden zeitgleich an verschiedenen Orten im Bundesgebiet festgenommen. Alle sind angeklagt, mit Windpark-Projekten Investoren betrogen zu haben. Dabei soll ein Schaden von über 10 Millionen Euro entstanden sein.

Luxusfahrzeuge, teure Uhren, Taschen und Schmuck sind zwischenzeitlich beschlagnahmt und versteigert worden. Auch die Villa wurde gesichert und wird im Auftrage eines Insolvenzverwalters versteigert. Seit Ende August muss sich die Familie vor dem Landgericht in Osnabrück verantworten. Im Laufe des Verfahrens wurde bekannt, dass der Bau des Gebäudes und der Erwerb des 10.000 Quadratmeter großen Grundstücks insgesamt rund 2,5 Millionen Euro verschlungen haben sollen. Über Immobilienportale bot ein Makler aus Hamburg die Villa zunächst für 2,2 Millionen Euro an, fand aber keinen Käufer. Zuletzt wurde das Gebäude für 1,6 Millionen Euro inseriert. Nach Informationen von OM Online soll ein Käufer aus der Nähe von Bramsche interessiert sein, das Anwesen für 1,5 Millionen Euro zu erwerben.

Wie Nachbarn berichten, soll sich der Mann das Gebäude auch bereits angesehen haben. Gesehen haben Nachbarn auch, wie die Polizei am Silvestertag mit zwei Streifenwagen zum Einsatz eilte. Ein Nachbar bestätigt, dass dies nicht der erste Einbruch war. Bereits einmal zuvor hätten Täter das Gebäude aufgesucht, obwohl das Haus leer sei. Alle dort sichergestellten Wertgegenstände seien längst unter den Hammer gekommen.

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