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Dramatische Szenen spielen sich bei Großbrand in Twistringen ab

In einem Mehrfamilienhaus ist am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Rauch versperrte den Fluchtweg. Ein Kleinkind wurde aus dem Fenster in die Hände von Ersthelfern fallen gelassen.

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Beim Brand eines Wohnhauses in Twistringen im benachbarten Kreis Diepholz sind sieben Menschen verletzt worden. Foto: dpa / Nordwestmedia-TV

Beim Brand eines Wohnhauses in Twistringen im benachbarten Kreis Diepholz sind sieben Menschen verletzt worden. Foto: dpa / Nordwestmedia-TV

Bei einem Feuer in Twistringen im benachbarten Landkreis Diepholz haben sich am Samstagabend dramatische Szenen abgespielt. Ein Großaufgebot von Feuerwehren war im Einsatz, Sieben Bewohner eines Mehrfamilienhauses sind verletzt worden, laut aktuellen Angaben sind zwei von ihnen sogar schwer verletzt worden.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr in Twistringen – nur wenige Kilometer von Goldenstedt entfernt - am Sonntag berichtet, wurde das Feuer gegen 22.30 Uhr gemeldet. Gleich mehrere Notrufe seinen eingegangen. Ortsbrandmeister Klaus Krebs sei als Erstes bei dem Mehrfamilienhaus an der Großen eingetroffen, berichtet Feuerwehrsprecher Jens Meyer. Ihm sei schnell klar geworden, dass dieser Einsatz größer sein werde.

Bewohner wollten sich mit Sprung aus dem Fenster retten

Das größte Problem war der Rauch, der sich in dem Wohnkomplex entwickelt hatte. Vor allem für die Bewohner wurde es gefährlich: Denn in dem dichten Rauch waren die Fluchtwege nach draußen nicht mehr passierbar. "Ein kleines Kind wurde aus einem Fenster in die Hände von Ersthelfern fallen gelassen. Weitere Personen wollten ebenfalls springen", berichtet der Feuerwehrsprecher.

Ob dieser Szenen und der Ungewissheit, wie viele Personen sich noch in dem Gebäude befunden, löste die Leitstelle Diepholz schlussendlich mit dem Stichwort "Massenanfall von 25 Verletzten" einen Großalarm aus. 215 Rettungskräfte von Feuerwehren, Polizei, Rettungsdienst und Stadtverwaltung eilten zum Einsatzort.

Erst Atemschutztrupps können den Brandort ausfindig machen

Der Rauch und die enge Bebauung am Einsatzort erschwerte den Einsatz der Feuerwehr: So konnte erst durch den Einsatz von Atemschutztrupps überhaupt geklärt werden, in welcher der vielen Wohnungen es überhaupt brannte. In der betroffenen Wohnung im Erdgeschoss des hinteren Bereichs des Gebäudes wurden die Rettungskräftige fündig. Dort befanden sich noch zwei hilflose Personen, die gerettet wurden. Zwei weitere Personen konnten über Drehleitern aus dem Haus geholt werden. 

Für die Rettungsarbeiten musste die angrenzende Bundesstraße 215 voll gesperrt werden. Die Feuerwehren konnten verhindern, dass die Flammen auf eine benachbarte Großbäckerei übergreift. In einer ebenfalls benachbarten Pizzeria wurde die Erstversorgung der verletzten Personen organisiert. Insgesamt 17 Bewohner des Hauses mussten versorgt werden. Sieben von ihnen mussten in Krankenhäuser gebracht werden. 

Die Stadtverwaltung organsierte für die 10 unverletzten Personen Notunterkünfte im Stadtgebiet. Nach etwa 3 Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

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